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Abenteuer Fernost: Marcel Nguyen in Hongkong ein Star

20.05.2014, 12:07 Uhr | dpa

Abenteuer Fernost: Marcel Nguyen in Hongkong ein Star. Marcel Nguyen ist in Hongkong ein Star.

Marcel Nguyen ist in Hongkong ein Star. Foto: Bernd Settnik. (Quelle: dpa)

Sofia (dpa) - Seine muskulärer Körper schmückte Titelseiten in Illustrierten, bei der "Fashion Week" war er der Promi-Gast, im asiatischen Disneyland posierte er für ein Foto-Shooting. Marcel Nguyen ist in Hongkong ein viel gefragter Star.

Warum das so ist, kann sich der 26 Jahre alte Super-Turner aus Stuttgart selbst kaum erklären. "Olympia hat alles verändert. Da haben mich so viele Menschen aus Hongkong im Fernsehen bewundert, das hätte ich vorher nicht für möglich gehalten", sagt der Mädchen-Schwarm, dessen Vater aus Vietnam stammt.

Von den über 266 000 Facebook-Followern kommt die Mehrzahl aus der einstigen britischen Kolonie auf dem chinesischen Festland. Geschickte Unternehmer nutzten den Boom aus, Nguyen kann sich vor Einladungen aus Hongkong kaum retten. Nachdem er schon den ersten Jahreswechsel nach seinen olympischen Silbermedaillen in der Millionen-Metropole verbrachte, folgte nun zwischen November 2013 und April dieses Jahres gleich ein fünfmonatiger Aufenthalt in Fernost. "Ich habe da so viele coole Sachen erlebt. Dass es so krass werden könnte, hätte ich nie gedacht", berichtete er mit strahlenden Augen von Galas, Modenschauen, Interviews und Sponsoren-Terminen bis hin zu einer Porsche-Präsentation in Peking.

"Gewohnt habe ich mit meiner Freundin in einem Appartement, trainiert mit Nationalmannschafts-Turner in deren Halle", erzählte er in Sofia, aber er gibt auch zu: "Wegen der vielen Termine war das Training vielleicht nicht ganz umfangreich wie zu Hause, aber doch intensiv."

Bei Olympia sorgte sein überdimensionales Brust-Tattoo mit der Aufschrift "Pain is temporary, pride is forever" ("Die Qualen gehen vorüber, der Ruhm bleibt für immer") für Schlagzeilen, seit Februar können seine Fans nun auch auf dem linken Arm die Siegesgöttin Athene und die Olympischen Ringe bewundern. "Ohne Olympia wäre alles nicht möglich gewesen", räumt er ein und freut sich, dass die Popularität auch Geld in die Taschen spült. "Ich kann jetzt ganz gut von meinem Sport leben." Allein für den asiatischen Markt kümmert sich eine dreiköpfiges Manager-Crew um ihn. Zum Promi-Team gehören außer Nguyen keine Sportler, eher Tänzer und Künstler.

Nun ist das Abenteuer Hongkong aber erst mal abgehakt, seit April gilt Nguyens volle Konzentration wieder dem Turnen. "Ich denke, er hat momentan noch ein paar Reserven. Aber bis zur WM in Nanning wird er wieder bei 100 Prozent sein", meint Sportdirektor Wolfgang Willam.

Neben dem Team-Wettbewerb rechnet sich Nguyen beste Chancen am Barren aus. Obwohl eine Risswunde an der Hand zuletzt kaum intensives Training zuließ, will der Europameister von 2011 und 2012 wieder angreifen. "Seine Übung ist eine Granate. Wenn er die durchkriegt, ist er ganz vorn mit dabei", ist sich Team-Gefährte Fabian Hambüchen sicher. Tatsächlich hat Nguyen den Schwierigkeitsgrad auf 7,1 aufgestockt, ein absoluter Spitzenwert. Ende März gewann er beim Challenge Cup in Doha Ende März.

Aber noch nicht alle Elemente sitzen traumhaft sicher. Vor allem die Felge Diamidow bereitet ihm noch einige Mühe. "Egal. Ich gehe volles Risiko. Wenn ich eine 'sichere' Übung turne und dann patze, wäre es viel ärgerlicher. Dafür bin ich nicht der Typ", kündigte er an. Sollte er seine Übung inklusive des spektakulären Tsukahara-Abgangs durchbringen, könnte der dritte Barren-Titel keine Utopie bleiben.

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