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Volleyballer verzücken in Weltliga

02.06.2014, 11:32 Uhr | dpa

Volleyballer verzücken in Weltliga. Deutschlands Volleyballer besiegten Argentinien mit 3:2.

Deutschlands Volleyballer besiegten Argentinien mit 3:2. Foto: Sebastian Kahnert. (Quelle: dpa)

Salta (dpa) - Bundestrainer Vital Heynen gerät bei seinen Volleyballern manchmal selbst ein bisschen ins Staunen.

"Wir haben uns heute selbst ein gutes Stück überrascht. Zwei Sätze waren nicht so gut, aber dann haben wir uns so richtig reingebissen in dieses Spiel", meinte der Belgier voller Stolz nach dem dritten Sieg im vierten Weltligaduell.

Nach einem Kraftakt bezwang das DVV-Team den Weltranglistensiebten Argentinien in Salta mit 3:2 (20:25, 20:25, 25:20, 25:16, 15:13) und machte dabei einen 0:2-Satzrückstand wett. "Wir haben nie aufgegeben, immer weiter gekämpft, auch als wir im Tiebreak 6:10 zurücklagen", erläuterte Heynen weiter. Eins steht für ihn nach dem überraschenden Erfolg nun fest: "So will ich die Mannschaft immer sehen."

Der Belgier wird sein junges Team künftig an dieser Leistung messen. Die Steigerung verblüfft jedoch, denn tags zuvor hatte der personell neu formierte EM-Sechste gegen die Gastgeber noch klar mit 0:3 verloren. Und auch diesmal bereiteten die Argentinier um den starken Facundo Conte mit ihren Aufschlägen immer wieder Probleme.

"Ich bin sehr froh, dass wir uns mit einem Sieg aus Argentinien verabschiedet und uns damit für die harte Arbeit belohnt haben. Das Wochenende hat aber auch gezeigt, woran wir noch hart arbeiten müssen", resümierte Außenangreifer Christian Fromm, der mit 17 Zählern eine echte Bank war.

Auch sein Teamkollege Denis Kaliberda, der zum Auftakt gegen Japan wegen Wadenproblemen noch geschont worden war, stellte mit 16 Punkten in der Offensive mal wieder seinen hohen Wert unter Beweis. "Wir haben es geschafft, als Mannschaft zusammen zurückzukommen", erklärte der 23-Jährige erschöpft. "Ich bin megafertig, der letzte Punkt war fünf Uhr deutscher Zeit. Schön, dass wir noch gewonnen haben."

Der Weltranglistenzehnte ist nun in Gruppe D mit sieben Zählern Zweiter hinter Frankreich, das in der kommenden Woche in Stuttgart gastiert. "Da ist so viel Luft nach oben", frohlockte Kaliberda. "Die Devise heißt: arbeiten, arbeiten, arbeiten. Jetzt freuen wir uns auf Stuttgart. Die Franzosen sind stark, aber wenn wir gut spielen, haben wir alle Möglichkeiten zu gewinnen."

Heynen wird vor heimischem Publikum wieder auf einige Akteure zurückgreifen, die zuletzt wegen privater oder beruflicher Verpflichtungen pausieren durften. Kapitän Jochen Schöps, Marcus Böhme, Tim Broshog und Ferdinand Tille dürften am Neckar wieder dabei sein. Vielleicht gerät Heynen ja auch dann ins Staunen.

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