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"Zu viel Kontrolle" in F1: Lauda fordert Rückkehr zu "alten Tagen"

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"Zu viel Kontrolle"  

Lauda fordert Rückkehr zu "alten Tagen"

23.06.2014, 15:47 Uhr | t-online.de

"Zu viel Kontrolle" in F1: Lauda fordert Rückkehr zu "alten Tagen". Niki Lauda wünscht sich weniger Untersuchungen und Bestrafungen in der Formel 1. (Quelle: imago/Crash Media Group)

Niki Lauda wünscht sich weniger Untersuchungen und Bestrafungen in der Formel 1. (Quelle: imago/Crash Media Group)

Mehr Spektakel in der Formel 1 - das ist eine der zentralen Aufgaben mit denen sich die Verantwortlichen derzeit beschäftigen. Jetzt hat sich auch Niki Lauda in der Debatte zu Wort gemeldet und eine Überreglementierung beklagt. "Für mich gibt es zu viel Kontrolle", zitiert "motorsport-total.com" die Rennfahrerlegende. Bei dem kleinsten Vorfall wird sofort eine Untersuchung eingeleitet. "Wir sollten es den Fahrern überlassen und nicht immer von außen eingreifen, ehrlich", so Lauda.

Lauda hält die vielen Bestrafungen für ein "ernstes Problem" und fordert, dass die Rennkommissare überhaupt nicht mehr eingreifen. "Wenn nach dem Rennen jemand protestieren möchte, dann soll er es tun. Dazu sind viel Geld, viele Anwälte und viel Bullshit nötig", sagte der Mercedes-Aufsichtsratsboss.

"Müssen die alten Tage zurückbringen"

"Die Zuschauer verlassen uns, weil wir keine Racer mehr sind", ist Lauda Meinung. Heute werde bereits eine Untersuchung eingeleitet, wenn sich zwei Autos auch nur berührt haben könnten. "Was ich nicht mag: Wenn ich ein Rennen wie Montreal sehe, wo sich Nico und Lewis am Start nahe gekommen sind, und dann 'under investigation' (deutsch: "wird untersucht") eingeblendet wird", sagte Lauda. Den Crash zwischen Sergio Perez und Felipe Massa in Kanada hält er für einen "normalen Rennunfall". Die Kommissare bestraften den Mexikaner mit einer Versetzung in der Startaufstellung in Österreich.

Deshalb sei er auch schon bei Renndirektor Charlie Whiting gewesen. "Ich bin zu Charlie und Bernie gegangen und habe gesagt, wir müssen die alten Tage zurückbringen, wo Piquet dem anderen Typen in Hockenheim eins auf die Rübe gegeben hat." Der 65-Jährige spielt auf eine Szene in Hockenheim 1982. Nach einem Crash lieferten Nelson Piquet und Eliseo Salazar den Zuschauern eine Boxeinlage. Der Österreicher scheint sich aber auch nicht sicher zu sein, dass die modernen Fahrer zu so etwas überhaupt noch fähig sind, denn er rät zu einer besonderen Fortbildung: "Man sollte sie zu Nelson schicken, der ihnen eine Anleitung geben kann."

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