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Kommentar: Evi Sachenbacher-Stehle war grenzenlos naiv

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Kommentar  

Grenzenlose Naivität

22.02.2014, 11:25 Uhr | Johann Schicklinski, t-online.de

Kommentar: Evi Sachenbacher-Stehle war grenzenlos naiv.

Der Dopingfall Evi Sachenbacher-Stehle ist vor allem eines: eine riesengroße Dummheit. Denn mit der Biathletin hat es keine Sportlerin erwischt, die am Anfang ihrer Karriere steht, sondern eine 33-jährige Athletin, deren Laufbahn sich bereits auf der Zielgeraden befand. Legt man Sachenbacher-Stehles Erklärung für die positive Dopingprobe zugrunde, stellen sich gleich mehrere Fragen:

Warum griff die Biathletin überhaupt zu einem chinesischen Energieriegel? Wieso ignorierte sie Anweisungen und Warnungen, die den deutschen Olympioniken vor den Spielen in Sotschi mit auf den Weg gegeben wurden? Wieso war gerade Sachenbacher-Stehle, die als Langläuferin bereits bei den Olympischen Spielen 2006 unter Dopingverdacht stand, nicht übervorsichtig?

Immensen Schaden angerichtet

Die Antwort auf diese Fragen ist einfach: Sachenbacher-Stehle war scheinbar grenzenlos naiv. Der Schaden, den sie mit ihrer Unbedarftheit angerichtet hat, ist immens. Zum einen hat sie dem deutschen Wintersport und speziell dem deutschen Biathlon einen Bärendienst erwiesen, denn die Doping-Affäre schadet nicht nur der Disziplin, sondern wirft ein schlechtes Licht auf die gesamte Olympiamannschaft.

UMFRAGE
Glauben Sie, dass Sachenbacher-Stehle vorsätzlich gedopt hat?

"Jetzt wird es heißen: Die Deutschen. Wenn solch ein Fall aufkommt, multipliziert man das meist auf die gesamte Mannschaft", unkte bereits Biathlon-Cheftrainer Uwe Müssiggang. Der Fall Sachenbacher-Stehle bestätigt somit die Vermutungen all jener, die ohnehin nicht an einen sauberen Sport glauben. Wer einen Generalverdacht gegen die deutschen Olympioniken hegte, wird sich bestätigt fühlen.

Die sauberen deutschen Wintersportler haben damit einmal mehr mit einem Glaubwürdigkeitsproblem zu kämpfen. Ihre ohnehin durchwachsenen Leistungen rücken nun fast gänzlich in den Hintergrund.

Denkmal zerstört

Zum anderen wird die Athletin, die im Laufe ihrer rund 15-jährigen Karriere fünf olympische Medaillen sowie fünf WM-Medaillen gesammelt hat, nicht als Sportlerin in der kollektiven Erinnerung bleiben, sondern als Doping-Sünderin. Sachenbacher-Stehle hat ihr eigenes Denkmal zerstört. Und damit, unabhängig von einer Sperre durch das IOC, bereits die Höchststrafe erhalten.

Olympia 2014 
Sachenbacher-Stehle auch positiv in der B-Probe

Nach einem Anfangsverdacht wurde die Biathletin nun mit sofortiger Wirkung von den Wettkämpfen ausgeschlossen. Video

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