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Formel 1: Hilferuf von Red Bull nach verkorksten Bahrain-Tests

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Hilferuf von Red Bull  

"Wir brauchen einfach noch mehr Zeit"

23.02.2014, 13:10 Uhr | sid, dpa

Formel 1: Hilferuf von Red Bull nach verkorksten Bahrain-Tests. Nichts geht mehr: Weltmeister Sebastian Vettel wird bei den Tests in Bahrain von Red-Bull-Mechanikern in die Box geschoben. (Quelle: AP/dpa)

Nichts geht mehr: Weltmeister Sebastian Vettel wird bei den Tests in Bahrain von Red-Bull-Mechanikern in die Box geschoben. (Quelle: AP/dpa)

Sebastian Vettel läuft die Zeit davon. Nach dem kleinen Hoffnungsschimmer zu Beginn der zweiten Formel-1-Testfahrten in diesem Jahr in Bahrain dürfte der Weltmeister mit Schrecken auf das geblickt haben, was sein Teamkollege Daniel Ricciardo an den beiden letzten Tagen erlebte: Stillstand. Drei Wochen vor dem Saisonauftakt im australischen Melbourne am 16. März liegt Red Bull meilenweit hinter Mercedes.

Fast schon wie ein Hilferuf wirkte daher das, was Ricciardo am Samstag nach mickrigen 15 Runden von sich gab: "Ich schätze, wir brauchen einfach noch mehr Zeit."

Rosberg mahnt: "Müssen vorsichtig sein"

Was Red Bull fehlt, hat Mercedes schon reichlich gesammelt: Kilometer. "Wir haben uns lange auf diese Saison vorbereitet. Und es zeigt sich jetzt auch, dass wir mit der richtigen Vorbereitung zumindest vernünftig zum Testen kommen. Jeder Kilometer ist wertvoll", sagte Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff. Die Silberpfeile fuhren schon beim ersten Test Ende Januar in Jerez de la Frontera eine Rennsimulation. In Bahrain folgte als erstes Team auch eine Quali-Runde.

Nico Rosberg benötigte auf dem Grand-Prix-Kurs in Bahrain dabei nur 1:33,283 Minuten. Er unterbot die Bestmarke, aufgestellt am Vortag durch seinen Teamkollegen Lewis Hamilton, noch einmal um fast eine Sekunde. Überbewerten wollte Rosberg das aber nicht: "Es ist zu früh, um zu sagen wo wir stehen. Wir müssen sehr vorsichtig sein."

Haltbarkeit steht über allem

So sieht es auch Wolff. Denn über allem steht die Frage der Haltbarkeit. Das sei "noch lange nicht ausgemerzt. Auch wir sind immer wieder stehengeblieben bei längeren Runs", betonte der Mercedes-Motorsportchef. Die neuen Antriebseinheiten seien einfach noch nicht ausgereift und getestet, "dass man sagen kann, es ist absolut haltbar und zuverlässig".

Selbst wenn man in Sachen Zuverlässigkeit mit am besten dastehe, "sind auch wir in einer schwierigen Situation", sagte auch Rosberg: "Wir haben eine Rennsimulation geschafft, danach ist der Wagen aber liegengeblieben." Und letztlich reicht ein Problem, um das Auto beim Rennauftakt am 16. März in Australien zu stoppen.

Schwierigkeiten haben alle mit den neuen Autos, die durch die neuen Turbo-Motoren und das hochkomplexe Hybridsystem ERS derzeit extrem anfällig sind. Nur vier Testtage - vom 27. Februar bis 2. März abermals in Bahrain - bleiben allen Rennställen noch, um die Autos für den Rennauftakt abzustimmen. Daher spricht Rosberg trotz der starken Performance noch immer von einer "massiven Herausforderung".

Vettel: "Wir stehen vor einem großen Berg"

Vor der größten steht aber offensichtlich ausgerechnet Red Bull, das Weltmeister-Team der vergangenen vier Jahre. Die Liste der Probleme an den bisherigen acht Testtagen ist lang. Gerade, als es sich gut anfühlte, musste Ricciardo den Wagen wieder in der Box auf dem Bahrain International Circuit abstellen. "Leider gab es wieder ein anderes Problem", räumte er ein.

Weltmeister Vettel wird an den letzten beiden Testtagen vor dem Saisonstart hinterm Steuer sitzen. Sicherlich in der Hoffnung, dass der RB10 nicht mehr zickt und muckt. Denn der 26-Jährige will in diesem Jahr seinen fünften Titel in Serie holen. "Wir stehen im Moment noch vor einem großen Berg", hatte er nach seinem letzten Testeinsatz jüngst allerdings zugeben müssen: "Aber wir hoffen, dass wir rechtzeitig auf dem Gipfel ankommen."

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