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SC Freiburg dreht turbulentes Spiel gegen Borussia Mönchengladbach

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Spielbericht  

Freiburg dreht turbulentes Spiel gegen Gladbach

19.04.2014, 17:33 Uhr | dpa

SC Freiburg dreht turbulentes Spiel gegen Borussia Mönchengladbach. Freiburgs Christian Günter (li.) im Kopfballduell mit Gladbachs Raffael (Quelle: dpa)

Freiburgs Christian Günter (li.) im Kopfballduell mit Gladbachs Raffael (Quelle: dpa)

Der SC Freiburg darf sich auf eine weitere Saison in der Bundesliga einrichten. Dank einer fulminanten zweiten Hälfte gegen Champions-League-Aspirant Borussia Mönchengladbach holte die Mannschaft von Christian Streich beim 4:2 (0:1) ihren fünften Sieg aus den vergangenen sieben Partien und hat mit nun 35 Punkten ein komfortables Polster. Das zunächst drückend überlegene Team von Coach Lucien Favre musste hingegen nach drei Begegnungen ohne Niederlage einen bitteren Rückschlag hinnehmen.

Patrick Herrmann (9. Minute) brachte die anfangs taktisch überlegen auftretenden Gäste mit seinem fünften Saisontreffer in Führung. Admir Mehmedi (51.) sorgte vor 24.000 Zuschauern mit seinem zehnten Tor für den überraschenden Ausgleich, ehe Oliver Sorg (71.) mit einem furiosen Fernschuss und Vladimir Darida (72.) das Spiel vollends drehten. Die Schlusspunkte setzten wieder Mehmedi (87.) und auf der Gegenseite Havard Nordtveit (89.).

Freiburg durfte sich zudem bei Schlussmann Oliver Baumann (65.) bedanken, der einen Foulelfmeter von Filip Daems entschärfte. Vier Minuten später musste Gladbachs Granit Xhaka wegen wiederholten Fouls sogar mit Gelb-Rot vorzeitig zum Duschen.

SC im ersten Durchgang harmlos

Zunächst lief für das Favre-Team alles nach Plan. Nach nur neun Minuten überwand Granit Xhaka mit einem weiten Ball aus der eigenen Hälfte die Freiburger Deckung. Edeltechniker Juan Arango leitete die Vorlage von der linken Gladbacher Seite mustergültig auf Herrmann weiter, der einen Schritt schneller als SC-Verteidiger Christian Günther war und locker zur Führung einnetzte.

Für die Freiburger wirkte das Gegentor nur wie ein kleiner Weckruf. Sie zeigten sich im Vorwärtsgang zwar vorübergehend entschlossener, die Borussia ließ den Ball aber wesentlich besser laufen. Auf den letzten Metern fehlte dem SC durchgehend die nötige Präzision.

Gladbach lässt beste Chancen aus

Gleich zweimal verpasste Raffael dann aus bester Position das 2:0. Nach einem Doppelpass zwischen dem früheren Freiburger Max Kruse und Kapitän Daems verfehlte der Brasilianer (26.) von der Strafraumgrenze knapp das Tor. Vier Minuten später vertändelte Raffael eine Chance fahrlässig, als Julian Schuster für den schon geschlagenen Keeper Oliver Baumann auf der Torlinie retten konnte.

Den Klassenverbleib zum Greifen nahe agierten die Breisgauer viel zu verhalten. Den taktisch hervorragenden Gästen genügten gezielte Kombinationen und schon herrschte Gefahr vor Schlussmann Baumann. Xhaka (41.) verzog vor der Pause schließlich nur knapp. Nur sehr wenig deutete auf ein Freiburger Comeback hin.

Freiburg entscheidet das Spiel per Doppelschlag

Im Einbahnstraßen-Fußball ging es nach dem Wechsel erstmal weiter. Erst ließ Raffael (48.) eine weitere Gelegenheit ungenutzt, dann hätte Immanuel Höhn (49.) mit einem Rückpass aus rund 30 Metern seinen Torwart Baumann fast bloßgestellt. Eine Unaufmerksamkeit in der Borussia-Defensive genügte jedoch zum überraschenden Ausgleich. Eine scharfe Hereingabe von Jonathan Schmid verwandelte Mehmedi.

Für frenetischen Jubel unter den SC-Fans sorgte schließlich Baumann. Den Strafstoß von Daems nach einem ungeschickten Foul von Sorg hielt der 23-Jährige. Nach Gelb-Rot gegen Xhaka spielten die Breisgauer dann sogar die letzten 20 Minuten in Überzahl - und legten so richtig los. Sorg, Darida und erneut Mehmedi machten den SC-Dreier perfekt.

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