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Volleyball-Meister Berlin in Zugzwang

27.04.2014, 19:40 Uhr | dpa

Volleyball-Meister Berlin in Zugzwang. Der Berliner Robert Kromm versucht den Block von Friedrichshafen zu überwinden.

Der Berliner Robert Kromm versucht den Block von Friedrichshafen zu überwinden. Foto: Daniel Naupold. (Quelle: dpa)

Berlin (dpa) - Stelian Moculescu genoss den ersten Triumph ohne große Emotionen. "Es steht 1:0, das ist nur eine Zahl, die bis zum zweiten Spiel am Mittwoch gültig ist", erklärte der Trainer des VfB Friedrichshafen nach dem Auftaktsieg des Playoff-Finals um die deutsche Volleyball-Meisterschaft.

Der Rekordmeister hat als Herausforderer den Titelverteidiger Berlin Volleys mit einem 3:2 (14:25, 25:21, 25:21, 26:28, 15:13) gleich in Zugzwang gebracht. "Der VfB hat das clever gemacht", lobte Berlins Coach Mark Lebedew den Kontrahenten, der nach zwei Jahren Titelpause zum 13. Mal auf den nationalen Thron will.

Beide Teams lieferten sich vor 7247 Zuschauern wie schon so oft in den bisherigen 90 Duellen beider Clubs gegeneinander einen attraktiven Schlagabtausch auf Augenhöhe. Am Ende gaben die größere Angriffswucht der Gäste und ein überragender Punktesammler Ventceslav Simeonov den Ausschlag für den ersten von drei nötigen Siegen auf dem Weg zum Titel 2014. Das zweite Spiel in der Endspielserie "Best of Five" steigt am Mittwoch in Friedrichshafen. "Auf jeden Fall ist es möglich auszugleichen, es ist immer eng", sagte Lebedew.

Die Gastgeber dominierten den ersten Durchgang dank der starken Aufschläge des US-amerikanischen Zustellers Kawika Shoji und eines variableren Angriffsspiels. Im zweiten und dritten Durchgang zeigte sich der Rekordmeister vom Bodensee vor allem im Block verbessert, verringerte die eigenen Fehler, erhöhte den Aufschlagdruck und ging auch ohne den etatmäßigen Zuspieler Nikola Jovovic (Bauchmuskelzerrung) mit 2:1 in Führung. "Die Mannschaft hat unseren jungen Zuspieler Jan Zimmermann sehr gut unterstützt", betonte Moculescu: "Es lag schon einige Last auf ihm."

Wie schon im Pokalfinale, in dem Friedrichshafen die Berliner knapp geschlagen hatte, kämpften beide Teams verbissen um jeden Punkt. Berlin kam nochmals heran, wehrte im vierten Durchgang drei Matchbälle ab, verlor aber den Tiebreak knapp. "Wir hatten sehr viele Probleme mit der Annahme", gab VfB-Kapitän Max Günthör zu: "Zum Glück haben wir den ersten Satz, der bitter für uns war, wie schon im Pokalfinale schnell vergessen. Und wir haben uns den Heimvorteil zurückgeholt."

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