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So lief der Tag in Sotschi  

Drei Medaillen und eine große Enttäuschung

22.02.2014, 19:55 Uhr | dpa

Drei Medaillen und eine große Enttäuschung. Snowboard: Die Österreicherin Julia Dujmovits (Mi.) gewinnt Gold vor den beiden Duetschen Anke Karstens (li. Silber) und Amelie Kober (Bronze). (Quelle: dpa)

Snowboard: Die Österreicherin Julia Dujmovits (Mi.) gewinnt Gold vor den beiden Duetschen Anke Karstens (li. Silber) und Amelie Kober (Bronze). (Quelle: dpa)

Mit zweimal Silber und einmal Bronze hat das deutsche Olympia-Team nach dem Doping-Schock um Evi Sachenbacher-Stehle wieder für sportliche Schlagzeilen gesorgt. Zunächst fuhren die Snowboarderinnen Anke Karstens und Amelie Kober im Parallel-Slalom überraschend auf die Plätze zwei und drei, dann musste sich die Biathlon-Staffel nur knapp im Kampf um Gold den Russen geschlagen geben.

Ski-Rennfahrer Felix Neureuther schied dagegen im zweiten Slalom-Durchgang aus, Fritz Dopfer wurde Vierter. Mit nun 19 Medaillen (8/6/5) rutschte die deutsche Mannschaft auf Platz sechs des Medaillenspiegels. Zumindest schürten die Bobpiloten im Vierer Hoffnungen auf Edelmetall am Schlusstag.

Russland springt auf Platz eins im Medaillenspiegel

Nach vielen sportlichen Enttäuschungen und dem Wirbel um ihre positiv getestete Teamkollegin Sachenbacher-Stehle sorgte das Quartett Erik Lesser, Daniel Böhm, Arnd Peiffer und Simon Schempp für einen versöhnlichen Abschluss der deutschen Skijäger. Erst auf der Zielgeraden musste sich Schempp dem russischen Schlussläufer Anton Schipulin beugen. "Das haben die Jungs bravourös gemacht. Nach der ganzen Vorgeschichte war es nicht einfach", sagte Bundestrainer Mark Kirchner im ZDF. Bronze ging an Österreich.

Durch das Biathlon-Gold übernahm Russland mit 29 Mal Edelmetall (11/10/8) Platz eins in der Länderwertung vor Norwegen (11/5/9) und steuert bei den Heimspielen vor den letzten drei Entscheidungen auf den Sieg in diesem Klassement zu. Snowboarder Vic Wild hatte den Russen zuvor im Parallel-Slalom einen weiteren Olympiasieg beschert.

Neureuther fädelt ein

Die deutschen Snowboarder konnten im letzten Rennen von Sotschi endlich die ersten beiden Medaillen bejubeln. Karstens wurde erst im Finallauf des Parallel-Slaloms von der Österreicherin Julia Dujmovits gestoppt. Mit Bronze gewann Kober ihre zweite Medaille nach Silber im Parallel-Riesenslalom 2006.

Eine Enttäuschung erlebte dagegen Alpin-Ass Neureuther. Nach dem ersten Durchgang lag der deutsche Ski-Star als Siebter noch nah bei den Medaillenrängen, dann aber fädelte er im zweiten Lauf an einem Tor ein. Fritz Dopfer verbesserte sich von Rang 14 zwar noch auf Platz vier, verpasste Bronze aber um fünf Hundertstelsekunden. Gold holte sich der Österreicher Mario Matt vor seinem Landsmann Marcel Hirscher und dem Norweger Henrik Kristoffersen.

Björgen ist die erfolgreichste Winter-Olympionikin

Viererbob-Weltmeister Maximilian Arndt liegt als Zweiter nach den ersten zwei Läufen mit sechs Hundertstelsekunden Rückstand auf den russischen Zweierbob-Olympiasieger Alexander Subkow gut im Rennen um die Medaillen. Thomas Florschütz ist hinter dem Amerikaner Steven Holcomb Vierter, Francesco Friedrich fuhr auf Platz sieben.

Olympia-Geschichte schrieb Langläuferin Marit Björgen, die im 30-Kilometer-Freistilrennen ihr sechstes Gold gewann. Die Norwegerin siegte in Krasnaja Poljana vor ihrer Landsfrau Therese Johaug und stieg mit insgesamt sechs Gold-, drei Silber- und einer Bronzemedaille zur erfolgreichsten Winter-Olympionikin auf. Als beste deutsche Läuferin belegte Katrin Zeller den zwölften Rang.

Deutsche Bilanz ist nicht zufriedenstellend

Im Eishockey holte sich Finnland durch ein 5:0 gegen die USA Bronze. In den beiden letzten Eisschnelllauf-Entscheidungen bei diesen Spielen gingen die Goldmedaillen erneut in die Niederlande. Die Oranje-Flitzer gewannen die Wettbewerbe in der Team-Verfolgung und schoben sich mit achtmal Gold und insgesamt 24 Medaillen vorbei an der deutschen Mannschaft.

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Die Funktionäre des Deutschen Olympischen Sportbundes hatten schon am Samstagmorgen eine mäßige Sotschi-Bilanz ziehen müssen. Zudem musste Chef de Mission Michael Vesper berichten, dass nach dem Dopingfall Evi Sachenbacher-Stehle die Wohnung der Biathletin und der Bundesstützpunkt Ruhpolding von Beamten des Landeskriminalamtes Bayern durchsucht wurden.

Loch darf die Fahne tragen

Die Staatsanwaltschaft München I bestätigte Ermittlungen gegen unbekannt. Der Sprecher der Staatsanwaltschaft betonte, dass sich die Ermittlungen nicht gegen Sachenbacher-Stehle richten. Ermittelt wird wegen unerlaubten Inverkehrbringens von Arzneimitteln zu Dopingzwecken im Sport.

Zum deutschen Fahnenträger bei der Schlussfeier der XXII. Winterspiele wurde Rodel-Olympiasieger Felix Loch bestimmt. "Ich flipp aus: Ich darf bei der Abschlussfeier die Deutsche Fahne tragen! Der Wahnsinn!", twitterte er.

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