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Vettel: "Gut für uns, wenn die sich in die Kiste fahren"

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Hoffen auf Krieg der Sterne  

Vettel: "Gut für uns, wenn die sich in die Kiste fahren"

06.06.2014, 19:45 Uhr | sid

Vettel: "Gut für uns, wenn die sich in die Kiste fahren". Sebastian Vettel glaubt nicht an einen Sieg aus eigener Kraft. (Quelle: xpb)

Sebastian Vettel glaubt nicht an einen Sieg aus eigener Kraft. (Quelle: xpb)

Mit einem Lächeln auf den Lippen sprach Sebastian Vettel aus, was alle denken - und nannte das wohl einzige Mittel gegen den nächsten Mercedes-Doppelsieg beim Namen. "Wenn die sich gegenseitig in die Kiste fahren, dann ist das gut für uns", sagte der Weltmeister vor dem Großen Preis von Kanada über das hitzige Privatduell von Nico Rosberg und Lewis Hamilton: "Ich hätte nichts dagegen."

Charmant ist das nicht, aber es verwundert kaum. Denn bei normalem Rennverlauf, soviel scheint klar, ist die Überlegenheit der Silberpfeile auch auf dem Vollgaskurs in Montreal erdrückend. Die Frage nach dem Wann ist daher eine der aktuell meistgestellten in der Formel 1: Wann kommt es auf der Strecke zum ersten Knall zwischen den Silberpfeil-Piloten?

Hamilton war in Monaco sichtlich angefressen

Zwischen den vermeintlichen Jugendfreunden Rosberg und Hamilton also, die das WM-Klassement mit großem Vorsprung anführen - die aber auch die Spannungen innerhalb des Teams zuletzt nicht verbergen konnten. Vor zwei Wochen in Monte Carlo waren diese so offen zu Tage getreten, dass anschließend ein klärendes Gespräch nötig war. "Wir haben miteinander geredet", sagt Rosberg, "weil jeder sehen konnte, was in Monaco abgegangen ist. In jeder Hinsicht."

Im Fürstentum war der Kampf der Silberpfeil-Piloten um die WM-Führung auch abseits der Strecke öffentlich ausgetragen worden - Hamiltons kaum verpackter Vorwurf des unsportlichen Verhaltens gehörte dazu und auch sein demonstrativer Verzicht auf eine Gratulation nach Rosbergs Sieg. "Wir sind Kollegen, keine Freunde", hatte der sichtbar angefressene Brite nach dem Rennen gesagt.

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Vettel glaubt nicht wirklich an einen Crash

Zwei Wochen später, im Fahrerlager auf der Ile Notre-Dame, klingt das nun ganz anders. Hamilton habe "die Initiative ergriffen, Nico angerufen und wir haben die Sache begraben", schrieb er in seiner "BBC"-Kolumne, eine Niederlage sei schließlich "nicht das Ende der Welt". Die Freundschaft sei weiter intakt, und Mercedes ist ansonsten bemüht, das Thema zu wechseln. "Wir hatten hier in Kanada schon ein gemeinsames Abendessen mit dem Team, es hat sich nichts geändert", sagte Hamilton: "Nico und ich kennen uns sehr lange, man hat eben Höhen und Tiefen, das war nie anders bei uns beiden."

Angesichts des engen Kampfes um den Titel sind Reibereien derweil zweifellos nachvollziehbar. Nur vier Punkte trennen Spitzenreiter Rosberg (122) im WM-Klassement von Hamilton, die Anspannung steigt mit jedem Rennen. Dass diese Konstellation schon in Kanada zur Eskalation auf der Strecke führt, darauf will sich die Konkurrenz trotzdem nicht verlassen. "Ich denke, sie sind schlau genug, einen Unfall zu vermeiden", sagt Vettel, der aufgrund anhaltender Probleme mit seinem Red Bull bereits 77 Punkte Rückstand auf Rosberg hat.

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Mercedes ist wohl nicht einzuholen

Und dass sich an der Überlegenheit der stark motorisierten Silberpfeile gerade in Montreal etwas ändert, glaubt niemand, am wenigsten Hamilton selbst. "Ich habe nicht das Gefühl, dass das der Fall sein könnte", sagt der 29-Jährige: "Die langen Geraden kommen uns sehr entgegen. Es wird weiterhin ein harter Kampf zwischen Nico und mir, darauf freue ich mich."

Auch wenn Fernando Alonso beim Auftakt-Training in Kanada die Bestzeit vor den beiden Silberpfeil-Piloten gefahren ist, spricht alles dafür, dass auch nach dem siebten Saisonlauf ein Mercedes-Pilot jubelt - es sei denn, die Frage nach dem Wann wird doch schon in Kanada beantwortet.

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