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Nico Rosberg vs. Lewis Hamilton: Giftig wie einst Senna gegen Prost

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Knallhartes Teamduell  

Giftig wie einst Senna gegen Prost

28.05.2014, 06:43 Uhr | t-online.de

Nico Rosberg vs. Lewis Hamilton: Giftig wie einst Senna gegen Prost. Lewis Hamilton (li.) und Nico Rosberg kämpfen knallhart um die WM-Krone. (Quelle: imago/LAT Photographic)

Lewis Hamilton (li.) und Nico Rosberg kämpfen knallhart um die WM-Krone. (Quelle: imago/LAT Photographic)

Die Teamduell zwischen Lewis Hamilton und Nico Rosberg hat in Monaco eine völlig neue Dimension angenommen. Auslöser war der Verbremser von Rosberg in der Schlussphase der Qualifyings. Dadurch nahm der Deutsche, gewollt oder ungewollt, Hamilton die Chance, seine Zeit zu schlagen. Danach kochte der Brite vor Wut.

In der vergangenen Saison war das Duell Sebastian Vettel gegen Mark Webber im Fokus, das der Deutsche allerdings zu jeder Zeit im Griff hatte. Der "Krieg der Sterne" scheint dagegen völlig offen und erinnert an die Mutter aller Teamfeindschaften: Alain Prost gegen Ayrton Senna bei McLaren-Honda.

Hamilton als Senna gegen Rosberg als Prost

Die Parallelen sind verblüffend. Mercedes ist 2014 ähnlich dominant wie das McLaren-Honda-Team Ende der 1980er Jahre. Ebenso wie Hamilton ist Senna zum Team gestoßen, in dem Rosberg bzw. Prost bereits fuhr.

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Suzuka-Kollision als Höhepunkt

Erste Risse in der Beziehung zwischen Senna und Prost gab es beim Rennen in Imola. Prost warf Senna vor, sich nicht an eine angebliche Absprache, ihn nicht zu überholen, gehalten zu haben.

Der Höhepunkt des teaminternen Duells war der Grand Prix in Suzuka. Senna musste unbedingt gewinnen, um die WM für sich zu entscheiden und rückte seinem Teamkollegen immer dichter auf die Pelle. In der Casino Schikane stach der "Magische" auf der Innenseite hinein, der "Professor" aber machte die Tür zu und es kam zur Kollision. Während Prost ausstieg, ließ sich Senna von Streckenposten anschieben und gewann das Rennen. Im Nachhinein wurde Senna jedoch wegen des illegalen Nutzens einer Schikane disqualifiziert und Prost war der Weltmeister. Senna fühlte sich vom damaligen FIA-Präsidenten Jean-Marie Balestre betrogen, da dieser ebenfalls Franzose war.

Hamilton will sich eine Scheibe bei Senna abschneiden

Die Frage nach der Schuld des Unfalls wurde nie geklärt. Allerdings hatte Prost angekündigt, dass er die Tür nicht aufmachen werde und heute gilt es als wahrscheinlich, dass Prost den Crash provoziert hat.

Hamilton nahm nach dem Qualifying Bezug auf das legendärste aller F1-Duelle und sagte, dass er sich bei Senna eine Scheibe abschneiden würde, was einer Drohung gleichkam. Als der Brite später darauf angesprochen wurde, revidierte er jedoch: Es sei nur ein Witz gewesen.

Hamilton faucht Renningenieur an

Ex-F1-Pilot Alexander Wurz allerdings hätte im ORF "sein Geld verwettet", dass "Lewis die Brechstange ausgepackt und genau einen Zentimeter zu wenig Platz gelassen hätte", wenn Rosberg nicht so einen Raketenstart hingelegt hätte. Das Gleiche gelte aber auch für den Deutschen. "Nico hätte genau dasselbe gemacht. In dieser Situation hätten das Ego und der Zweikampf Überhand genommen, und es hätte in Tränen geendet", sagte Wurz.

Hamilton war das ganze Rennen äußert aggressiv und zeigte dies auch offen in seinen Funksprüchen: Nachdem Rosberg in der 25. Runde vor Hamilton zum Reifenwechsel in die Boxengasse gerufen wurde, unterstellte dieser seinem Team Benachteiligung und schimpfte in Richtung Renningenieur Peter Bonnington: "Ihr hättet mich eine Runde vorher reinholen müssen. Jetzt habe ich keine Chance mehr, Nico noch zu kriegen. Und ich wusste, ihr holt mich nicht rein."

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Berger: "Werden Explosion erleben"

Auch später als sein Team ihn warnte, dass Daniel Ricciardo von hinten Druck mache, knurrte Hamilton: "Mich interessiert nicht, was hinter mir ist. Ich will wissen, was mit Nico ist." Auf dem Podium verweigerte Hamilton dem Deutschen sogar den Handschlag.

Gerhard Berger, der zu Zeiten der Senna-Prost-Rivalität Ferrari-Pilot und ein guter Freund des Brasilianers war, erwartet bald die nächste Eskalationsstufe. "In den nächsten Rennen werden wir eine Explosion erleben", sagte der Österreicher in der Sendung "Sport und Talk aus dem Hangar 7" auf Servus TV.

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Berger: "Hamilton muss Hausaufgaben besser machen"

"Bei Rosberg und Hamilton erkennt man ganz klar, dass die Spielchen jetzt losgehen. Das gehört dazu und ist Rennsport auf höchstem Niveau", so Berger. "Hamilton hat den Speed, Rosberg hat das bessere Paket. Ich durfte vor dem Grand Prix in Monaco mit beiden zusammen zu Abend essen - die Nadelstiche kommen unentwegt."

Berger kritisierte zudem Hamilton, weil dieser "seine Hausaufgaben besser machen muss. Er ist momentan der schnellste Mann in der Formel 1, aber sein Paket ist noch nicht perfekt. Er konzentriert sich zu viel auf Nebensächlichkeiten". Die Formel-1-Fans dürfte es freuen, denn trotz der Überlegenheit von Mercedes ist Spannung und Spektakel zu erwarten.

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