Startseite
Sie sind hier: Home > Sport >

Paralympics 2014: Anna Schaffelhuber gewinnt Gold im Super-G

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Paralympics  

Schaffelhuber gewinnt Gold im Super-G

10.03.2014, 18:09 Uhr | dpa, sid

Paralympics 2014: Anna Schaffelhuber gewinnt Gold im Super-G. Sicherte sich in Sotschi bereits ihre zweite Goldmedaille: Anna Schaffelhuber (Quelle: imago/Golovanov + Kivrin)

Sicherte sich in Sotschi bereits ihre zweite Goldmedaille: Anna Schaffelhuber (Quelle: Golovanov + Kivrin/imago)

Schon wieder war Anna Schaffelhuber nicht zu schlagen. Die deutsche Monoski-Fahrerin hat bei den Paralympics in Sotschi ihre zweite Goldmedaille gewonnen. Schaffelhuber meisterte den einmal mehr von schweren Stürzen beeinträchtigten Super-G souverän und war von ihrer eigenen Leistung beeindruckt. "Es ist einfach unglaublich", sagte die querschnittgelähmte Bayerin. Mit dem dritten Sieg für die deutsche Mannschaft überstrahlte "Gold-Anna" die Enttäuschungen im Alpin-Team. Wie schon beim Abfahrtsrennen kam Mitfavoritin Andrea Rothfuss nicht ins Ziel, und auch Anna-Lena Forster schied nach einem glimpflich verlaufenen Sturz aus.

Medaillenlos, aber höchst zufrieden war Langläufer Tino Uhlig. Als Fünfter über 20 Kilometer übertraf der 37 Jahre alte Schwarzwälder seine Erwartungen mit einem Platz unter den ersten Zehn deutlich. "In dieser Klasse in die Top Ten zu laufen, ist ein Topergebnis", befand der Klassik-Spezialist. Den drei Medaillengewinnern konnte er jedoch nicht folgen: Sieger Ruschan Minnegulov aus Russland sowie der Finne Ilkka Tuomisto und der Russe Wladislaw Lekomtzew als Zweiter und Dritter waren um mehrere Minuten schneller.

Uhlig: "Es ist wirklich ein Traum, hier zu laufen"

Vor allem die jubelnden Zuschauermassen auf den Tribünen im Biathlon- und Langlauf-Komplex "Laura" begeisterten Uhlig, den armbehinderten Langläufer. "Es ist wirklich ein Traum, hier zu laufen. Wenn man hier ins Stadion rein läuft, hört man die Menschenmenge schreien. Das macht richtig, richtig Spaß. Das ist einfach ein Highlight", stellte er fest.

Auch im Rosa-Chutor-Alpinzentrum war bei gleißendem Sonnenschein und frühsommerlichen Temperaturen kaum ein Sitzplatz frei. Das Internationale Paralympische Komitee (IPC) vermeldete mit 292.000 verkauften Eintrittskarten einen Rekordwert. Die bisherige Bestmarke von den Spielen vor vier Jahren in Vancouver wurde damit schon nach drei Wettkampftagen um 62.000 Tickets übertroffen.

Mehrere Stürze bei der Abfahrt

Inmitten der alpinen Fan-Schar drückte Anna Schaffelhubers Mutter Beate ihrer Tochter die Daumen und schaute angesichts der beklemmenden Sturzserien mit bangen Blicken auf den risikoreichen Hang. Als die 21-Jährige dann sicher und als Schnellste im Ziel war, fiel ihr ein Stein vom Herzen. "Ich bin erleichtert ohne Ende. Ich hatte so einen Bammel, wenn man die Stürze von der Abfahrt am Wochenende gesehen hat, ich war morgens schon fix und fertig", sagte sie, nachdem sie ihre Tochter in die Arme genommen hatte.

Ganz unbegründet waren die Sorgen nicht. Denn Schaffelhubers Konkurrentinnen Alana Nichols und Stephani Victor aus dem Team der USA überschlugen sich nach Fahrfehlern und mussten mit dem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus gebracht werden. Sie seien "bei Bewusstsein und ansprechbar", teilte die Mannschaftsleitung mit.

DBS-Präsident: "Sie kann eine ganz Große werden"

Mit ihrem zweiten Sieg ist Anna Schaffelhuber nun auch Gold-Favoritin für die folgenden drei Wettbewerbe Super-Kombination, Slalom und Riesenslalom. Sollte sie dort gewinnen, würde ihr mit fünfmal Gold bei einer Veranstaltung das gleiche Kunststück gelingen wie 2010 der Alpinen Lauren Woolstencroft aus Kanada sowie Verena Bentele im Biathlon und Langlauf. "Das wäre schon richtiger Wahnsinn. Es erscheint mir aber momentan absolut undenkbar", sagte sie nach der Medaillenzeremonie am Abend. Friedhelm Julius Beucher, Präsident des Deutschen Behindertensportverbandes (DBS), traut ihr den Coup zu: "Jetzt geht alles. Sie kann eine ganz Große werden."

Während für Anna Schaffelhuber jede weitere Medaille eine glänzende Zugabe ist, gerät Andrea Rothfuss unter Erfolgsdruck. Zwei Starts, zweimal raus - die armbehinderte Atheltin enttäuschte einmal mehr. "Sie sollte jetzt aufwachen und ihre Chancen in den verbleibenden drei Rennen wahrnehmen", forderte Alpin-Bundestrainer Justus Wolf.

Start von Andrea Eskau weiterhin fraglich

Einen Tag nach ihrem Asthmaanfall war weiterhin unklar, ob Andrea Eskau am Dienstag im Biathlon über zehn Kilometer starten kann. Eine Entscheidung wird nach Auskunft von Karl Quade, Chef de Mission der deutschen Mannschaft, erst kurzfristig fallen. "Jetzt kann man weder ab- noch zusagen", sagte der Teamleiter.

Anzeige 
Jobs in der Sportbranche

Finden Sie jetzt interessante Jobs in der Sportbranche. Jobsuche starten

Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.
Neue Kommentare laden
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Video des Tages
Gezielter Schlag 
Hit im Netz: Mit seinem Hund darf sich niemand anlegen

Känguru hält den Vierbeiner im Schwitzkasten, das Herrchen schreitet ein. Video

Anzeige

Shopping
Shopping
38 % sparen: Boxspringbett inkl. Topper für nur 499,- €

Traumhaft und erholsam schlafen auf 180x200 cm - jetzt zum reduzierten Preis bei ROLLER.de.

tchibo.deOTTObonprix.deESPRITC&ACECILzalando.dedouglas.deKlingel.de
Sport von A bis Z

Anzeige
shopping-portal