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Ferrari steckt nach Bahrain-Rennen in einer Krise

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"Das ist schmerzhaft"  

Die Krise bei Ferrari verschärft sich

07.04.2014, 09:27 Uhr | t-online.de

Ferrari steckt nach Bahrain-Rennen in einer Krise. Ausgebremst: Die Ferrari-Piloten Fernando Alonso (vorne) und Kimi Räikkönen beim verkorksten Rennen in Bahrain. (Quelle: dpa)

Ausgebremst: Die Ferrari-Piloten Fernando Alonso (vorne) und Kimi Räikkönen beim verkorksten Rennen in Bahrain. (Quelle: dpa)

Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo war extra angereist, um sein Team beim Großen Preis von Bahrain mit seiner Präsenz zu unterstützen. Zunächst fieberte er noch in der Box mit, dann aber wurde seine Gesichtsfarbe von Runde zu Runde blasser, seine Miene nachdenklicher. Mehr als die Plätze neun und zehn durch Fernando Alonso und Kimi Räikkönen waren am Ende nicht drin - das hatte sich der Chef ganz anders vorgestellt.

"Mir gefällt es nicht, Ferrari in dieser Verfassung zu sehen. Es ist schmerzhaft", nörgelte di Montezemolo nach dem Rennen und brachte die Situation auf den Punkt: Die Scuderia steckt nach dem dritten Saisonrennen mehr denn je in der Krise und dümpelt im Mittelmaß herum. Bislang gelang noch kein Podestplatz, das Auto ist im Vergleich zur Konkurrenz einfach nicht schnell genug. Es fehlt an Power und Abtrieb.

Selbst Williams und Force India sind schneller

Besonders deutlich wurde das auf der Vollgasstrecke in Bahrain, wo selbst Williams und Force India an den roten Rennern vorbeirasten. Und vom Überflieger-Team Mercedes, das den zweiten Doppelsieg in Folge feierte, ist Ferrari derzeit Welten entfernt. Wie auch von dem Traum, nach 2007 endlich wieder Weltmeister zu werden.

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"Die Plätze neun und zehn entsprechen zurzeit der Realität", sagte ein enttäuschter Alonso. "Ich habe hier dreimal gewonnen. Ich habe doch nicht vergessen wie es geht. Auch Kimi hatte schon viele Erfolge", stellte der Spanier ernüchternd fest.

Räikkönen: "Sehr schwierig derzeit"

Apropos Räikkönen: Bei dem Finnen entlud sich der Frust schon während des Rennens, als er auf Funkanweisungen aus der Box entweder gar nicht oder mürrisch reagierte. Hinzu kamen noch Rempler mit McLaren-Pilot Kevin Magnussen und einem Toro Rosso, wodurch die Stimmung auf den Nullpunkt rutschte.

Räikkönen wollte aber die Beinahe-Unfälle gar nicht erst als Entschuldigung für sein schwaches Abschneiden anführen, sondern nahm gleich sein Team in Pflicht. "Es ist sehr schwierig derzeit. Wir brauchen mehr Abtrieb und vor allem mehr PS“, sagte er.

Updates müssen schnell her

Die Hoffnung auf bessere Zeiten haben Alonso und Räikkönen aber noch nicht aufgegeben. Schließlich hat Alonso mit seinen vierten Plätzen in Australien und Malaysia bewiesen, dass das Auto nicht völlig unterlegen ist.

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Allerdings müssen die Updates schnell her, um noch ein realistische Chance im WM-Kampf zu haben. "Wir wissen, was zu tun ist“, sagte Räikkönen. Und Alonso ergänzte: "Ich werde nicht sagen, dass die WM verloren ist, bis es mathematisch soweit ist."

"Wir arbeiten Tag und Nacht"

Ferrari hat nun bei den Tests in Bahrain unter der Woche die Chance, das Auto konkurrenzfähig zu machen. "Der Präsident kann sich sicher sein, dass wir Tag und Nacht arbeiten, um die Situation zu verbessern - niemand hier ist zufrieden", betonte Alonso.

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Zarte Hoffnungen ruhen auf den beiden kurvenreicheren nächsten Rennen in China und Spanien, die der Scuderia mehr liegen dürften. Montezemolo wird genau hinschauen. Und wenn es sein muss, auch wieder an der Strecke.

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