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Steiner-Kommission: Kein Königsweg im Anti-Doping-Kampf

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Sportpolitik  

Steiner-Kommission: Kein Königsweg im Anti-Doping-Kampf

11.06.2014, 16:37 Uhr | dpa

Steiner-Kommission: Kein Königsweg im Anti-Doping-Kampf. Eine Kommission untersuchte den Anti-Doping-Kampf.

Eine Kommission untersuchte den Anti-Doping-Kampf. Foto: Patrick Seeger. (Quelle: dpa)

Frankfurt/Main (dpa) - Im Kampf gegen Doping gibt es keinen Königsweg, eine Alternative für die konsequente Fortsetzung der Bemühungen aber auch nicht. Dies ist die Kernaussage im Abschlussbericht der unabhängigen Steiner-Kommission, die der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) veröffentlichte.

Auf 74 Seiten setzt sich das vom ehemaligen Richter am Bundesverfassungsgericht, Udo Steiner, geleitete Gremium analytisch und kritisch mit historischen und aktuellen Aspekten der Sportgeißel Doping auseinander.

Die Kommission "Doping in Deutschland" war vom DOSB im August/September 2013 berufen worden. Das siebenköpfige Expertengremium hatte sich seither in fünf Sitzungen mit der Studie "Doping in Deutschland von 1950 bis heute aus historisch-soziologischer Sicht im Kontext ethischer Legitimation" sowie weiteren Berichten von Forschergruppen aus Münster und Berlin auseinandergesetzt, um dem DOSB-Präsidium Handlungsempfehlungen zu geben.

"Nur die Summe koordinierter Maßnahmen und Vorkehrungen vermittelt eine Chance auf Erfolg", heißt es in der Studie weiter. "Qualität und Quantität von Prävention und Sanktionierung bei Dopingvergehen haben heute national und international einen Stand erreicht, der weit über das hinausgeht, was Standard im Zeitraum vor 1990 war." Kein Anti-Doping-Konzept habe aber den Einzelfall im Griff, wurde betont. "Auch der Sport in Deutschland weiß nicht genau, wo er trotz aller Bemühungen in der Anti-Dopingarbeit steht."

Durch die Gründung der Welt-Anti-Doping-Agentur WADA sei die Effektivität der Doping-Bekämpfung verbessert worden. "Unbefriedigend bleibt hierbei derzeit die fehlende weltweite Harmonisierung der Dopingkontrollen außerhalb des Wettkampfes sowie auf nationaler Ebene die nicht ausreichende finanzielle Absicherung der NADA", wird in der Studie kritisiert.

DOSB-Präsident Alfons Hörmann hob vor allem die Kernforderung des Abschlussberichts hervor, "die Anti-Dopingarbeit mit Nachdruck fortzusetzen". Der DOSB werde seine intensiven Bemühungen auf diesem Feld "mit voller Kraft weiterführen". Dazu gehöre auch, die von der Kommission angeregte "Bestandsaufnahme der Entwicklungen in der Dopingfrage bis zum Jahr 2014" zu initiieren.

"Die Kommission gibt dem organisierten Sport, aber auch der Politik und Gesellschaft wichtige Hinweise, wie der gemeinsame Anti-Doping-Kampf weiter zu verbessern ist", sagte DOSB-Generaldirektor Michael Vesper. Er begrüßte die klare Aussage der Kommission, wonach die Schiedsgerichtsbarkeit "für die kompetente, zügige und einheitliche Entscheidung von Rechtskonflikten im nationalen und internationalen Sportraum unentbehrlich" ist.

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