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Hannover verschärft Hamburgs Abstiegssorgen

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Spielbericht  

Hannover verschärft Hamburgs Abstiegsnot

12.04.2014, 17:36 Uhr | dpa

Hannover verschärft Hamburgs Abstiegssorgen. Hannovers Leonardo Bittencourt im Laufduell mit Hamburgs Tolgay Arslan (Quelle: dpa)

Hannovers Leonardo Bittencourt im Laufduell mit Hamburgs Tolgay Arslan (Quelle: dpa)

Mirko Slomka hat bei der Rückkehr nach Hannover eine weitere Auswärtsniederlage kassiert und muss mit dem Hamburger SV mehr denn je um den Klassenerhalt bangen.

Der in der Hinrunde noch bei 96 auf der Bank sitzende Fußball-Lehrer unterlag mit den Hamburgern vor 49.000 Zuschauern mit 1:2 (0:1). 

Die besonders in der ersten Halbzeit erschreckend schwachen Hanseaten liegen dadurch in der Tabelle nunmehr fünf Punkte hinter den Hannoveranern, die sich im Abstiegskampf etwas Luft verschafften. Für die überraschend starken 96er trafen Lars Stindl (9.) und Didier Ya Konan (86.). Für den enttäuschenden HSV erzielte Hakan Calhanoglu (48.) das Tor. 

Hannover nimmt das Heft in die Hand

Für Slomka war es die Fortsetzung einer ungewöhnlichen Serie. Der 46-Jährige hat alle Auswärtsspiele der laufenden Saison verloren, zunächst acht mit Hannover 96, nun auch noch vier mit seinem neuen Verein.

Die 96-Fans hatten den seit vielen Jahren in Hannover lebenden Coach reserviert, aber ohne Pfiffe empfangen. Anschließend sah der langjährige 96-Coach, wie sein ehemaliger Klub von Beginn an Druck machte und seinen derzeitigen Verein in die Defensive drückte. Der HSV kam nur ganz selten in den Strafraum der Niedersachsen, wo die Abwehr ohne den rot-gesperrten Andre Hoffmann und den verletzten Sebastien Pocognoli sicher stand. 

HSV-Defensive hat alle Mühe

Trotz der peinlichen Pleite im Niedersachsen-Derby gegen Schlusslicht Braunschweig wirkte die 96-Mannschaft überhaupt nicht verunsichert. Hannover attackierte stattdessen früh im Mittelfeld und spielte schnell nach vorne.

Vor allem Stindl, den Slomka-Nachfolger Tayfun Korkut als hängende Spitze auflaufen ließ, stellte die Hamburger vor große Probleme. Nach zwei guten Versuchen mit dem Fuß traf der Kapitän nach einer Flanke von Edgar Prib, der für den gelb-gesperrten Szabolcs Huszti auflief, mit einem schönen Kopfball zur frühen Führung. 

Adler hält Hamburg im Spiel

Vorteile besaßen die Gastgeber besonders im Mittelfeld, wo sie die entscheidenden Zweikämpfe meistens gewannen. Die HSV-Abwehr mit dem letztjährigen 96-Innenverteidiger Johan Djourou hatte dadurch reichlich zu tun. Der einige Male ausgepfiffene Djourou machte dabei noch den besten Eindruck in der Hamburger Abwehrreihe, in der Heiko Westermann schon nach 17 Minuten verletzt ausfiel. 

Die starken Hannoveraner versäumten es allerdings in der ersten Halbzeit, ein Tor nachzulegen. Pech hatten sie dabei insbesondere bei einem Schuss von Leonardo Bittencourt (32.), der an den linken Pfosten des Hamburger Tores klatschte. Zudem spielte Keeper René Adler als einziger HSVer richtig stark und parierte in beiden Halbzeiten bei guten Chancen der 96er, die mit zunehmender Spieldauer vorsichtiger wurden. Chancenlos war er beim Treffer von Ya Konan, der nach Vorlage von HSV-Leihgabe Artjoms Rudnevs abstaubte. 

Schlüsselspieler enttäuschen

Der von Slomka als "Schlüsselspieler" auserkorene Rafael van der Vaart spielte in Hannover wieder einmal enttäuschend. Der 31 Jahre alte Niederländer war als zentraler Mittelfeldspieler für den Spielaufbau vorgesehen, konnte sich oder seine Mitspieler aber nicht in Szene setzen und wurde zur Halbzeit ausgewechselt. 

Slomka brachte den Regionalliga-Spieler Mattia Maggio als zweite Spitze und schickte Hakan Calhanoglu ins zentrale Mittelfeld. Der türkische Nationalspieler war deutlich besser, nicht nur wegen seines Freistoßtores. Zuvor hatte Jacques Zoua für den erneut fehlenden Torjäger Pierre-Michel Lasogga 45 Minuten alleine im Sturmzentrum gespielt und vergeblich auf gute Anspiele gewartet. 

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