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Spielbericht  

Werder landet Befreiungsschlag in Hannover

30.03.2014, 19:34 Uhr | dpa

. Edgar Prib von Hannover 96 (li.) und Werders Zlatko Junuzovic (Quelle: dpa)

Edgar Prib von Hannover 96 (li.) und Werders Zlatko Junuzovic beharken sich. (Quelle: dpa)

Mit einem Last-Minute-Tor durch Sebastian Prödl hat Werder Bremen den Befreiungsschlag im Bundesliga-Abstiegskampf geschafft, Hannover 96 dagegen muss mehr denn je zittern. Durch den 2:1 (1:0)-Sieg im Nordderby kletterte Werder auf Platz zwölf, Hannover hat Tabellen-13. weiterhin fünf Punkte Rückstand auf den VfB Stuttgart auf dem Relegationsplatz 16.

Zunächst hatte Hannovers Szabolcs Huszti (43.) den Spielverlauf kurz vor der Pause auf den Kopf gestellt und vor 49.000 Zuschauern mit einem direkten Freistoß zur überraschenden Führung der Gastgeber getroffen. Der Ausgleich gelang Bremens Franco di Santo (57.), ehe Prödl per Kopfball den wichtigen Sieg sicherte. "Wir haben ein richtig gutes Spiel gemacht und verdient gewonnen", sagte Werder-Manager Thomas Eichin. "Wir haben Moral bewiesen", freute sich Kapitän Clemens Fritz.

Werder nimmt den Kampf an

Werder kämpfte, Werder spielte - doch das Team von Trainer Robin Dutt nutzte seine Chancen zunächst nicht. Und so kam es, wie es oft kommt im Fußball: 96 ging in Führung. "Das Tor ist das einzig Gute am Spiel. Ansonsten war es eine extrem schlechte Leistung von uns", sagte Hannovers Sportdirektor Dirk Duffner bei Sky und stellte in schonungsloser Offenheit fest: "Damit können wir in keinster Weise zufrieden sein."

Denn die Bremer spielten überraschend sicher und zielstrebig nach vorne. Auch kämpferisch bestimmten die Gäste über weite Strecken das Geschehen. Sebastian Prödl (8.), Kapitän Clemens Fritz (13.), Philipp Bargfrede (15.) und Eljero Elia (17.) vergaben guten Möglichkeiten. Hannover wirkte nach den beiden klaren Niederlagen gegen Hoffenheim und Dortmund völlig verunsichert, verlor fast jeden Zweikampf. Wäre Torwart Zieler nicht gewesen, wer weiß, wie das Spiel gelaufen wäre. 38 mal war er vor der Pause am Ball, mehr als jeder andere aus seinem Team.

Auf der anderen Seite war es Schlussmann Raphael Wolf, der beim Freistoß keine gute Figur machte. Huszti fand die Lücke in der schwach gestellten Mauer und traf ins rechte Eck. Trainer Tayfun Korkut hatte gefordert: "Entschlossener, leidenschaftlicher und aggressiver" als zuletzt aufzutreten.

Nach der Pause gab Hannover den Raum nicht mehr kampflos her. Deshalb kam Werder mit einem Konter zum Ausgleich. Elia hatte sich auf der linken Seite durchgesetzt, auf die Santo geflankt. Und der Argentinier ließ Zieler keine Chance. Danach wurde das Spiel besser, Derby-Stimmung kam auf. Werder war näher dran am Führungstor. Di Santo (59.) vergab nach einem Konter. Nach einer Junuzovic-Ecke traf dann aber Prödl und bei Werder war alles wieder gut.

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