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Doping: Evi Sachenbacher-Stehle drohen zwei Jahre Sperre

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DSV-Sprecher Schwarzbach  

"Die Hauptaufklärungsarbeit muss die Evi leisten"

23.02.2014, 11:13 Uhr | sid, dpa

Doping: Evi Sachenbacher-Stehle drohen zwei Jahre Sperre. Evi Sachenbacher-Stehle muss mit einer Sperre von bis zu zwei Jahren rechnen. (Quelle: dpa)

Evi Sachenbacher-Stehle muss mit einer Sperre von bis zu zwei Jahren rechnen. (Quelle: dpa)

Nach der Doping-Disqualifikation von Evi Sachenbacher-Stehle bei den Olympischen Winterspielen will der Deutsche Skiverband (DSV) die Affäre mit der nötigen Gründlichkeit aufarbeiten. "Wir werden uns in den nächsten Tagen zusammensetzten und in Ruhe besprechen, wie es mit ihr weitergeht", sagte DSV-Sprecher Stefan Schwarzbach in Krasnaja Poljana. "Das wird sicherlich eine gewisse Zeit dauern. Die Hauptaufklärungsarbeit muss die Evi leisten."

Seinen Angaben zufolge ist Sachenbacher-Stehle nach ihrem Olympia-Aus wieder zu Hause angekommen. "Sie wird von ihrem Mann und Manager soweit betreut. Sie hat sich auch einen Rechtsbeistand genommen", sagte Schwarzbach.

Der DOSB hat derweil wie erwartet Strafanzeige gegen Unbekannt gestellt. "Mit diesem Schritt gehen wir konsequent den in unserem Anti-Doping-Management vorgezeichneten Weg", sagte DOSB-Generaldirektor Michael Vesper. Den Regularien zufolge handelt es sich um einen formellen Akt. Im Anti-Doping-Management heißt es: "Ein Verstoß gegen die Anti-Doping-Bestimmungen, unabhängig ob durch eine/n Athleten/in oder eine/n Athletenbetreuer/in, sieht von Seiten des DOSB den sofortigen Ausschluss aus der Olympiamannschaft, die Rückforderung der Entsendekosten, eine Geldstrafe von bis zu 10.000 Euro und Strafanzeige vor."

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Durchsuchung ein "nicht unübliches Vorgehen"

Der DSV wolle Sachenbacher-Stehle dagegen soweit es ginge unterstützen, sagte Schwarzbach. Das zeige sich auch daran, dass man bereits mit der Staatsanwaltschaft zusammenarbeite. Die Durchsuchung des Stützpunkts in Ruhpolding sei in solch einem Fall ein nicht unübliches Vorgehen. "Wir, beziehungsweise der Stützpunktleiter in Ruhpolding, war entsprechend kooperativ. Es lief alles geregelt, ganz ruhig und freundlich ab", sagte Schwarzbach.

Über eine Sperre von Evi Sachenbacher-Stehle entscheidet der Biathlon-Weltverband (IBU). "Aber letztendlich ist nicht nur das Strafmaß der IBU entscheidend, sondern auch die Untersuchungsergebnisse von LKA, von WADA und von allen anderen Behörden, die sich mit dem Fall beschäftigen", erklärte Schwarzbach. Die IBU Sachenbacher-Stehle bereits erwartungsgemäß von allen Wettbewerben unter seiner Regie ausgeschlossen.

Von Abmahnung bis Zwei-Jahres-Sperre

Sachenbacher-Stehle muss mit einer Sperre von bis zu zwei Jahren rechnen. Allerdings könnte die 33-Jährige nach dem Regelwerk des IBU auch mit einer Abmahnung davonkommen. Falls die IBU bei der Bewertung der Doping-Affäre zu der Überzeugung kommen sollte, dass sie nicht beabsichtigt hat, ihre sportliche Leistung zu steigern oder die Anwendung eines leistungssteigernden Mittels zu maskieren, dann könnte es, da es der erste Verstoß ist, eine Abmahnung und keine Sperre für künftige Veranstaltungen geben.

Wohl "kein bewusstes" Doping

Zwar erhärte sich immer mehr der Verdacht, dass es sich tatsächlich um verunreinigte Nahrungsmittel handele und wohl "kein bewusstes und schon gar kein systematisches Doping" vorliege. Man könne "eine persönliche Verfehlung, für die sie jetzt einfach geradestehen muss", aber nicht wegdiskutieren. "Es ist die große Frage, ob es Dummheit oder Naivität war. Das müssen die Untersuchungen zeigen", erklärte Chef de Mission Michael Vesper.

In den nächsten Tagen soll geklärt werden, woher der Wirkstoff kam und wie er in ihren Körper gelangt ist. Beantwortet werden sollten auch die Fragen, ob und welche verunreinigten Nahrungsmittel die Ursache waren, von wem Sachenbacher-Stehle sie erhalten habe und ob sie getestet worden seien.

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