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Olympia 2014: Johannes Dürr des Dopings mit EPO überführt

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Mitfavorit Dürr gedopt  

Erster EPO-Fall bei den Spielen in Sotschi

23.02.2014, 10:00 Uhr | dpa

Olympia 2014: Johannes Dürr des Dopings mit EPO überführt. Johannes Dürr (Quelle: imago/GEPA Pictures)

Johannes Dürr muss mit einer Sperre rechnen. (Quelle: GEPA Pictures/imago)

Der österreichische Skilangläufer Johannes Dürr ist positiv auf das Blutdopingmittel EPO getestet worden. Dies teilte das Nationale Olympische Komitee Österreichs (ÖOC) mit. Der 26-Jährige, der zu den Mitfavoriten für das 50-Kilometer-Rennen der Winterspiele zählte, ist bei einer Trainingskontrolle am 16. Februar ertappt worden. Dürr hatte in Sotschi im Skiathlon den achten Platz belegt. "Es war das Schlimmste, was ich in meinem Leben getan habe. Viele Leute haben sich für mich den Arsch aufgerissen, ich habe sie mit meiner Blödheit alle enttäuscht. Ich hoffe, dass mir meine Frau und meine Familie verzeihen können", sagte Dürr dem ORF.

"Wir sind über diese Meldung schockiert, haben umgehend die entsprechenden Maßnahmen eingeleitet", erklärte ÖOC-Präsident Karl Stoss. Dürr ist aus der Olympia-Mannschaft ausgeschlossen worden und bereits auf der Heimreise. Es ist der fünfte Dopingfall dieser Olympischen Winterspiele. Die B-Probe steht allerdings noch aus.

Dürr hatte in der laufenden Saison mit überraschend starken Leistungen auf sich aufmerksam gemacht und sich zum ersten österreichischen Topläufer seit Jahren entwickelt. Die Tour de Ski schloss er überraschend auf dem dritten Rang ab. Die letzte Etappe des mehrtägigen Rennens, den schwierigen Schlussanstieg auf die Alpe Cermis, absolvierte Dürr sogar als schnellster Teilnehmer im Feld.

Erinnerungen geweckt

Der Fall Dürr weckt in der Alpenrepublik dunkle Erinnerungen an den Skandal von 2006. Bei den Spielen in Turin war eine groß angelegte Razzia im Quartier der österreichischen Langläufer und Biathleten erfolgt. Der italienische Staatsanwalt Raffaele Guariniello erklärte, dass dabei über 100 Spritzen, 30 Schachteln mit Medikamenten und diverse Apparate für Bluttests und Transfusionen gefunden wurden. Ein Jahr später annullierte das IOC die von den Biathleten Wolfgang Perner und Wolfgang Rottmann sowie den Langläufern Roland Diethart, Johannes Eder, Jürgen Pinter und Martin Tauber in Turin erzielten Ergebnisse.

Alle sechs Athleten wurden zunächst auf Lebenszeit von den Olympischen Spielen ausgeschlossen, Dietharts Sperre später bis einschließlich 2010 reduziert. Unter dem damaligen Chef der Disziplinarkommission, dem heutigen Präsidenten Thomas Bach, belegte das IOC das ÖOC mit dem bis dato höchsten Bußgeld der Olympiageschichte: eine Million Dollar. Bereits bei den Winterspielen 2002 in Salt Lake City war es zur 'Blutbeutel-Affäre' gekommen. Nach der Abreise der österreichischen Sportler wurden im Haus der Langläufer mehrere Spritzen und Blutbeutel gefunden. Achim Walcher und Marc Mayer wurden daraufhin aus den Ergebnislisten gestrichen.

So wirkt EPO

Das Hormon EPO, das vermehrt rote Blutkörperchen bindet, zählt zu den effektivsten Dopingmitteln für Ausdauersportler. Je höher der Anteil roter Blutkörperchen im Blut ist, desto mehr Sauerstoff steht den Zellen zur Verfügung. Dadurch wird die Leistungsfähigkeit deutlich erhöht. Trotz mittlerweile guter Nachweisbarkeit gehen Experten davon aus, dass EPO noch immer ein häufig genutztes Dopingmittel ist. In kleinen Mengen dosiert, ist die Substanz nur sehr kurz nachweisbar.

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