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Deutsche Turnerinnen wecken Medaillen-Hoffnungen

15.05.2014, 18:52 Uhr | dpa

Deutsche Turnerinnen wecken Medaillen-Hoffnungen. Janine Berger erreichte beim Sprung das EM-Finale.

Janine Berger erreichte beim Sprung das EM-Finale. Foto: Johannes Koziol. (Quelle: dpa)

Sofia (dpa) - Nach einem ganz starken EM-Auftakt hatten die deutschen Turnerinnen allen Grund zum Strahlen. Mit Platz fünf im Team-Vorkampf und dem Einzug in vier Einzel-Finals bei den Europameisterschaften in Sofia weckten sie Medaillen-Hoffnungen für das Wochenende.

Bereits am Samstag könnten die Deutschen im Team-Finale das beste Ergebnis seit Einführung des EM-Mannschafts-Wettbewerbs vor 20 Jahren schaffen, das bisher 1996 und 2008 jeweils mit Platz 7 erzielt wurde. "Das war sensationell und nicht zu erwarten. Aber mit Medaillen wird jetzt nicht gerechnet", sagte Cheftrainerin Ulla Koch an und wollte damit den Druck von ihren Mädchen nehmen.

Aussichtsreich geht dennoch die WM-Fünfte Sophie Scheder aus Chemnitz als Vorkampf-Fünfte (14,866 Punkte) in das Finale am Stufenbarren. Dort wird sie begleitet von Kim Bui aus Stuttgart, die mit 14,50 Punkten Achte wurde. "Ich möchte jetzt meine Übung noch einmal perfekt durchturnen. Einen speziellen Platz nehme ich mir nicht vor", meinte Scheder.

Gute Medaillen-Chancen hat am Sonntag auch Janine Berger, die gleichfalls als Fünfte den Endkampf am Sprung erreichte. Die Olympia-Vierte aus Ulm beeindruckte mit ihrem schwierigen Überschlag-Strecksalto mit 1,5 Schrauben und erhielt mit 14,866 Punkten eine Spitzenwertung. Bei ihrem zweiten Sprung, dem Tsukahara mit ganzer Schraube, machte sie nach der Landung einen weiten Schritt nach hinten (13,966) und hat damit noch Reserven für das Finale. "Der zweite Sprung ist noch nicht schwierig genug", konstatierte sie, wollte sich aber nicht festlegen, ob sie im Finale ein noch höheres Risiko eingehen will. Gleichfalls im Sprung-Finale steht Kim Bui als Achte.

Optimal war der Einstieg für das deutsche Team am Sprungtisch verlaufen. Dort hatte das Trio mit 42,898 Punkten vor allem dank Bergers Glanzleistung die beste Wertung unter allen Teams erkämpft. Am Barren turnten die drei deutschen Asse gleichfalls nahezu optimal und wurden im Geräte-Klassement nur von Russland und Großbritannien übertroffen, das in der Team-Wertung als Vorkampfsieger vor Rumänien und Russland seine Favoritenstellung unterstrich.

Am "Zittergerät" Balken präsentierte Pauline Schäfer mit Bravour ihre Weltneuheit, den Seitwärts-Salto mit halber Drehung. Doch durch den unfreiwilligen Abstieg von Sophie Scheder rutschte das Team auf Rang vier ab. Am Boden gelangen schließlich solide Leistungen, so dass die Deutschen am Ende mit Rang fünf ihre bislang beste Leistung bei EM-Team-Wettkämpfen abliefern konnten. "Ich wäre glücklich, wenn uns dies im Finale am Sonntag noch einmal gelänge", meinte Ulla Koch.

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