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Tischtennis-WM 2014: DTTB-Herren können China nicht stoppen

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China-Ära geht weiter  

Deutsche Tischtennis-Herren verlieren WM-Finale

05.05.2014, 12:40 Uhr | t-online.de

Tischtennis-WM 2014: DTTB-Herren können China nicht stoppen. Timo Boll (Foto), Dimitrij Ovtcharov und Patrick Franziska mussten sich erneut den Chinesen geschlagen geben. (Quelle: imago/Xinhua)

Timo Boll (Foto), Dimitrij Ovtcharov und Patrick Franziska mussten sich erneut den Chinesen geschlagen geben. (Quelle: Xinhua/imago)

Die deutschen Tischtennis-Herren haben bei der Mannschafts-WM in Tokio die Sensation verpasst. Im Finale verloren die Europameister von Bundestrainer Jörg Roßkopf gegen Titelverteidiger und Rekordchampion China 1:3 und kassierten damit ihre vierte Endspielniederlage gegen die Asiaten bei einer WM seit 2004.

Der Deutsche Tischtennis-Bund (DTTB) muss damit weiter auf seinen zweiten WM-Titel in der Nachkriegsgeschichte nach dem Doppel-Triumph von Roßkopf und Steffen Fetzner bei der Heim-WM 1989 in Dortmund warten. Die Silbermedaille für das Team um Europameister Dimitrij Ovtcharov bedeutete für Europa in Japan die einzige Podestplatzierung und für das deutsche Tischtennis das 50. Edelmetall in der 88-jährigen WM-Historie.

"Es gibt keinen Grund, enttäuscht zu sein. Wir haben die beste Mannschaft der Welt gezwungen, an ihre Grenzen zu gehen, und hatten eine Chance", bewertete Roßkopf kurz nach der entscheidenden 0:3-Niederlage des Weltranglistenvierten Ovtcharov gegen Chinas zweitplazierten Ma Long die Leistung seines Teams.

Die Chinesen hatten mit ihrer Aufstellung bewiesen, dass sie die deutsche Konkurrenz ernst nahmen. Xu Xin, Weltranglistenerster, war lediglich für das Einzel an Nummer drei gesetzt worden. Im Falle einer 2:0 Führung der Deutschen, hätte er das Ruder herumreißen sollen. Insgesamt sei China trotzdem eine andere Liga als der "ganze Rest der Welt, wovon wir aber die Besten sind", sagte Roßkop zum starken Finale.

Kurzzeitig auf Augenhöhe

Nachdem Timo Boll sich in seinen drei Sätzen jeweils knapp mit 6:11, 9:11 und 9:11 geschlagen geben musste, konnte Ovcharov die Hoffnung auf ein WM-Gold aufrechterhalten. Den Olympiasieger und Weltmeister Zhang Jike demontierte er beinahe nach allen Regeln der Kunst und konnte mit einem klaren 3:0 den ersten Erfolg gegen einen chinesischen Elite-Spieler verzeichnen.

Anschließend verlor Patrick Franziska klar gegen den Weltranglisten-1. Xu Xin und Ovcharov konnte keinen erneuten Ausgleich erzwingen. Damit blieb Bolls Chance aus, einen Finalsieg verzeichnen zu können.

Noch in der Yoyogi-Arena kündigte der Bundestrainer einen neuen Angriff auf die WM-Krone an: "Wir sind so nahe dran an den Chinesen wie nie zuvor, und deswegen werden wir auch wieder eine Chance bekommen."

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