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Turn-Verband: Kein Fehlverhalten von Wernjajew

21.03.2014, 13:23 Uhr | dpa

Turn-Verband: Kein Fehlverhalten von Wernjajew. Oleg Wernjajew wurde zur Höchststrafe verdonnert.

Oleg Wernjajew wurde zur Höchststrafe verdonnert. Foto: Marijan Murat. (Quelle: dpa)

Berlin (dpa) - Fabian Hambüchen ist heiß auf das Duell mit Oleg Wernjajew. "Das ist der Ernstfall. Wir tragen unseren Kampf in der Halle aus", kündigte der Deutsche vor dem Auftakt-Duell seiner KTV Obere Lahn in der Deutschen Turn-Liga gegen die TG Saar mit dem ukrainischen Weltklasse-Turner an.

Wernjajew hatte in den zurückliegenden Wochen die Gremien der DTL beschäftigt, weil er für die bevorstehende Saison nicht nur in Saarbrücken, sondern auch bei Ex-Meister KTV Straubenhardt einen Vertrag unterzeichnet hatte.

Da die Badener seine Startkarte vordatierten, um die Saarländer auszuschalten, hatte die Liga die Straubenhardter mit der höchsten Strafe seit DTL-Gründung belegt. "Die Geldstrafe ist völlig in Ordnung. Ein Punktabzug hätte die Turner bestraft, die mit der Sache gar nichts zu tun haben", sagte Fabian Hambüchen der Nachrichtenagentur dpa. Sein Vater und Trainer Wolfgang Hambüchen sieht das ähnlich. "Es scheint da keine böse Absicht von Wernjajew vorzuliegen. Ich vermute dahinter kein System", sagte er. "Aber vielleicht wäre es für die DTL einfacher gewesen, sich mit den betreffenden Vereinen an einen Tisch zu setzen, um die Sache aus der Welt zu schaffen", meinte er.

Am Freitag teilte auch die DTL mit, sie sehe kein Fehlverhalten des Ukrainers. Nach eingehender Prüfung aller Unterlagen gebe es keine Hinweise, dass zwischen Straubenhardt und dem Turner ein Vertragsverhältnis bereits im August 2013 bestanden habe. Auch lieferte die erweiterte Prüfung keine Hinweise, die in dem "Startkarten-Fall" auf eine vorsätzliche Manipulation oder gravierendes Fehlverhalten Wernjajews schließen ließen. "Die anderslautende Einlassung der KTV Straubenhardt in dieser Sache ist für die DTL nach der Faktenlage nicht nachvollziehbar", hieß es in einer Pressemitteilung.

Fabian Hambüchen freut sich nun auf den Saison-Einstieg mit dem reizvollen Duell gegen Wernjajew, der ihn zuletzt beim Mehrkampf-Weltcup in Stuttgart auf Platz zwei verwies. "Er turnt ein Riesenprogramm. Wenn er das durchbringt, ist er schwer zu bezwingen. Aber in der Liga muss man gut taktieren, damit es so viel wie möglich Punkte gibt. Und das war bisher unsere Stärke. Das wird Highlife", meinte der Student der Sporthochschule Köln, der sich momentan in den Semesterferien befindet. Wegen eines Trainingsaufenthalts in Japan nach dem Weltcup-Finale in Tokio (5. April) wird er auch erst mit einer Woche Verspätung wieder ins neue Semester einsteigen.

Wernjajew hatte schon am Rande des Challenge Cups in Cottbus die Verantwortung für die DTL-Strafe an Straubenhardt abgelehnt. "Ich habe mich mit beiden Vereinen geeinigt. Dieses Jahr starte ich für die TG Saar. Was kommende Saison passiert, ist völlig offen", antwortete er ausweichend. Er räumte aber ein, alle Verhandlungen selbst geführt zu haben.

Auch zur angespannten politischen Situation in seiner Heimat angesichts der Krim-Krise wollte sich der Ukrainer nicht äußern. "Ich rede nur über Sport, nicht über Politik. Wichtig ist, dass unsere Riege vor der EM im Mai nicht weiter zerfällt", äußerte der EM-Dritte Sorge, nachdem in Mehrkämpfer Nikola Kuksenkow (nach Russland) und Barren-Europameiser Oleg Stepko (Aserbaidschan) zuletzt zwei ukrainische Ausnahme-Turner die Länder gewechselt hatten.

Die DTL will aus dem spektakulären Fall weitere Lehren ziehen. "Obwohl unser Kontrollsystem gut gegriffen hat, beschloss die DTL zeitnah zusätzliche Maßnahmen, um Manipulationsmöglichkeiten bei Turnertransfers noch weiter einzuschränken und zu erschweren", bestätigte der DTL-Vorstandsvorsitzende Ralf Neumann.

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