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Olympia 2014 - Eishockey: Kanada triumphiert in Sotschi

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Olympia 2014  

Crosby wieder Goldgarant: Kanada mit Eishockey-Triumph

24.02.2014, 12:41 Uhr | dpa

Olympia 2014 - Eishockey: Kanada triumphiert in Sotschi. Die Kanadier gewinnen gegen Schweden und holen nach Vancouver 2010 auch in Sotschi Olympia-Gold.

Die Kanadier gewinnen gegen Schweden und holen nach Vancouver 2010 auch in Sotschi Olympia-Gold. Foto: Srdjan Suki. (Quelle: dpa)

Sotschi (dpa) - Mit seinem breitesten Grinsen nahm Sidney Crosby als letzter von Kanadas Olympia-Helden die Goldmedaille entgegen, das emotionale "Oh Canada" genoss er Arm in Arm mit seinen Kollegen.

Der Goldjunge von Vancouver hat die Eishockey-Supermacht Kanada auch bei Olympia 2014 in Sotschi zum Triumph geschossen. Beim 3:0 (1:0, 1:0, 1:0)-Finalsieg über Weltmeister Schweden gelang dem zuvor eher unauffälligen Overtime-Matchwinner von 2010 mit dem Solo zum wegweisenden 2:0 endlich der erste Geniestreich am Schwarzen Meer. "Das ist eine große Erleichterung. Wir haben an uns geglaubt, irgendwann musste es bei mir ja klappen", sagte Crosby.

Für die Schweden hielt der letzte Sonntag neben der Niederlage auch einen anderen Schreck bereit: Wegen einer positiven Dopingprobe wurde Nicklas Bäckström aus dem Kader gestrichen, ein Wirkstoff in einem Allergiemedikament soll für den Befund verantwortlich sein. "Ich war sehr geschockt, ich habe nichts anderes gemacht als in den vergangenen sieben Jahren, ich habe so was noch nicht erlebt", erklärte Bäckström nach der Partie und rang zeitweise nach Worten.

Die Schweden erhoben schwerste Vorwürfe gegen das Internationale Olympische Komitee. "Das IOC hat einen der größten Tage in der Geschichte des schwedischen Eishockeys zerstört", schimpfte Teamchef Tommy Boustedt, der von einer "politischen Entscheidung sprach". Der Test wurde am vergangenen Mittwoch gemacht, das Ergebnis liege schon länger vor, behauptete Boustedt. Das IOC habe den Fall aber erst am Sonntag publik gemacht, um mehr Aufmerksamkeit zu erlangen.

Selbst der Weltverband IIHF nahm Bäckström in Schutz. "Er ist ein unschuldiges Opfer unglücklicher Umstände", unterstrich der IIHF-Chefmediziner Marc Aubry. "Da war kein Doping im Spiel."

Sportlich gehörten die Schlagzeilen zuvor Sidney Crosby: Nach der Führung durch Jonathan Toews (13. Minute) holte sich der wohl beste Kufencrack der Welt die Scheibe an der Mittellinie und überwand nach seinem Sturmlauf Torwart Henrik Lundqvist (36.). Chris Kunitz (50.) machte im letzten Drittel alles klar. "Das war nicht so dramatisch wie vor vier Jahren", sagte Crosby und lachte. "Aber Kunitz' Treffer war sehr beruhigend."

Mit nun neun Olympiasiegen ließen die Kanadier den Erzrivalen Russland (8) hinter sich - und das in der letzten Medaillenentscheidung der Winterspiele. Dieses Gold hatten eigentlich die schon im Viertelfinale gescheiterten Gastgeber als krönenden Abschluss vor der Schlussfeier für sich eingeplant. Statt der Hausherren konnte Kanada-Coach Mike Babcock jubeln. "Wir wussten es wird hart und fast unmöglich, hier Gold zu gewinnen. Aber am Ende waren wir dominant und einfach nur großartig", sagte der Trainer.

Die Schweden verpassten dagegen ihren dritten Olympiasieg nach 1994 und 2006 - und musste sich mit dem Fall Bäckström herumschlagen. Ein Sprecher des Nationalen Olympischen Komitees von Schweden bestätigte wenige Minuten nach dem Endspiel die Doping-Causa.

Nach fünf Siegen in fünf Spielen in Sotschi fanden die "Tre Kronor" kein Mittel gegen die Auswahl um Crosby. Der Superstürmer war 2010 in Vancouver mit seinem 3:2-Siegtor in der Verlängerung gegen die USA zum Volkshelden der "Ahornblätter" avanciert.

Die beiden defensivstärksten Teams zeigten von Beginn an flottes Angriffs-Eishockey. Gleich mehrmals scheiterten die kanadischen und schwedischen Puck-Künstler aus der NHL an Pfosten und Latte, ehe Toews einen Pass durch die Beine von Lundqvist lenkte. Der Keeper war auch machtlos, als der zuvor torlose Crosby ihn aussteigen ließ. Je länger das Match dauerte, umso mehr hatte Kanada die Skandinavier im Griff in einem - ohne russische Beteiligung - eher stimmungsarmen Endspiel.

Das Happy End einer einmaligen Karriere hatte zuvor am Samstag Teemu Selänne erlebt: Mit seinen Finnen sicherte sich der 43-Jährige Bronze und nahm danach emotional Abschied von den Winterspielen. "In diesem Spiel ist mein Traum wahr geworden", sagte der Routinier, nachdem er die Suomi-Truppe mit einem Doppelpack zum 5:0 (0:0, 2:0, 3:0) über enttäuschende Amerikaner geführt hatte. 22 Jahre nach seinem Debüt in Albertville und bei seinen sechsten Spielen insgesamt heimste der Olympia-Rekordscorer sein viertes Edelmetall ein. "Er ist eine lebende Legende", sagte Trainer Erkka Westerlund. Prompt wurde Selänne zum wertvollsten Spieler des Turniers gewählt.

Der NHL-Veteran hatte den Torreigen in der 22. Minute eröffnet und das zwischenzeitliche 4:0 (50.) erzielt. Zudem trafen noch Jossi Jokinen (22.), Juuso Hietanen (47.) und Olli Määtä (54.). Die USA, nach der Vorrunde noch einer der heißesten Medaillenkandidaten, verpassten nach Silber vor vier Jahren in Vancouver eine weitere Medaille. Zur tragischen Figur wurde Patrick Kane: Der Stürmerstar vergab gleich zwei Penalties (14./27.) und resümierte: "Was für ein frustrierender Abend."

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