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Boston-Marathon 2014 war von Emotionen geprägt

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Ein Jahr nach den Anschlägen  

Marathon in Boston von Emotionen geprägt

22.04.2014, 08:20 Uhr | dpa

Boston-Marathon 2014 war von Emotionen geprägt. Meb Keflezighi überquert nach 42,195 Kilometern als Erster die Ziellinie. (Quelle: dpa)

Meb Keflezighi überquert nach 42,195 Kilometern als Erster die Ziellinie. (Quelle: dpa)

Dieser Sieg hilft ein wenig, die Wunden zu heilen: Unter dem lautstarken Jubel seiner Landsleute hat Meb Keflezighi den 118. Boston-Marathon gewonnen und für den ersten US-Sieg seit 1983 beim ältesten Langstreckenklassiker der Welt gesorgt. Wo am 15. April 2013 zwei Bomben explodierten, drei Menschen starben und 264 verletzt und verstümmelt wurden, krönte Keflezighi in 2:08:37 Stunden ein grandioses Rennen. Bei den Frauen setzte sich die kenianische Titelverteidigerin Rita Jeptoo in dem neuen Streckenrekord von 2:18:57 Stunden durch.

"Ein phänomenaler Sieg. Es ging nicht um mich, sondern um die Leute hier. Ich habe alles für sie gegeben und sie haben mich auf den letzten Kilometern unglaublich unterstützt", sagte Keflezighi sichtlich ergriffen. Im Vorjahr war er Zuschauer und hatte den Zielbereich gerade verlassen, als die Bomben explodierten. Seit jenem Tag, so Keflezighi, habe er dieses Rennen gewinnen wollen.

Mit einer US-Fahne um die Schultern genoss er zwei Wochen vor seinem 39. Geburtstag den größten Triumph seiner Karriere. 2004 hatte er in Athen Olympia-Silber erlaufen und 2009 den New York-Marathon gewonnen. Doch dieser Sieg in Boston hat nicht nur für ihn eine größere Bedeutung.

Zwei Kenianer hinter Keflezighi

"Unglaublich", jubelten die Kommentatoren des US-Fernsehens, als Keflezighi die letzten Meter auf der Boylston Street absolvierte. Als der 38-Jährige auf die 500 Meter lange Zielgerade einbog, bekreuzigte er sich bereits, nach seinem Zieldurchlauf brach er in Tränen aus und fiel Greg Meyer in die Arme. Meyer hatte 1983 für den bislang letzten US-Sieg in Boston gesorgt.

Wilson Chebet aus Kenia wurde in 2:08:48 Zweiter, sein Landsmann Frankline Chepkwony kam mit zwei Sekunden Rückstand auf Rang drei.

Knapp zwei Minuten unter Streckenrekord

Die Titelverteidigerin war auf den 42,195 Kilometern von Hopkinton hinein ins Herz der Massachusetts-Metropole einmal mehr nicht zu schlagen. Nach 2006 und 2013 überquerte Jeptoo zum dritten Mal als Erste die blau-gelbe Ziellinie.

Ihre Siegeszeit von 2:18:57 Stunden bedeutete Streckenrekord und war deutlich schneller als die alte Bestmarke ihrer Landsfrau Maria Okayo von 2:20:43 Stunden aus dem Jahr 2002. Für ihren Sieg strich Jeptoo 150.000 Dollar ein, 25.000 weitere kamen für die Bestmarke hinzu.

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