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Gala, Schale, Liebeslied  

Köln feiert seine Zweitliga-Meister

04.05.2014, 19:06 Uhr | sid

. FC-Kapitän Miso Brecko reckt die Zweitliga-Meisterschale in die Höhe. (Quelle: dpa)

FC-Kapitän Miso Brecko reckt die Zweitliga-Meisterschale in die Höhe. (Quelle: dpa)

Rauschende Meisterfeier im Rheinland: Mit einem 4:0 (3:0) gegen den FC St. Pauli hat sich der 1. FC Köln im letzten Heimspiel der Saison standesgemäß vom eigenen Anhang verabschiedet. Unter dem Jubel der 50.000 Fans und im rot-weißen Konfettiregen nahm Kapitän Miso Brecko nach Abpfiff die seit 2009 verliehene "Radfelge" für den Champion der 2. Bundesliga entgegen.

Zuvor hatte der frühere FC- und heutige DFL-Geschäftsführer Andreas Rettig alle Aufstiegshelden mit Medaillen dekoriert. Meistermacher Peter Stöger verfolgte die Ehrung mit großer innerer Freude: Er hielt den Moment mit dem Handy fest. Bei seiner Ehrung brandete schließlich der lauteste Jubel auf. Anschließend ließen sich die Spieler vor der Südkurve feiern, nur das Maskottchen, Geißbock Hennes VIII. nahm Reißaus.

Der Fahrstuhl-Fußball soll vorbei sein

Danach heizten die vier kölschen Bands Höhner, Brings, Kasalla und Cat Ballou den Fans in der seit Wochen ausverkauften Kölner Arena ein. Das Bier kostete nach dem Abpfiff nur noch die Hälfte. Die Höhner komponierten eigens ein "Liebeslied" an den FC.

"Die Party ist der absolute Wahnsinn, aber die haben wir uns auch verdient", sagte Daniel Halfar, und Torschütze Patrick Helmes ergänzte: "Jetzt sind wir endlich wieder auf der großen Bühne, dort, wo wir hingehören. Jetzt geht es darum, den Verein in der ersten Liga zu stabilisieren. Diesen Fahrstuhl-Hick-Hack kann niemand gebrauchen."

Aufstieg schon länger gesichert

Die Spieler hatten mit einer Galavorstellung durch Anthony Ujah (14.), Patrick Helmes (43.) und Sascha Bigalke neun Minuten nach seiner ersten Saison-Einwechslung (61.) sowie durch ein Eigentor von Gäste-Kapitän Jan-Philipp Kalla (39.) die ideale Steilvorlage geliefert. Dass es nicht der höchste Sieg seit mehr als neun Jahren und dem 8:1 gegen Wacker Burghausen am 28. Januar 2005 wurde, lag daran, dass ausgerechnet Publikumsliebling Kevin McKenna bei seinem letzten Heimspiel nach sieben FC-Jahren einen Foulelfmeter verschoss (70.)

Als Aufsteiger und Meister hatten die Kölner schon nach dem 31. Spieltag festgestanden. Der Klub aus der oft hektischen Rheinmetropole hatte sich nie aus der Ruhe bringen lassen, auch nicht nach drei Unentschieden zum Auftakt oder nach zwei Niederlagen in Serie im November. Dafür sorgte neben Trainer Peter Stöger, der im Vorjahr mit Austria Wien Meister in Österreich geworden war, vor allem auch der neue Sportchef Jörg Schmadtke, der die Fans in einem Mantra-Video sogar dazu aufgerufen hatte, "gaaanz ruhig" zu bleiben.

Der Kern der Bundesliga-Mannschaft steht

Schon lange vor dem Anpfiff des Pauli-Spiels herrschte Feierstimmung: Zunächst wurde das FC-Trikot für die Erstliga-Saison vorgestellt, nach kölschen Liedern und einer Choreografie wurde McKenna unter tosendem Applaus verabschiedet.

Die Mannschaft dürfte für die Bundesliga gut gerüstet sein und muss wohl nur durch einige gestandene Profis in der Spitze verstärkt werden. Besonders gespannt sein darf die Bundesliga auf die Kölner Jungstars Timo Horn, Yannick Gerhardt (beide 20), Kevin Wimmer (21), Jonas Hector (23) und den im Winter verpflichteten Japaner Kazuki Nagasawa (22).

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