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Olympia  

Biathleten fürchten um guten Ruf

22.02.2014, 11:49 Uhr | dpa

Biathleten fürchten um guten Ruf. Die Biathlontrainer Uwe Müssiggang (l) und Gerald Hönig.

Die Biathlontrainer Uwe Müssiggang (l) und Gerald Hönig. Foto: Hendrik Schmidt. (Quelle: dpa)

Krasnaja Poljana (dpa) - Nach dem Schock über den Dopingfall Evi Sachenbacher-Stehle fürchten die Biathleten nun um ihren bislang so tadellosen Ruf.

"Jetzt wird es heißen: Die Deutschen. Wenn solch ein Fall aufkommt, multipliziert man das meist auf die gesamte Mannschaft", sagte Cheftrainer Uwe Müssiggang. Frauen-Coach Gerald Hönig spürte schon bei seinem letzten Auftritt am Olympia-Schießstand die Skepsis der Kollegen. "Es gibt Trainer, die einem sofort auf die Schulter klopfen und ein bisschen Zuspruch geben, aber man weiß auch nicht, was sich hinter den Köpfen für Gedanken abspielen. Dann werden Ergebnisse angezweifelt, genauso würden wir denken und reagieren, das ist sicherlich auch nicht einfach für die Kollegen um uns herum."

Sollten die Olympia-Ergebnisse der 33-jährigen Ex-Langläuferin wie erwartet gestrichen werden, hätten die deutschen Skijägerinnen in Sotschi nicht einmal einen Top-Ten-Platz zu Buche stehen. Die Damen-Staffel, in diesem Weltcup-Winter eigentlich stets ein Sieganwärter, erlebte am Freitag mit Rang elf ein Debakel. "An eine Einzel- und eine Staffel-Medaille habe ich geglaubt. Letztlich bleibt die Enttäuschung", stellte ARD-Expertin Kati Wilhelm fest.

"Welches Fiasko und welch schwarzer Tag für Biathlon und Deutschland!", schrieb Uschi Disl, ein weiterer Star aus den goldenen Zeiten, auf ihrer Facebook-Seite. "Die ganze Sache wirft ein echt schlechtes Licht auf den deutschen Biathlonsport, was natürlich vor allem im Moment eine Riesenkatastrophe ist", meinte Rekordweltmeisterin Magdalena Neuner. Der dreimalige Olympiasieger Michael Greis meinte: "Das ist das Schlimmste, was Biathlon passieren kann."

Auch wenn der Weltverband IBU erst noch über eine Sperre gegen Sachenbacher-Stehle entscheiden muss, glaubt ihr früherer Langlauftrainer Wolfgang Pichler, der in Sotschi die russischen Biathletinnen trainiert: "Für sie ist es jetzt vorbei." Dabei wollte die zweimalige Langlauf-Olympiasiegerin nach den Winterspielen noch ein oder zwei Jahre dranhängen. Nun steht die 33-Jährige nicht nur sportlich vor einer ungewissen Zukunft. Als Hauptfeldwebel ist sie bei der Bundeswehr angestellt, sie wird viele Fragen beantworten müssen. Und auch die Sponsoren werden Aufklärung fordern.

"Für Evi tut es mir leid, weil sie soviel dafür getan hat, um im Biathlon voranzukommen. Und dann macht sie so einen gravierenden Fehler. Das ist mehr als ärgerlich. Es ist leichtfertig, wenn sie so eine ganze Sportart in Verruf bringt", meinte Cheftrainer Müssiggang, der sich seine letzten Winterspiele ganz anders vorgestellt hatte.

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