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Kufen-Affäre: Kollegen knöpfen sich Machata vor

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"Moralisch schwach"  

Kufen-Affäre: Kollegen knöpfen sich Machata vor

07.03.2014, 15:02 Uhr | sid

Kufen-Affäre: Kollegen knöpfen sich Machata vor. Manuela Machata hat sich mit der Weitergabe seiner Kufen an Alexander Subkow keine Freunde gemacht. (Quelle: imago/Karina Hessland)

Manuela Machata hat sich mit der Weitergabe seiner Kufen an Alexander Subkow keine Freunde gemacht. (Quelle: imago/Karina Hessland)

In der Kufen-Affäre um den Bobpiloten Manuel Machata schaukeln sich die Emotionen weiter hoch. Während der für ein Jahr gesperrte Ex-Weltmeister Gegenwind von seinen Teamkollegen bekommt, wehrt sich der Bob- und Schlittenverband für Deutschland (BSD) gegen die heftige Kritik an der umstrittenen Sanktion.

"Er muss seine Quittung kriegen, das war moralisch schwach", sagte Zweier-Weltmeister Francesco Friedrich der "Sächsischen Zeitung". Mit den Kufen, die Machata nach seiner verpassten Qualifikation für die Winterspiele in Sotschi an den russischen Doppel-Olympiasieger Alexander Subkow weitergegeben hat, wäre auch Friedrich gerne gefahren: "Ich habe ihn im Januar nach den Kufen gefragt, da war es vielleicht schon zu spät."

Für ein Jahr gesperrt

Auch Routinier Thomas Florschütz kritisierte den Weltmeister von 2011. "Er hätte sich besser überlegen sollen, wem er seine Kufen verleiht. Er hat unseren stärksten Gegner noch einmal stärker gemacht", sagte der WM-Dritte und kündigte an: "Uns Olympiafahrern hat nicht gefallen, was Manuel in Sotschi gemacht hat. Wir werden ihn jetzt nicht mobben oder so, aber wir sind alles Kerle und werden ihm auch die Meinung sagen."

UMFRAGE
Ist die Strafe für den deutschen Bob-Piloten Manuel Machata angemessen?

Der Bob- und Schlittenverband für Deutschland (BSD) hatte Machata wegen "verbandsschädigenden Verhaltens" für ein Jahr von allen Wettkämpfen gesperrt und mit einer 5000-Euro-Geldstrafe belegt. Machata, der sich nicht für die Spiele in Sotschi qualifizieren konnte, wird gegen das Urteil Einspruch vor dem BSD-Rechtsausschuss einlegen. Da der 29-Jährige anscheinend nicht gegen die Athletenvereinbarung verstoßen hat, werden ihm gute Chancen eingeräumt.

BSD-Präsident kartet nach

Die genauen Hintergründe des Kufenhandels sind aber noch immer unklar. Machata betonte, er habe das vom Schweizer Unternehmer Pius Meyerhans erworbene Material an Subkow weitergeben müssen, weil das Bestandteil des Deals gewesen sei. Meyerhans verriet, Machata hätte an der Weitergabe kein Geld verdient. Darüber gibt es im Verband jedoch Zweifel.

BSD-Präsident Andreas Trautvetter betonte derweil, dass der Verband keine andere Wahl gehabt hätte, als hart durchzugreifen. "Wenn wir so ein Thema wie den Kufenverleih von Manuel Machata einfach unter den Teppich kehren, würden wir Gefahr laufen, dass dem Verband künftig Finanzmittel der öffentlichen Geldgeber gekürzt werden und sich private Unternehmen aus der Unterstützung des Verbandes zurückziehen", wird Trautvetter in einer BSD-Mitteilung zitiert.

Trautvetter wirft Machata ein "treuwidriges Verhalten gegen die eigene Organisation" vor und kritisierte, der Athlet würde ein "privates Kufengeschäft der gesamten deutschen Sportförderung" vorziehen. Machata nutze alle Vorteile der aus Steuergeldern finanzierten Einrichtungen in Deutschland, dieses Fördersystem habe er aber "mit der Weitergabe seiner Kufen an einen unserer sportlichen Gegner" mit Füßen getreten, erklärte der BSD-Präsident.

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