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Relegation: Hamburger SV muss bei der SpVgg Greuther Fürth antreten

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Relegations-Showdown in Fürth  

Wenig spricht für den Hamburger SV

18.05.2014, 09:39 Uhr | sid

Relegation: Hamburger SV muss bei der SpVgg Greuther Fürth antreten. HSV-Kapitän Rafael van der Vaart (re.) behauptet gegen den Fürther Mergim Mavraj den Ball. (Quelle: imago)

HSV-Kapitän Rafael van der Vaart (re.) behauptet gegen den Fürther Mergim Mavraj den Ball. (Quelle: imago)

Maulkorb für die Fußball-Millionäre vom Hamburger SV, rotzfreche Kampfansagen vom fränkischen Zweitligisten: Vor dem Relegations-Showdown um das letzte verbleibende Bundesliga-Ticket zwischen der SpVgg Greuther Fürth und dem HSV (heute ab 16:45 Uhr im T-Online.de Live-Ticker) könnten die Voraussetzungen kaum unterschiedlicher sein.

Nach dem 0:0 aus dem Hinspiel droht dem notorisch auswärtsschwachen Bundesliga-Dino der historische Absturz in die Zweitklassigkeit, die Fürther träumen dagegen vom direkten Wiederaufstieg. "Ich bin überzeugt davon, dass wir aufsteigen", sagte Top-Torjäger Ilir Azemi, der die Hamburger Defensive im Hinspiel immer wieder vor arge Probleme gestellt hatte.

Van der Vaart will sich wie schon so oft "zerreißen"

Während die Fürther vor Selbstvertrauen kaum laufen können, blieben die Hamburger Spieler auf Anweisung der Klubführung am Freitag stumm. Vor der allerletzten Chance im Kampf um die Rettung sollten alle Kräfte gebündelt werden. Unmittelbar nach dem Spiel hatte HSV-Kapitän Rafael van der Vaart noch ein weiteres Versprechen an die Fans abgegeben - wie schon so oft in den Wochen zuvor.

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Wer setzt sich in der Relegation zur Bundesliga durch?

"Wir werden uns für die ganze Stadt zerreißen und alles dafür tun, dass wir in der Bundesliga bleiben", sagte der niederländische Spielmacher und gab sich kämpferisch: "Wenn wir ein Tor schießen, wird es für Fürth ganz schwer."

Statistik spricht gegen den HSV

Doch ein Blick in die Statistiken verheißt nichts Gutes: Der HSV hat die letzten neun Auswärtsspiele allesamt verloren. Der letzte Punktgewinn auf fremden Platz liegt inzwischen knapp sechs Monate zurück. Trainer Mirko Slomka hat sogar seine letzten 15 Auswärtsspiele allesamt verloren, gewann aber ausgerechnet zuletzt in Fürth (noch mit Hannover 96).

Am Sonntag wird dieser Sieg 387 Tage her sein. Damit der einstige Hoffnungsträger nicht das Etikett eines Totengräbers angeheftet bekommt, setzt Slomka als letztes Stilmittel auf Steinzeit-Taktik. "Wir haben zu wenig Standards rausgeholt und konnten dadurch unsere Stärken nicht ausspielen", sagte er. Beim einst ruhmreichen HSV reicht es spielerisch nicht einmal mehr für Fürth.

"Werden uns nicht verstecken"

Die Franken würden mit einem Erfolg gegen die Hanseaten dagegen gleich doppelt Geschichte schreiben. Zum einen würde man den letzten Dino nach 51 Jahren Liga-Zugehörigkeit in die sportliche Versenkung verabschieden. Zum anderen, und das gilt bei den Fans ohnehin als wichtigstes Ziel, würde das Kleeblatt erstmals in der gemeinsamen 111-jährigen Geschichte eine Liga höher spielen als der just abgestiegene Intimfeind 1. FC Nürnberg.

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"Wir werden uns auch im Rückspiel nicht verstecken und mit der gleichen Freude ins Spiel gehen", versprach Verteidiger Benedikt Röcker, "da bin ich schon jetzt richtig geil drauf." Sollte die Mission direkter Wiederaufstieg tatsächlich gelingen, winkt der Fürther Mannschaft die Rekordprämie in Höhe von 750.000 Euro.

Die Franken wären erst der sechste Zweitligist, der in den bisherigen 16 Relegationsspielen die Oberhand behalten würde. Zuletzt gelang Fortuna Düsseldorf 2012 beim Erfolg gegen Hertha BSC (2:1 und 2:2) die Überraschung.

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