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Hamburger SV zittert sich zum Klassenerhalt

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Nervenkrimi in Fürth  

Der Hamburger SV zittert sich zum Klassenerhalt

18.05.2014, 21:11 Uhr | dpa

Hamburger SV zittert sich zum Klassenerhalt. Marcell Jansen und allen HSV-Fans fällt ein Stein vom Herzen. (Quelle: imago/Zink)

Marcell Jansen und allen HSV-Fans fällt ein Stein vom Herzen. (Quelle: imago/Zink)

Aufatmen beim Bundesliga-Dino, Trauer in Fürth: Der Hamburger SV hat sich nach einer Katastrophen-Saison noch zu einem Happy End gezittert und bleibt auch im 52. Bundesliga-Jahr erstklassig. Durch ein dramatisches 1:1 (1:0) im Relegations-Rückspiel bei Greuther Fürth verhinderten die zumindest kämpferisch verbesserten Hanseaten im letzten Moment den erstmaligen Sturz in die Zweitklassigkeit. Nach der Nullnummer im Hinspiel blieb der HSV nur aufgrund der Auswärtstorregel im Fußball-Oberhaus.

Torjäger Pierre-Michel Lasogga sicherte sich mit seinem Treffer in der 14. Minute einen Eintrag im Geschichtsbuch des Traditionsklubs. Damit ist der HSV weiterhin der einzige Klub, der seit der Einführung der Bundesliga 1963 ununterbrochen erstklassig ist.

"Wir haben das ganze GIück aufgebraucht. Davon können wir in der nächsten Saison nichts mehr benutzen", meinte HSV-Trainer Mirko Slomka in der ARD. Er spüre "ganz, ganz viel" Demut. "Das war meine härteste Zeit als Trainer", sagte er beim Sender Sky über die vergangenen Wochen.

"Das tut unheimlich weh"

Sein SpVgg-Kollege Frank Kramer war indes geknickt: "Das tut unheimlich weh. Für die Mannschaft tut es mir leid. Sie hat sich nicht belohnt. Wir haben eine tolle Saison gespielt."

Den Franken reichte das Tor von Stephan Fürstner (59.) nicht. Sie verpassten trotz zweier Duelle auf Augenhöhe ihren zweiten Bundesliga-Aufstieg nach 2012, spielen kommende Saison weiter in der zweiten Liga und treffen dann auch auf den Lokalrivalen und Erstliga-Absteiger 1. FC Nürnberg.

Calhanoglu an den Pfosten, Lasogga unter die Latte

17.500 Zuschauer - darunter etwa 2000 HSV-Fans - sahen in der ausverkauften Trolli Arena einen nervösen Beginn von beiden Teams. Vor allem in der Deckung der Hamburger, bei denen die Ex-Nationalspieler Heiko Westermann und Marcell Jansen im Gegensatz zum Hinspiel in Hamburg wieder in der Startelf standen, war immer wieder Unsicherheit zu spüren.

Nach knapp einer Viertelstunde hatten die Gäste die erste große Möglichkeit. Erst traf Hakan Calhanoglu aus 20 Metern nur den Pfosten, im Nachsetzen scheiterte Jansen an Ex-HSV-Keeper Wolfgang Hesl. Nach dem anschließenden Eckball durch Rafael van der Vaart war Fürths Kapitän aber gegen den platzierten Kopfball von Lasogga machtlos.

HSV-Verteidiger Djourou muss ins Krankenhaus

In der 28. Minute gab es allerdings einen Schreckmoment für den HSV: Nach einem Kopfballduell mit Fürths Ilir Azemi blieb Verteidiger Johan Djourou liegen. Der Hamburger musste nach einer langen Behandlung auf dem Platz ins Krankenhaus gebracht werden. Nach Aussage von HSV-Manager Oliver Kreuzer in der Halbzeitpause soll sich Djourou eine Halswirbelverletzung zugezogen haben. Ein genaue Diagnose stand zunächst aus.

Die Hamburger verdauten den Schreck recht schnell. Der stets gefährliche Lasogga (35.) hätte sogar noch auf 2:0 erhöhen können, scheiterte aber an Hesl. Von den im Hinspiel noch erfrischend aufspielenden Franken war nur wenig zu sehen. Azemi (40.) hatte noch die beste Möglichkeit, verzog aber knapp. Sekunden vor dem Pausenpfiff verfehlte Tom Weilandt das Ziel.

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20.000 Fans im Hamburger Stadion

Nach dem Wechsel kämpften sich die Gastgeber mehr und mehr in die Partie. Nur noch einmal sorgte Lasogga (52.) mit einem Kopfball aus kurzer Entfernung für große Gefahr, erneut war Hesl zur Stelle.

Mit ihrer ersten Gelegenheit in Halbzeit zwei schafften die Fürther den Ausgleich nach schöner Kombination durch Fürstner (59.) - ihre Fans verwandelten das Stadion in ein Tollhaus.

Keeper Drobny ein sicherer Rückhalt

Für den HSV und seine Fans - rund 20.000 sahen die Übertragung auf der Großbildleinwand in der heimischen Arena im Volkspark - begann das große Zittern. Fürth mühte sich, kämpfte, machte Druck, doch immer wieder fehlte der letzte Pass.

Die Hamburger hielten dagegen. In den letzten zehn Minuten standen die Gäste nur im und am eigenen Strafraum. Vor allem Schlussmann Jaroslav Drobny erwies sich in dieser Phase als starker Rückhalt und Ersatz für René Adler.

Am Ende mühten sich die Fürther jedoch vergeblich, der HSV bleibt mindestens ein weiteres Jahr in der Bundesliga.

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