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Sebastian Vettel mahnt die Sicherheitsrisiken der Formel 1

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"Formel 1 noch immer nicht sicher"  

Vettel mahnt zum Todestag von Ayrton Senna

28.04.2014, 10:42 Uhr | dpa

Sebastian Vettel mahnt die Sicherheitsrisiken der Formel 1. Sebastian Vettel weiß um das Risiko seines Berufs. (Quelle: imago/LAT Photographic)

Sebastian Vettel weiß um das Risiko seines Berufs. (Quelle: LAT Photographic/imago)

20 Jahre nach dem Tod von Ayrton Senna sieht Weltmeister Sebastian Vettel die Gefahr folgenreicher Unfälle in der Formel 1 keineswegs völlig gebannt.

"Die Formel 1 ist sicherer heute, aber sie ist noch immer nicht sicher, weil immer noch sehr viel passieren kann", sagte der Red-Bull-Pilot. Trotz der weitreichenden Maßnahmen seit den tödlichen Unfällen von Roland Ratzenberger und Senna am 30. April und 1. Mai 1994 in Imola "darf man sich nie zu sicher fühlen", mahnte Vettel.

Die brasilianische Ikone Senna ist bis heute das letzte Todesopfer während eines Grand Prix. Das schwarze Wochenende von Imola lieferte der Formel 1 den traurigen Impuls, die Sicherheit der Rennserie gravierend zu überdenken.

Auch Rosberg mahnt das Risiko

"Das ist ein ständiger Prozess, natürlich ist noch viel Risiko dabei", sagte der aktuelle WM-Spitzenreiter Nico Rosberg. Der Mercedes-Fahrer betonte, die Sicherheit der Formel 1, in der der Tod einst ständiger Begleiter war, sei "über die Jahre unheimlich erhöht" worden.

"Leider hat es immer Unfälle gebraucht und es werden immer Negativereignisse sein, aus denen man am meisten lernt", meinte Vettel. Die Ergebnisse des Lernprozesses waren vielfältig. Eine mit Schaumstoff gefüllte Kopf- und Nackenstütze schützt seit Jahren die Fahrer. Es wird spekuliert, dass Ratzenberger seinen Unfall in Imola womöglich überlebt hätte, wenn es damals schon das sogenannte HANS-System gegeben hätte.

Mosley gründet Institut für Sicherheit

Immer wieder verschärfte Crashtests, größere Cockpits mit herausnehmbaren Sitzen, an Halteseilen befestigte Räder - immer umfassender werden die Vorschriften. Modernere und widerstandsfähigere Materialien für die Monocoques, bessere Helme, mehr Auslaufzonen und strengere Regularien für die Strecken sind auch das Resultat des Engagements verantwortungsbewusster Piloten wie Michael Schumacher und des Weltverbands FIA zur Begrenzung der Risiken der Raserei.

Der damalige FIA-Präsident Max Mosley kämpfte nach Sennas Tod vehement für mehr Schutz im Rennsport und gründete dafür ein eigenes Institut. Unter der Leitung des inzwischen gestorbenen Formel-1-Arztes Sid Watkins trieb die Einrichtung die Unfallforschung und die Entwicklung von Gegenmaßnahmen voran. "Der Fortschritt in dieser Hinsicht ist unglaublich", lobte Sennas Schwester Viviane.

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GPDA-Meetings vor jedem Grand Prix

Auch die Fahrer-Gewerkschaft GPDA, die nach den Geschehnissen von Imola neu gegründet wurde, lässt in puncto Sicherheit nicht locker. An jedem Freitag vor den Rennen sei dies "ein großes Thema" bei den GPDA-Meetings, beteuerte Rosberg. "Dort wird viel diskutiert."

Der Erfolg der Initiativen zeigte sich zum Beispiel am 10. Juni 2007 beim Großen Preis von Kanada, als der BMW von Robert Kubica bei einem spektakulären Unfall praktisch völlig zerstört wurde. Der Pole kam jedoch mit einer Gehirnerschütterung und einem verstauchten Knöchel davon.

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"Kann immer was Komisches passieren"

Zwei Jahre später erlebte die Formel 1 allerdings einmal mehr, wie unberechenbar Motorsport trotz aller Sicherheitsvorkehrungen sein kann. Ferrari-Pilot Felipe Massa wurde von einer Metallfeder, die sich vom Auto seines vor ihm fahrenden Landsmanns Rubens Barrichello gelöst hatte, am Kopf getroffen und erlitt schwere Verletzungen am Auge.

"Es wird immer die Möglichkeit geben, das irgendwas Komisches mit schweren Folgen passiert", warnte Vierfach-Champion Vettel. Der Kampf um noch mehr Sicherheit bleibt für die Formel 1 auch nach dem 20. Todestag von Ayrton Senna eine Kernaufgabe.

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