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Gymnastin stellt Strafanzeige: körperliche Gewalt

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Gymnastin stellt Strafanzeige: körperliche Gewalt

16.06.2014, 20:49 Uhr | dpa

Berlin (dpa) - Eine 16-jährige Auswahl-Gymnastin aus Halle/Saale und ihre Mutter haben schwere Vorwürfe gegen das Trainerteam am Bundesleistungszentrum Fellbach-Schmiden erhoben und Strafanzeige bei der Polizei gestellt.

Wie der Deutsche Turner-Bund DTB mitteilte, geht es dabei um die Anwendung körperlicher Gewalt, Beleidigungen, Essensentzug sowie die Verabreichung verschreibungspflichtiger Medikamente. Wie es in der Erklärung des DTB heißt, nehme der Verband die Vorwürfe sehr ernst.

"Sollten diese Vorwürfe stimmen, wird es die fristlose Kündigungen für die betroffenen Trainerinnen geben. Aber im Moment spricht nichts dafür. Selbst Mannschaft-Kolleginnen sind der Meinung, dass diese Behauptungen nicht stimmen", sagte Rainer Brechtken, der Präsident des Deutschen Turner-Bundes, am Montag.

Die 16-jährige Sportlerin wirft den Betreuerinnen in einem Offenen Brief Schläge ins Gesicht sowie wiederholte verbale Beschimpfungen wie "fette Kuh" oder "dicke Schlampe" vor. Sie sei auch gedrängt worden, gegen einen fiebrigen Infekt ohne ärztliche Indikation verschreibungspflichtige Antibiotika zu nehmen.

"Seit ich am Stützpunkt arbeite, habe ich nie Fälle von körperlicher Gewalt mit eigenen Augen gesehen", erklärte Stützpunktleiter Thomas Schütte der Nachrichtenagentur dpa. "Die Trainerinnen haben mir gegenüber auch beteuert, nie Medikamente verabreicht zu haben. Die Athletin behauptet das Gegenteil, einer muss also nicht die Wahrheit sagen. Das gilt es nun zu klären", unterstrich Schütte.

Der Verband will jetzt eingehend prüfen, welche Maßnahmen zu ergreifen sind, um derartige Konfliktfälle zukünftig früher zu erkennen und umgehend zu klären. DTB-Präsident Rainer Brechtken waren die Vorwürfe am 2. Juni bekanntgeworden, heißt es in der DTB-Erklärung. Am 3. Juni habe Sportdirektor Wolfgang Willam telefonisch Kontakt mit der Mutter der Gymnastin aufgenommen und eine Klärung der Sachverhalte zugesagt.

Auch die beiden Trainerinnen seien zu den schweren Vorwürfen befragt worden. Sie hätten in ihrer Anhörung eindeutig und klar erklärt, dass die angesprochenen Vorwürfe in allen Einzelpunkten nicht zutreffen, teilte der DTB mit. Auch bei der Anhörung anderer Auswahl-Gymnastinnen hätten sich die Vorwürfe nicht bestätigt.

Am 11. Juni habe Sportdirektor Willam die Athletin und deren Mutter bei einem persönlichen Gespräch in Halle mit den Aussagen der Trainerinnen und der übrigen Athletinnen konfrontiert. Die Athletin und ihre Mutter hätten die Vorwürfe trotz der gegenteiligen Aussagen der Beschuldigten aufrechterhalten.

Wie der DTB mitteilte, gaben die betroffenen Trainerinnen eine Erklärung ab, dass keine der angesprochenen Vorwürfe zutreffen. Sie seien vom DTB-Präsidenten darüber in Kenntnis gesetzt worden, dass jeder einzelne Punkt der Vorwürfe sofortige arbeitsrechtliche Konsequenzen nach sich zieht, wenn sich herausstellen sollte, dass einzelne Punkte ihrer Erklärung nicht zuträfen. In diesem Gespräch hätten sich die Trainerinnen vorbehalten, ihrerseits rechtliche Schritte wegen übler Nachrede einzuleiten.

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