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Formel 1: Red Bull hofft auf den "Krieg der Sterne"

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Resignation  

Red Bull hofft auf den "Krieg der Sterne"

11.05.2014, 08:46 Uhr | t-online.de

Formel 1: Red Bull hofft auf den "Krieg der Sterne". Gesprächsbedarf bei Red Bull: Sebastian Vettel (li.) diskutiert mit Motorsportchef Helmut Marko. (Quelle: imago/HochZwei)

Gesprächsbedarf bei Red Bull: Sebastian Vettel (li.) diskutiert mit Motorsportchef Helmut Marko. (Quelle: HochZwei/imago)

Die Hoffnung stirbt zuletzt, heißt es gemeinhin überall dort, wo es nicht ganz rund läuft. Doch bei Red Bull scheint nach der jüngsten Pleitenserie auch diese Hoffnung zu schwinden. Mit einem unmissverständlichen "Scheiße" kommentierte Motorsportchef Helmut Marko Sebastian Vettels Ausfall im Qualifying zum Großen Preis von Spanien (das Rennen ab 13.45 Uhr im Live-Ticker bei T-Online.de) gegenüber "Bild".

Doch noch mehr als die technischen Probleme an Vettels "Suzie" macht dem Österreicher der weiterhin dramatische Rückstand auf Dominator Mercedes zu schaffen. Daniel Ricciardo auf Platz drei lief im Qualifying eine ganze Sekunde hinter Polesetter Lewis Hamilton ein. Vettel muss nach einem Getriebewechsel von Startposition 15 ins Rennen gehen.

Dass Red Bull den Rückstand in dieser Saison noch aus eigener Kraft aufholen kann, glaubt auch Marko mittlerweile nicht mehr. "Wir können nur hoffen, dass es an der Spitze den Krieg der Sterne gibt und die beiden sich gegenseitig in die Kiste fahren."

Explosionsgefahr bei Mercedes

Eine nicht ganz unbegründete Hoffnung, kam es doch bei Red Bull selbst in den letzten Jahren immer wieder zu Auseinandersetzungen zwischen Vettel und seinem Teamkameraden Mark Webber, die ihre Rivalität mitunter auch offen auf der Strecke austrugen - bis hin zum Blechschaden. Die aktuelle Konstellation bei Mercedes birgt ebenfalls Explosions-Potential. Mit Hamilton und Nico Rosberg stehen zwei Siegfahrer in Diensten der Silbernen, die beide offen bekundet haben, den Titel holen zu wollen. Und das Team hat ihnen freie Fahrt gegeben.

Doch bei der derzeitigen Dominanz müsste es bei Mercedes schon in Serie krachen, damit die Konkurrenz noch einmal Morgenluft schnuppern kann. Bleibt Red Bull also doch nichts anderes übrig als vor der eigenen Haustür zu kehren. Und da liegt immer noch jede Menge Dreck. "Wir brauchen einen Quantensprung, sonst ist das Jahr gelaufen", weiß Marko. Doch wo soll dieser Durchbruch herkommen?

Fehlende Trainingskilometer schmerzen sehr

Der Motor zickt, die Performance des Wagens lässt zu wünschen übrig und immer wieder wird das Team von kleinen technischen Pannen zurückgeworfen. Im Qualifying ist bei Vettel laut Marko "ein kleines Gangrad" gebrochen. Ein Teil, das sonst "nicht einmal bei starker Belastung" bricht. Im Training waren es Probleme mit der Elektronik, die den viermaligen Weltmeister zum Zuschauen verdammten.

Damit gingen dem Team wieder wichtige Trainingskilometer durch die Lappen, die für eine Weiterentwicklung des Wagens immens wichtig sind. Ein Softwareupdate des Motors und neuer Sprit sollen den Red Bull schneller machen, doch auch die neuen Komponenten müssen erst aufeinander abgestimmt werden. Und dafür braucht das Team Erfahrungswerte von der Strecke.

Und Vettel? Dem Champion macht nicht nur die Pleitenserie zu schaffen. Auch die Tatsache, dass er von Teamkollege Ricciardo derzeit in den Schatten gestellt wird, dürfte Spuren beim siegverwöhnten 26-Jährigen hinterlassen. "Er ist ganz gut drauf trotz der vielen Rückschläge", versicherte Marko. "Das Verlieren trägt zu seiner Charakterbildung bei." Bleibt nur zu hoffen, dass Vettels Charakter bald so gefestigt ist, dass er wieder mit dem Siegen beginnen kann.

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