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Olympische Winterspiele 2014: Sotnikowa entreißt Kim den Sieg

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Olympia 2014  

Kämpferische Sotnikowa entreißt Kim Olympiasieg

21.02.2014, 11:05 Uhr | dpa

Olympische Winterspiele 2014: Sotnikowa entreißt Kim den Sieg. Die Russin Adelina Sotnikowa triumphierte in Sotschi.

Die Russin Adelina Sotnikowa triumphierte in Sotschi. Foto: Barbara Walton. (Quelle: dpa)

Sotschi (dpa) - Die russische Überraschungs-Siegerin bei Olympia 2014 Adelina Sotnikowa schlug fassungslos die Hände vors Gesicht.

Nach einer kämpferischen Kür und einem umstrittenen Urteil der Preisrichter verwies die 17-Jährige mit 224,59 Punkten die ebenfalls fehlerfreie Vancouver-Olympiasiegerin Kim Yu-Na (219,11) aus Südkorea auf den zweiten Platz. Sotnikowa holte damit als erste Eiskunstläuferin Olympia-Gold für ihr Land und bescherte dem Gastgeber bei den Sotschi-Spielen den dritten Sieg in der Traditionssportart. Bronze ging an die brillante Südtirolerin Carolina Kostner (216,73). Nathalie Weinzierl aus Mannheim beendete ihre ersten Winterspiele auf dem 18. Platz.

"Olympiasiegerin? Das glaube ich erst, wenn ich die Goldmedaille habe", stammelte Sotnikowa. Mit Tränen in den Augen umarmte sie ihre Trainerin Jelena Bujanowa. Die 12 000 Zuschauern im ausverkauften "Eisberg"-Palast skandierten minutenlang "Rossija, Rossija" und warfen Dutzende von Blumensträußen aufs Eis. "Bravo, Adelina!", twitterte Russlands Legende Jewgeni Pluschenko. Kim wurde damit um die Chance gebracht, als dritte Läuferin nach Sonia Henie und Katarina Witt zweimal nacheinander Gold zu gewinnen.

Sotnikowa und Kostner liefen beide außerordentlich gut, aber die Preisrichter gaben der sportlichen Russin dank der hochwertigeren Kombinationen den Vorzug. Kurz vor dem Auftritt hatte Team-Olympiasieger Pluschenko der gebürtigen Moskauerin via Twitter noch viel Glück gewünscht. Sotnikowa patzte bei keinem Element und verzückte die Zuschauer. "Ich habe heute etwas ganz Neues an mir entdeckt. Ich bin sonst so nervös, heute wurde ich ganz ruhig und habe die Liebe zum Eiskunstlauf gespürt", sagte Sotnikowa. Sie habe während der Kür die Unterstützung der Fans wahrgenommen.

Kim musste als Letzte auf das glatte Parkett. "Eigentlich mag ich es gar nicht, als Letzte zu laufen. Das ist ein zusätzlicher Druck", hatte sie zuvor gesagt. Bei den Sprüngen war sie aber souverän. Die Eingangskombination aus Dreifach-Lutz und -Toeloop kam, auch die Einzelsprünge gelangen. Aus nicht ganz nachvollziehbaren Gründen blieb sie weit unter ihrem Vancouver-Rekord von 228,56 Zählern. Die Werbemillionärin wird nach diesem Winter ihre Ausnahme-Karriere beenden. Zuletzt war sie schon verletzungsanfällig, konnte wegen einer Knöchelverletzung nur einen internationalen Wettkampf in Zagreb bestreiten.

Vor den beiden musste Kostner ran. Die 27-Jährige hoffte nach ihren olympischen Enttäuschungen von Turin mit Rang neun und dem 16. Platz von Vancouver noch einmal auf eine Medaille. So oft versagten der fünfmaligen Europameisterin in der Vergangenheit die Nerven, in Sotschi wollte sie mit ihrem Oberstdorfer Coach Michael Huth an der Seite einen würdigen Abschluss finden. Kurz vor der EM hatte sie den "Bolero" aus der Vorsaison wieder aus der Schublade geholt und zeigte einen emotionalen Vortrag. Nur die Sprünge waren nicht so hochwertig wie bei Sotnikowa und Kim - am Ende reichte es zu Bronze.

Auch die 15 Jahre alte Team-Olympiasiegerin Julia Lipnizkaja, Liebling der Zuschauer, wollte trotz eines durchwachsenen Kurzprogramms noch unbedingt aufs Podest. Die Teenagerin holte noch einmal alles aus sich heraus. Die Europameisterin interpretierte "Schindlers Liste" äußerst gefühlvoll und wurde im Eispalast vom patriotischen Publikum lautstark nach vorne getrieben. Doch wie im Kurzprogramm stürzte sie bei einem Element und wurde Fünfte.

Die deutsche Meisterin Weinzierl konnte Platz zehn nach der Kurzkür dagegen nicht halten. Außer dem ersten dreifachen Lutz gelang kaum ein Sprung. "Beim Einlaufen hat es noch gut geklappt, aber dann habe ich den Axel aufgerissen und angefangen nachzudenken", sagte die 19-Jährige und wischte sich die Tränen weg. Das Ergebnis waren nur 147,36 Punkte. "Sie hat dem Druck nicht standgehalten, sie ist auf Verteidigung gelaufen", sagte Udo Dönsdorf, Sportdirektor der Deutschen Eislauf-Union. Die Zielstellung mit dem Erreichen des Finales hat sie aber erreicht.

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