Startseite
Sie sind hier: Home > Sport > Mehr Sport >

Ovtcharov Leader bei Tischtennis-WM: Finale gegen China

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Tischtennis  

Ovtcharov Leader bei Tischtennis-WM: Finale gegen China

25.04.2014, 11:49 Uhr | dpa

Ovtcharov Leader bei Tischtennis-WM: Finale gegen China. Die beiden deutschen Tischtennis-Stars Dimitrij Ovtcharov (l) und Timo Ball wollen gemeinsam China vom WM-Thron stoßen.

Die beiden deutschen Tischtennis-Stars Dimitrij Ovtcharov (l) und Timo Ball wollen gemeinsam China vom WM-Thron stoßen. Foto: Marius Becker. (Quelle: dpa)

Hannover (dpa) - Deutschlands Tischtennis-Stars Dimitrij Ovtcharov und Timo Boll haben einen lange Zeit kaum vorstellbaren Rollentausch vorgenommen. Erstmals seit 2001 führt nicht Ausnahmekönner Boll, sondern Europameister Ovtcharov die DTTB-Auswahl bei der Team-WM von Montag bis 5. Mai in Tokio an.

Mit vereinten Kräften wollen sie die scheinbar übermächtigen Chinesen erneut herausfordern. Die neue Hierarchie soll den Zusammenhalt im Europameister-Team, das 2004, 2010 und 2012 erst im Finale dem Rekordweltmeister unterlag, aber nicht beeinträchtigen.

"Timo hat das Team ein gutes Jahrzehnt geführt. Es macht mich stolz, dass ich jetzt vielleicht der stärkste Spieler im Team bin. Aber wir haben vier weitere fantastische Spieler in der Mannschaft", betonte Ovtcharov. Der 25 Jahre alte Hamelner, der für Fakel Orenburg in Russland spielt, hinterließ beim WM-Lehrgang in Düsseldorf physisch und psychisch einen starken Eindruck. Durch seine konstant guten Leistungen - unter aderem gewann er die German Open im Magdeburg - schob sich "Dima" auf Position vier der Weltrangliste.

Sein acht Jahre älterer Kumpel Boll ist hingegen auf Platz neun abgerutscht. Der Familienvater hat, bedingt durch Krankheit und Verletzungen, in diesem Jahr kein großes internationales Turnier bestritten. Seine Form ist die große Unbekannte. "Ich fühle mich fit, ein paar Prozent nach oben gehen noch", sagte der Düsseldorfer Bundesligaspieler. Die Siege in den Playoff-Spielen für seinen Club stimmen ihn zuversichtlich. "Das Spielgefühl ist da, die Erfahrung ist da und meine Spielübersicht kommt schnell", erklärte Boll.

Dennoch hätte der Rekord-Europameister gerne ein paar richtig harte Vergleiche gegen die besten Chinesen gehabt. Die Vorbereitung auf das WM-Turnier im Yoyogi National Gymnasium verlief professionell. Boll arbeitet seit Jahresbeginn mit einem persönlichen Fitnesstrainer in seinem Wohnort Höchst/Odenwald zusammen. "Das ist eine Kombination aus Fitnesstraining, Yoga, viel Rückengymnastik, Stretching und Ernährung. In allen Bereichen habe ich die Schraube etwas angezogen", berichtete der 33-Jährige. Das Resultat kann man sehen: "Seit vorigen November habe ich sieben, acht Kilo verloren."

Auch Kraftpaket Ovtcharov arbeitete an seiner Fitness. Er trainierte in einem Elektroanzug Kraft und Stabilisation. "Eine coole Sache, gelenkschonend, aber höchst anstrengend", meinte der Olympia-Dritte. Trotz aller Bemühungen bleibt China für ihn der Top-Favorit. "Die Chinesen sind stärker als wir, aber sie sind nicht weit weg von uns", beurteilte Ovtcharov die Chancen. "Es ist eine große Aufgabe, aber uns läuft irgendwo die Zeit davon. Wir haben jetzt die beste Generation, die wir vielleicht jemals hatten", erklärte Boll.

Auch Jörg Roßkopf verbreitete Hoffnung. "Jede Serie reißt einmal. Irgendwann wird eine andere Hymne gespielt", sagte der Bundestrainer. Er wollte sich aber noch nicht zu sehr mit dem möglichen Traumfinale am letzten WM-Tag beschäftigen. "China wird auf jeden Fall im Finale stehen. Wir müssen erst dort hinkommen", warnte er vor den fünf Gruppenspielen gegen Singapur, Dänemark, Kroatien, Hongkong und gegen die Ukraine. Die deutsche Auswahl ist gegen alle Gegner favorisiert, zumal in Patrick Franziska (Fulda), Patrick Baum (Düsseldorf) und Steffen Mengel (Frickenhausen) gute Leute für Position drei zur Verfügung stehen.

Die Damen des Deutschen Tischtennis-Bundes (DTTB) müssen auf ihre besten Spielerinnen verzichten. Die deutsche Meisterin Shan Xiaona und die Finalistin Han Ying sind in Tokio nicht spielberechtigt. Das Europameister-Team hat somit ein neues Gesicht. Bundestrainerin Jie Schöpp strebt gegen die Konkurrenz aus Asien dennoch das Viertelfinale an. "Wir haben jetzt diese Mannschaft und werden alles rausholen", versprach die Berliner Abwehrkünstlerin Irene Ivancan.

Das Aufgebot des Deutschen Tischtennis-Bundes:

Herren: Dimitrij Ovtcharov (Fakel Orenburg/Russland/25 Jahre), Timo Boll (Borussia Düsseldorf/33), Patrick Baum (Borussia Düsseldorf/26), Patrick Franziska (TTC Fulda-Maberzell/21), Steffen Mengel (TTC Frickenhausen/25) - Bundestrainer: Jörg Roßkopf (44)

Damen: Jiaduo Wu (TT Metz/Frankreich/36), Irene Ivancan (TTC Eastside Berlin/30), Kristin Silbereisen (TTC Eastside Berlin/29), Sabine Winter (SV Kolbermoor/21), Petrissa Solja (Linz-Froschberg/Österreich/20) - Bundestrainerin: Jie Schöpp (46)

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Video des Tages
Brutale Methode 
Therapie mit langer Nadel nichts für schwache Nerven

Diese Behandlung ist garantiert nichts für zartbesaitete Menschen. Video

Anzeige

Shopping
tchibo.deOTTObonprix.deESPRITC&ACECILzalando.dedouglas.deKlingel.de
Sport von A bis Z

Anzeige
shopping-portal