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Die Ermittlungen gehen weiter, allerdings gegen Unbekannt und nicht gegen Evi Sachenbacher-Stehle

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Kein Ergänzungsmittel in Ruhpolding  

Evi Sachenbacher-Stehle hat "unbewusst gedopt"

25.02.2014, 18:03 Uhr | sid, dpa

Die Ermittlungen gehen weiter, allerdings gegen Unbekannt und nicht gegen Evi Sachenbacher-Stehle. Evi Sachenbacher-Stehle hatte mit einer positiven Dopingprobe bei den Olympischen Winterspielen für einen Skandal gesorgt. (Quelle: dpa)

Evi Sachenbacher-Stehle hatte mit einer positiven Dopingprobe bei den Olympischen Winterspielen für einen Skandal gesorgt. (Quelle: dpa)

Die Aufarbeitung der Doping-Affäre um Evi Sachenbacher-Stehle wird noch einige Zeit in Anspruch nehmen. "Die Dauer des Ermittlungsverfahrens ist schwer einzuschätzen", sagte der Münchner Staatsanwalt Peter Preuß. Er betonte erneut, dass gegen "Unbekannt und nicht gegen Frau Sachenbacher-Stehle ermittelt wird". Die zweimalige Langlauf-Olympiasiegerin wird deshalb als Zeugin aussagen. 

Erst wenn die Ergebnisse der Labortests vorliegen, wird es Resultate geben. Nur so kann geklärt werden, warum die Biathletin bei den Winterspielen in Sotschi positiv auf das Stimulanz-Mittel Methylhexanamin getestet wurde. "Die Faktenlage ist derzeit immer noch äußerst undurchsichtig", hatte Marc Heinkelein, der Rechtsanwalt von Sachenbacher-Stehle, in einer schriftlichen Erklärung mitgeteilt.

Lückenlose Aufklärung

Unmittelbar nach der Ankündigung des Juristen, den "Sachverhalt lückenlos aufzuklären", gab es ein Telefonat mit Franz Steinle, dem Präsidenten des Deutschen Skiverbandes. "Jeder hat Interesse, die Angelegenheit voranzutreiben. Es war ein sachliches und produktives Gespräch", sagte Heinkelein. Man habe vereinbart, sich gegenseitig über den Stand zu informieren, erläuterte DSV-Sprecher Stefan Schwarzbach.

Ob es sich bei der Ermittlung der Staatsanwaltschaft gegen Unbekannt um den von der Biathletin bei der Anhörung in Sotschi vor der IOC-Disziplinarkommission genannten Mentaltrainer handelt, ist offen. Noch ist nicht klar, ob die zur positiven A- und B-Probe führende Stimulanz wirklich über Nahrungsergänzungsmittel verabreicht wurde. "Vieles von dem, was über die Medien transportiert wird, sind letztlich reine Spekulationen", sagte Heinkelein. 

Behle: "Sie hat eine Dummheit gemacht"

Auch der ehemalige Langlauf-Bundestrainer Jochen Behle glaubt nicht an Vorsatz. "Mir hat sie schon ein bisschen leidgetan. Ich bin mir ganz sicher, dass das unbewusstes Doping war", sagte Behle im Gespräch mit dem "Hessischen Rundfunk". "Fast 20 Prozent dieser Nahrungsergänzungsmittel sind in der Richtung behaftet. Es ist einfach eine Dummheit, die sie da gemacht hat, sich auf Aussagen anderer von außen zu verlassen", so der 53-Jährige.

Unvorsichtigkeit schützt vor Strafe nicht

Auch wenn der Molekular-Biologe Perikles Simon nicht an eine absichtliche Einnahme Sachenbacher-Stehles glaubt, zweifelt der Doping-Forscher die bisherigen Erklärungsversuche an. "Ich kann mir eigentlich nicht vorstellen, dass da eine Athletin und ihr kompletter Stab so unvorsichtig waren, inklusive der Verbandstrainer und Funktionäre" sagte Simon im Interview mit T-Online.de. (Lesen Sie hier das gesamte Interview mit Perikles Simon)

In Sotschi hatte Sachenbacher-Stehles Biathlon-Teamkollege Arnd Peiffer die gängige Praxis beschrieben: "Wir sind von unserem Teamarzt und vom Deutschen Skiverband sensibilisiert worden, was Nahrungsergänzungsmittel angeht." 

Kein illegaler Fund

Bei der Durchsuchung des Olympia-Stützpunktes nach Bekanntwerden der Doping-Affäre waren keine Nahrungsergänzungsmittel gefunden worden. "Wir haben drei Objekte durchsucht. Zum einen den Olympia-Stützpunkt in Ruhpolding und zwei weitere Objekte. In einem der Objekte, aber nicht im Stützpunkt Ruhpolding, haben wir Nahrungsergänzungsmittel gefunden", sagte Preuß, stellvertretender Sprecher der Staatsanwaltschaft München. "Wichtig ist, dass nichts gefunden wurde, was illegal ist. Aber da haben wir keine Sorgen", so DSV-Sprecher Schwarzbach weiter. 

Die Biathletin bestreitet bewusstes und vorsätzliches Doping. "Sobald die Ursache für die positive Doping-Probe eindeutig feststeht, will Evi Sachenbacher-Stehle sich erneut persönlich äußern", gab Sachenbacher-Stehles Anwalt Heinkelein bekannt. 

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