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Basketball  

NBA-Skandal: Sterling will Club nicht verkaufen

30.04.2014, 14:03 Uhr | dpa

NBA-Skandal: Sterling will Club nicht verkaufen. Donald Sterling ist Besitzer der Los Angeles Clippers.

Donald Sterling ist Besitzer der Los Angeles Clippers. Foto: Robyn Beck. (Quelle: dpa)

Los Angeles (dpa) - Mit viel Lob für NBA-Boss Adam Silver hat die Sportwelt auf die Demontage von Donald Sterling reagiert, doch der Besitzer der Los Angeles Clippers gibt sich kämpferisch: Er werde den Basketball-Club nicht verkaufen, erklärte der 80 Jahre alte Milliardär dem TV-Sender "Fox News".

Sterling wurde für seine rassistischen Äußerungen von Liga-Chef Silver auf Lebenszeit gesperrt und mit der Maximalstrafe von 2,5 Millionen Dollar belegt. Zudem wurde ihm jeglicher Kontakt zu seinem Club und zur Liga untersagt. FIFA-Präsident Joseph Blatter twitterte: "Der Sport sagt nein zu Rassismus. Ich unterstütze die Entscheidung der NBA voll und ganz."

Auch der dunkelhäutige Clippers-Coach Doc Rivers war erleichtert. "Das ist die richtige Entscheidung", sagte er. "Ich möchte, dass meine Spieler sich wohlfühlen, das ist wichtig für mich." Noch sei nicht alles vorbei, aber wenigstens könne jetzt der Beginn des Heilungsprozesses einsetzen. Silver, erst seit Februar neuer Chef der nordamerikanischen Profiliga NBA, betonte, er wolle die Eigentümer der anderen 29 NBA-Teams antreiben, Sterling zu einem Verkauf der Clippers zu drängen. Eine Dreiviertel-Mehrheit wäre für diesen Schritt notwendig. "Ich habe mit mehreren Besitzern gesprochen und sie haben mir ihre volle Unterstützung zugesagt", sagte Silver und teilte mit, die NBA werde sofort mit diesem Prozess beginnen.

"Silver hat großen Führungsgeist gezeigt", twitterte NBA-Legende Magic Johnson, "lasst uns hoffen, dass die 29 Clubbesitzer jetzt die richtige Entscheidung treffen". Auch Ex-Profi Shaquille O'Neal zollte Silver Respekt: "Ich gebe ihm eine 1 Plus. Wir alle wussten, dass Silver eine schwierige Entscheidung zu treffen hatte, aber er ist hart geblieben und hat einen unglaublichen Job gemacht."

Sterling ist auf zwei veröffentlichten Aufzeichnungen zu hören, wie er im Gespräch mit seiner Freundin diskriminierende Bemerkungen gegenüber Afro-Amerikanern machte. Die Sanktionen untersagen ihm, das Clippers-Gelände, NBA-Spiele oder Trainingseinheiten zu besuchen. Der frühere US-Vizepräsident Al Gore schrieb auf Twitter: "Der Sport überwindet den Rassismus, der in unserer Gesellschaft keinen Platz hat." Star-Moderator Billy Crystal drückte via Twitter Dankbarkeit für die richtige Entscheidung aus.

"Adam Silver war brillant", kommentierte Chris Paul. Als der Clippers-Profi mit seinem Team zum fünften Spiel der Playoff-Serie gegen die Golden State Warriors antrat, sprach der Fernsehsender "TNT" bei seiner Live-Übertragung vom "denkwürdigsten Tag für den Sport in diesem Land". Die Zuschauer trugen T-Shirts mit der Aufschrift "Ein Team, ein Ziel. Es ist Zeit für Donald zu gehen" oder hielten Schilder mit Botschaften wie "Hass wird niemals gewinnen" in die Höhe. Und während des 103:93-Sieges der Clippers skandierten die Fans immer wieder lautstark "We are one".

Die Profis seien glücklich über Silvers Entscheidung, aber noch nicht zufrieden, so Roger Mason, Vizepräsident der Spielergewerkschaft NBPA. "Wir wollen ein sofortiges Handeln und wir wollen einen Zeitplan der Besitzer, wann es zur Abstimmung kommen wird", sagte Mason. 32 Jahre, zehn Monate und 13 Tage nachdem Sterling die damals noch in San Diego beheimateten Clippers für 12,5 Millionen Dollar erworben hatte, ist er nur noch auf dem Papier ihr Besitzer. Derzeit beträgt der Wert des Vereins laut Wirtschaftsmagazin "Forbes" 575 Millionen Dollar. Eine Investorengruppe um "Magic" Johnson wird in US-Medien als potenzieller Interessent genannt. Auch Box-Weltmeister Floyd Mayweather erklärte, "sehr, sehr interessiert am Kauf der Clippers" zu sein.

Sterling ist in der Vergangenheit mehrfach auffällig geworden. Seine Diskriminierungen gegen Clubangestellte oder interessierte lateinamerikanische Mieter seiner Appartements sind bestens dokumentiert. Es sähe so aus, schreibt die "New York Times", als hätten NBA und Besitzer endlich genug von ihm. "Es hat nur 33 Jahre gedauert", schrieb die Zeitung.

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