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Deutsche Fechter streben drei bis vier EM-Medaillen an

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Deutsche Fechter streben drei bis vier EM-Medaillen an

06.06.2014, 14:27 Uhr | dpa

Deutsche Fechter streben drei bis vier EM-Medaillen an. Peter Joppich gewann 2013 bei der EM in Zagreb Gold.

Peter Joppich gewann 2013 bei der EM in Zagreb Gold. Foto: Imre Foldi. (Quelle: dpa)

Düsseldorf (dpa) - Deutschlands Fecht-Sportdirektor Sven Ressel hat vor den Europameisterschaften in Straßburg hohe Erwartungen an seine 26 Athleten. "Wir wollen drei bis vier Medaillen. Das ist unser Ziel", sagte Ressel der Nachrichtenagentur dpa vor den am Samstag beginnenden Titelkämpfen.

Bei der EM 2013 in Zagreb war Deutschland mit Gold für Florett-Ass Peter Joppich aus Koblenz, Degen-Mann Jörg Fiedler vom FC Leipzig und das männliche Florett-Team sowie Florett-Bronze für die Tauberbischofsheimerin Carolin Golubytskyi hinter Italien (3/1/4) zweitbeste Nation.

Ressel sieht indes ein großes Handicap vor Straßburg: "Von einer richtigen Vorbereitung kann man nicht sprechen." Der sehr dichte Weltcup- und Grand-Prix-Wettkampfkalender ließ das, abgesehen von Wochenend-Kurzlehrgängen, nicht zu. Ressel: "Das ist extrem schwierig geworden."

Die größten Erfolgsaussichten haben laut Ressel der viermalige Einzel-Weltmeister Joppich und Peking-Olympiasiegerin Britta Heidemann (Leverkusen) mit dem Degen: "Die sind immer für Titel gut." Und obwohl der ehemalige Einzel-Weltmeister Nicolas Limbach wegen einer Verletzung fehlt, traut Ressel auch den Säbelherren einen Coup zu: "Da sollte etwas drin sein." Für Limbach wurde dessen Dormagener Mitfechter Richard Hübers nachnominiert.

Ein Problem musste der Deutsche Fechter-Bund (DFeB) vor Straßburg lösen: der ehemaligen Europameisterin Imke Duplitzer (TSG Halle-Neustadt) beizubringen, dass sie bei der EM und wohl auch bei den Welt-Titelkämpfen im russischen Kasan (15. bis 23. Juli) nicht für die Degenmannschaft ficht. Für sie tritt im Team die Leverkusenerin Alexandra Ndolo an.

"Es war nicht einfach, Imke das zu vermitteln", sagte Ressel. Doch der Verband will auch künftig nicht generell auf die fast 39-Jährige verzichten. Sollte die geplante Neuausrichtung des Teams auf die Olympischen Spiele 2016 in Rio de Janeiro indes nicht optimal verlaufen, könnte die Europameisterin von 1999 und 2010 durchaus erneut für die Mannschaftswettkämpfe berücksichtigt werden, meinte Ressel.

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