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F1 diskutiert über Regeln  

Trotz Ermahnung: Vettel-Kritik zeigt Wirkung

05.04.2014, 12:06 Uhr | sid

Trotz Ermahnung: Vettel-Kritik zeigt Wirkung. Sebastian Vettel ist kein Freund der neuen Formel-1-Regeln. (Quelle: dpa)

Sebastian Vettel ist kein Freund der neuen Formel-1-Regeln. (Quelle: dpa)

Sebastian Vettel hat sich für seine Kritik an der neuen Formel 1 bereits eine Ermahnung durch den FIA-Präsidenten eingehandelt. Jean Todt hatte einen Brief an den Weltmeister mit einer klaren Botschaft geschickt: Der Weltmeister möge sich zurückhalten in seiner deutlichen Kritik an der "neuen" Formel 1 und ihren leiseren Motoren.

Doch der Weltmeister steht nicht alleine da. Am Wochenende diskutieren die Mächtigen des Motorsports über die vorgenommenen Änderungen.

Vettel: "Es wäre nicht richtig, sich zu verstellen"

Übereinstimmenden Medienberichten zufolge schrieb Todt, dass es dem Image der Königsklasse schade, wenn Vettel den Motorenklang öffentlich als "scheiße" bezeichne. Weder Red Bull noch die FIA wollten dies kommentieren.

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"Es wäre nicht richtig, sich zu verstellen", rechtfertigte sich Vettel vor dem Großen Preis von Bahrain. Die Reaktion dürfte ihn zudem kaum überrascht haben. Der Weltmeister hat sich mittlerweile einen Ruf als Wortführer der Formel 1 erworben. Er weiß genau, was er sagt, und wie das Gesagte wirkt.

Ecclestone und di Montezemelo auf Vettels Seite

Zwei ganz Großen des Sports dürfte gut gefallen haben, was da aus dem Fahrerlager von Malaysia um die Welt ging. Formel-1-Boss Bernie Ecclestone wettert seit Monaten gegen die umfangreichen Regeländerungen durch den Weltverband. Im Mittelpunkt stehen die verbrauchsärmeren und deutlich geräuschreduzierten Hybrid-Turbomotoren. Der 83-Jährige hat Angst, dass das Interesse an seiner Königsklasse in den Keller geht, weil der Unterhaltungswert fehle. Auch Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo gefällt die sparsamere Formel 1 nicht besonders.

Ferrari veröffentlichte zuletzt sogar eine - allerdings nicht repräsentative - Umfrage, wonach 83 Prozent ihrer Fans die Neuerungen ablehnen würden.

Der Ton macht die Musik

Ecclestone und di Montezemolo treffen in Bahrain nun auf Todt, es ist ein politischer Machtkampf zur Wahrung eigener Interessen. In der Dreierrunde sollen Probleme diskutiert und mögliche Lösungen erörtert werden. Auch Vettel begrüßt diesen Plan. "Ich habe da ja nichts zu entscheiden", sagte der 26-Jährige, "aber wenn Herr Todt mal hier ist, macht es sicher Sinn, ein paar Dinge zu besprechen."

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Der viermalige Weltmeister hatte seine anhaltende Kritik zuvor in erster Linie auf den Sound der Motoren bezogen. "Die Autos müssen Biester sein, die uns Fahrern Respekt einjagen und gezähmt werden müssen", sagte Vettel im Gespräch mit "Auto Bild Motorsport". Dies sei bei den neuen Motoren nicht mehr so.

"Die Autos sind zu langsam"

Neben dem weniger aggressiven Klang gibt es weitere Kritikpunkte, die ebenfalls messbar sind. "Die Autos sind zu langsam", sagte etwa Fernando Alonso. Der Fahrspaß würde gemindert, bemängelte der Ferrari-Pilot.

Die Gründe für die Tempodrosselung sind vielschichtig. So ist der Spritfluss auf 100 Kilogramm pro Stunde begrenzt, das raubt den Autos mögliche Leistung. Die Begrenzung verhindert zudem, dass die Piloten attackieren, wann sie wollen - sie müssen sich ihre Ration einteilen. Zudem liefert Pirelli in diesem Jahr verhältnismäßig harte Reifen, in den Kurven fehlt daher Grip und damit Geschwindigkeit.

Schnelle Konsequenzen unwahrscheinlich

All dies ist nun ein Thema. Ecclestone, Todt und di Montezemolo zerren hinter den Kulissen an der Formel 1. Während der Saison wird es vermutlich keine erneuten Regeländerungen geben. Dafür wäre die Zustimmung aller Teams nötig.

Deshalb wirbt sogar der kritische Alonso für ein wenig Geduld. "Natürlich müssen wir eine bessere Show bieten", sagt der Vizeweltmeister, "aber wir müssen jetzt erstmal überlegen, wie das möglich ist. Und der Sache ein bisschen mehr Zeit geben."

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