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Formel 1: Sebastian Vettel plant Angriff auf Mercedes

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"Vorzeichen sind gut"  

Sebastian Vettel plant Attacke auf die Silberpfeile

02.04.2014, 13:50 Uhr | dpa

Formel 1: Sebastian Vettel plant Angriff auf Mercedes. Sebastian Vettel (re.) will Nico Rosberg und Co. in Bahrain nass machen. (Quelle: imago/LAT Photographic)

Sebastian Vettel (re.) will Nico Rosberg und Co. in Bahrain nass machen. (Quelle: LAT Photographic/imago)

Selbst Mercedes staunte nach dem dritten Platz von Sebastian Vettel beim Rennen in Malaysia über die rasante Aufholjagd des Weltmeisters. "Vor vier Wochen, beim letzten Testtag, war Red Bull noch im Nirgendwo", sagte WM-Spitzenreiter Nico Rosberg. Kein Wunder, dass beim viermaligen Champion Vettel vor dem dritten Saisonlauf am Sonntag in Bahrain die Zuversicht zurückgekehrt ist. Die bislang so starken Silberpfeile sollen es nicht mehr ganz so einfach haben. "Wir setzen sie jetzt schon unter Druck, die Vorzeichen sind gut", erklärte der Titelverteidiger.

Das Formel-1-Niemandsland passt nicht zum Anspruch von Red Bull. Vettel will da möglichst schnell raus. Nach zwei Siegen in Sakhir nacheinander will Vettel nun den dritten Streich schaffen. "Es läuft noch nicht rund, es ist noch viel zu tun", räumt der 26-Jährige ein. Auch sein vom Pech verfolgter Teamkollege Daniel Ricciardo will nach oben. Genau wie Ferrari mit seiner Weltmeister-Paarung Fernando Alonso und Kimi Räikkönen. Kein Podiumsplatz nach den beiden Auftaktrennen - viel zu wenig für die Scuderia.

Red Bull macht Druck auf Renault

Red Bull sollen auf der Aufholjagd vor allem Fortschritte beim Antriebsstrang helfen. "Die Hauptlast liegt auf Renault, dass der Motor standfest wird, dass die Software funktioniert und dass die Power kommt", forderte Motorsportberater Helmut Marko. "Wenn Renault in zwei bis drei Monaten keine merkliche Besserung zustande kriegt, werden wir definitiv über eine Alternative reden", zitierte die "Bild"-Zeitung Marko.

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Die hervorragende Entwicklungsleistung von Red Bull war schon in der Vergangenheit eine der Stärken des Rennstalls, der über üppige Ressourcen verfügt. "Man muss wirklich aufpassen, wie schnell die Entwicklung bei ihnen weitergeht", warnte Mercedes-Teamkontrolleur Niki Lauda. "Red Bull wird zurückkommen, da bin ich sicher", urteilte auch Silberpfeil-Motorsportchef Toto Wolff.

Ausruhen kommt nicht in Frage

Ihre Führungsposition wollen Lewis Hamilton und Nico Rosberg nicht hergeben. Zufriedenheit vor dem Nachtrennen wäre Gift. "Es ist ein guter Beginn, aber wir können es uns nicht leisten, uns auszuruhen", mahnte Wolff. "Ich möchte die Arbeit aller im Team in Stuttgart, Brackley und Brixworth damit keinesfalls herunterspielen, aber jeder Vorteil, den wir jetzt vielleicht noch genießen, lässt sich nur bis zum Ende des Jahres halten, wenn wir weiter hart arbeiten."

Das Wiedererstarken von Red Bull und Vettel nach dem Testdesaster vor Saisonbeginn ist Warnung genug. "Das war ein guter Weckruf", erklärte Wolff trotz des ersten Doppelerfolgs in der neuen Silberpfeil-Ära am vergangenen Wochenende. Die Statistik ist nur eine Momentaufnahme, selbst wenn sie für Mercedes gut aussieht: Rosberg ist mit 43 Punkten Spitzenreiter der Fahrertabelle, Hamilton mit 25 Zählern Zweiter.

Ferrari schon unter Zugzwang

Für Ferrari scheint der Weg an die Spitze weit. Technikchef James Allison kündigte zwar eine "Weiterentwicklung an allen Fronten" an. Doch Alonso rechnet wohl erst für die nachfolgenden Rennen in China und Spanien mit einem klaren Schritt nach vorne. "Leider sehe ich da nicht so viele Möglichkeiten, Veränderungen herbeizuzaubern", sagte der zweimalige WM-Champion mit Blick auf die kurze Pause zwischen dem Lauf von Malaysia und dem Rennen in dem arabischen Königreich. Einmal mehr will die Formel 1 die politisch brisante Situation in Bahrain ausblenden.

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Unter Zugzwang sieht sich Teamchef Stefano Domenicali. Die Scuderia müsse Alonso und Räikkönen "das bestmögliche Auto" liefern, verlangt der Italiener. "Das brauchen wir dringend, und es muss sehr früh passieren."

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