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Tischtennis: Ovtcharov nach Sieg über Boll erstmals deutscher Meister

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Nach Sieg über Boll  

Ovtcharov erstmals deutscher Meister

02.03.2014, 16:58 Uhr | sid, dpa

Tischtennis: Ovtcharov nach Sieg über Boll erstmals deutscher Meister. Dimitrij Ovtcharov gewinnt den lang ersehnten deutschen Meistertitel. (Quelle: imago/Jan Huebner)

Dimitrij Ovtcharov gewinnt den lang ersehnten deutschen Meistertitel. (Quelle: imago/Jan Huebner)

Tischtennis-Star Dimitrij Ovtcharov hat im Finale der Giganten eine Lücke in seiner Titelsammlung geschlossen. Der Europameister sicherte sich durch einen deutlichen 4:1-Sieg (11:8, 11:4, 9:11, 11:7, 12:10) gegen Ausnahmekönner Timo Boll erstmals die deutsche Meisterschaft. Nach drei verlorenen Endspielen behielt "Dima" in Wetzlar die Nerven und verhinderte Bolls zehnten Titel. Der Rekord-Europameister muss das Attribut deutscher Rekordmeister weiterhin mit den neunmaligen Champions Eberhard Schöler und Conny Freundorfer teilen.

"Es ist ein total überwältigendes Gefühl, diesen Titel gegen Timo zu gewinnen", kommentierte Ovtcharov seinen Premierensieg. "Es hat total viel Spaß gemacht".

Boll zeigt sich als guter Verlierer

Boll erkannte die Überlegenheit seines sieben Jahre jüngeren Gegners als fairer Verlierer an. "Gegen einen guten Kumpel zu verlieren, macht es etwas einfacher", sagte Boll. Er bedankte sich beim Publikum, das ihn mit "Timo, Timo"-Rufen angefeuert hatte: "Ein paar mehr waren auf meiner Seite."

Von den Krankheiten, die im Vorfeld beide DTTB-Asse zurückgeworfen hatten, war im Turnier wenig zu merken. Beide hielten auf dem Weg in das Endspiel die keineswegs schlechte Konkurrenz recht sicher in Schach. "Neue Erkenntnisse gab es für mich nicht. Die Top-Leute haben sich durchgesetzt, aber alle müssen bis zur Weltmeisterschaft besser werden. Das gilt auch für Dima", beurteilte Bundestrainer Jörg Roßkopf recht pragmatisch das Turnier-Niveau.

DTTB-Sportdirektor Schimmelpfennig: "Sind auf einem guten Weg"

Für DTTB-Sportdirektor Dirk Schimmelpfennig war Wetzlar eine Durchgangsstation Richtung Team-WM Ende April in Tokio. "Wir haben eine positive Rückmeldung erhalten und sind auf einem guten Weg. Auch bei den Damen sehe ich uns gut aufgestellt", sagte Schimmelpfennig. Vor allem die 17 Jahre alte Jugend-Europameisterin Nina Mittelham sorgte für Aufsehen. Sie schaffte es bis ins Halbfinale.

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