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Teamorder bei Red Bull  

Auch Weltmeister Vettel muss Platz machen

05.05.2014, 12:45 Uhr | dpa

Auch Weltmeister Vettel muss Platz machen. In China hatte Sebastian Vettel den schnelleren Teamkollegen Ricciardo zunächst nicht vorbei gelassen. (Quelle: imago/LAT Photographic)

In China hatte Sebastian Vettel den schnelleren Teamkollegen Ricciardo zunächst nicht vorbei gelassen. (Quelle: LAT Photographic/imago)

Sebastian Vettels Red-Bull-Rivale Daniel Ricciardo hat vor dem Europa-Auftakt der Formel 1 noch einmal klar Stellung zum brisanten Thema Teamorder bezogen. Vierfach-Weltmeister Vettel hatte in China seinen australischen Kollegen zunächst nur widerwillig auf Geheiß des Kommandostandes vorbeiziehen lassen.

"Es ist unsere Verantwortung zu gehorchen, außer wenn es komplett nicht in Ordnung ist", sagte Ricciardo der Zeitung "The West Australian". Man gehe verschiedene Szenarien durch und diskutiere diese zwischen den Fahrern, den Teamverantwortlichen und den Ingenieuren, erklärte Ricciardo vor dem Großen Preis von Spanien am kommenden Wochenende (am Sonntag ab 13.45 Uhr im Live-Ticker bei T-Online.de).

Berechnungen des Teams entscheidend

Trotzdem müsse respektiert werden, was gesagt würde, weil das Team während des Rennens Berechnungen am Boxenstand durchführen würde, sagte Ricciardo weiter. Damit müssten auch Anweisungen befolgt werden, die vorher nicht abgesprochen wurden.

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Vettel hatte vor gut zwei Wochen in China den schnelleren Ricciardo zunächst nicht passieren lassen wollen, obwohl er dazu eine klare Anweisung bekommen hatte. Der Heppenheimer hatte das Rennen in Shanghai als Fünfter einen Rang hinter Ricciardo beendet.

Gegenseitiger Respekt

"Es ist nicht immer schön, wenn du gesagt bekommst, du sollst Platz machen. Es ist nicht schön, das langsamere Auto zu sein, das ist frustrierend", betonte Ricciardo, der seit dieser Saison an der Seite Vettels fährt. Vor dem fünften Saisonlauf hat er neun Punkte weniger als der Titelverteidiger, Ricciardo ist Gesamtsiebter, Vettel liegt auf Rang fünf. In drei der bisherigen vier Qualifikationen konnte Ricciardo Teamkollegen bislang schlagen.

"Letztlich denke ich, dass wir beide respektieren, wenn der andere den besseren Job gemacht hat", sagte Ricciardo. Auch wenn tief drinnen keiner von ihnen es möge zu verlieren."Wenn Seb dieses Jahr einen besseren Job macht, werde ich das nicht mögen, aber ich werde ihn definitiv dafür respektieren und ihm den Tribut zollen, den er verdient."

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