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Götterdämmerung  

Vettel vom eigenen Team vorgeführt

20.04.2014, 14:15 Uhr | sid, dpa, t-online.de

Vettel vom eigenen Team vorgeführt. Sebastian Vettel ist in der schwersten Krise seiner Karriere. (Quelle: dpa)

Sebastian Vettel ist in der schwersten Krise seiner Karriere. (Quelle: dpa)

Bei Sebastian Vettel wird der Frust immer größer. Obwohl Red Bull leichte Fortschritte macht, sprach die finstere Miene des Weltmeisters nach dem Großen Preis von China Bände. "Ich komme im Moment mit dem Bock noch nicht klar", sagte Vettel nach seinem fünften Platz. Noch nie in seiner Karriere wurde der 26-Jährige derart vorgeführt und das vom eigenem Team.

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Das Rennen in Shanghai hat nicht nur gezeigt, dass der Red Bull gegen Mercedes weiter chancenlos ist, sondern dass selbst der Kampf um das zweitbeste Team ein harter wird. Ferrari hat aufgeholt und ist in Person von Fernando Alonso sogar vorbeigezogen. Viel schlimmer ist jedoch, dass Vettel die Vorherschaft in seinem Team mehr und mehr zu verlieren scheint.

Majestätsbeleidigung

Teamkollege Daniel Ricciardo stahl dem viermaligen Champion wie schon in Bahrain die Show. Auf Anweisung seines Teams musste Vettel dem jungen Australier sogar freie Fahrt gewähren. Über den Boxenfunk wurde der 26-Jährige in der 25. Runde aufgefordert, den mit frischeren Reifen fahrenden Ricciardo passieren zu lassen: "Lass Daniel durch, bitte". Vettel wollte das nicht tun und fragte nach: "Auf welchen Reifen ist er?" "Medium, aber drei Runden frischer als deine", lautete die Antwort aus der Box, woraufhin Vettel auf Stur schaltete: "Dann Pech gehabt".

Nachdem Vettel den ersten Überholversuch Ricciardos noch abgewehrt hatte, ließ er ihm dann aber doch genug Platz zum Überholen. Der Australier allerdings war sich nicht sicher, ob Vettel ihm wirklich freiwillig Platz gemacht oder einen Fehler begangen hatte. Denn Vettels Bolide bremste auffällig stark ab.

Vettel: "Ich habe es zuerst nicht verstanden"

Wenn Ricciardo direkt, ohne kämpfen zu müssen, vorbeigekommen wäre, wäre er womöglich noch an Alonso vorbei aufs Podium gefahren. So musste er sich mit Platz vier zufrieden geben. Der Red-Bull-Neuling war nach dem Rennen jedoch um Frieden bemüht. "Ich kam nach einer Runde vorbei, also war es nicht so schlimm", sagte er artig.

"Ich habe es zuerst nicht verstanden", erklärte Vettel sein Verhalten, "dann wurde mir mehr und mehr klar, dass ich nicht genug Speed hatte, und ich musste einsehen, dass es wenig Sinn machte, dagegenzuhalten."

Ricciardo ist ein anderes Kaliber als Webber

Der Australier hat Vettel in dieser Saison schon öfter geschlagen. Er kommt mit dem neuen Auto einfach besser zurecht. Nach dem Überholmanöver konnte Vettel das Tempo des Australiers nicht mitgehen. Eine Schmach für den Seriensieger von einst, der knapp 25 Sekunden nach Ricciardo ins Ziel trudelte.

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Ricciardos Vorgänger und Landsmann, Mark Webber, hatte Vettel schnell gebrochen und im Griff, doch der Neue scheint eine härtere Nuss zu sein. Ricciardo zeigt keine Ehrfurcht, er rüttelt an der Vormachtstellung Vettels im Team und hat ihm nun schon zwei Mal nacheinander im Qualifying und im Rennen die Show gestohlen. Das passt Vettel gar nicht.

Lauda: "Er hat das Fahren verlernt"

Auch RTL-Experte und Mercedes-Chef Niki Lauda wunderte sich über die schwache Vettel-Vorstellung. "Er muss hart an sich arbeiten", urteilte der Ex-Weltmeister. "Er ist sehr verwöhnt aus der Vergangenheit. Er hat mit dem Auto das Fahren verlernt. Ricciardo kannte das Auto nicht, er nimmt es jetzt einfach und fährt damit. Das ist sein Vorteil."

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Vettel ging dann auch mit sich selbst hart ins Gericht. Der einstige Vorzeigefahrer weiß, dass er gerade einen schlechten Job abliefert. "Ich komme im Moment mit dem Bock noch nicht klar, ich kann aber nicht sagen, woran es liegt", sagte er. Während des ganzen Wochenendes hatte er beklagt, sich im Auto "nicht richtig wohl" zu fühlen.

Vettel: "Man kann das Fahren nicht verlernen"

Noch hat Vettel als Fünfter in der WM-Wertung mit 33 Punkten neun Zähler mehr gesammelt als Ricciardo, der in den ersten beiden Rennen jeweils eine Nullrunde hinlegte. Der Trend spricht also gegen Vettel. "Daniel kommt mit dem Auto besser klar, er hat einen super Job gemacht", sagte Red-Bull-Teamchef Christian Horner. "Es war eine sehr beeindruckende Fahrt von ihm. Bei Sebastian müssen wir bis Barcelona noch hart arbeiten."

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Ein Rüffel vom Chef. Das hat Vettel auch schon lange nicht mehr erlebt. Erstmals muss er nach seinem atemraubenden Aufstieg zur Nummer eins der Szene mit einer Krise fertig werden. Der Gegenwind bereitet dem Wunderkind Kopfzerbrechen. Doch ans Aufgeben denkt Vettel natürlich noch lange nicht: "Generell kann man das Fahren nicht verlernen."


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