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NHL: Leon Draisaitl wünscht sich eine Hype wie bei Nowitzki

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Eishockey  

NHL: Draisaitls Wunsch nach einem Nowitzki-Hype

26.06.2014, 10:47 Uhr | dpa

NHL: Leon Draisaitl wünscht sich eine Hype wie bei Nowitzki. Leon Draisaitl ist das begehrteste Talent im NHL-Draft 2014.

Leon Draisaitl ist das begehrteste Talent im NHL-Draft 2014. Foto: Anatoly Maltsev. (Quelle: dpa)

Philadelphia (dpa) - Leon Draisaitl will nichts anderes werden als der Dirk Nowitzki des deutschen Eishockeys. "Dafür würde ich alles tun", erklärte das 18 Jahre alte Ausnahmetalent vor den diesjährigen NHL-Drafts, die am Freitagabend in Philadelphia beginnen.

Noch ist Draisaitl vom Bekanntheitsgrad des Basketball-Riesen weit entfernt. Doch beim Eishockey-Talente-Markt, bei dem die Teams aus der weltbesten Profiliga sich die Rechte an den größten Talenten des Erdballs sichern, könnte er deutsche Sportgeschichte schreiben.

Viele Experten sehen die Chance, dass der deutsche Nationalspieler als erster Spieler überhaupt gezogen wird. Damit wäre er nicht nur der erste Deutsche, dem diese Ehre und Bürde zugleich zuteilwird. Überhaupt schafften dies erst sechs Nicht-Nordamerikaner. "Ich denke, von den Top-Namen kann jeder der erste Pick sein", sagte der Stürmer.

Der Druck, der auf ihm lastet, scheint dem Spross des früheren Nationalspielers Peter Draisaitl nichts auszumachen. Schon bei der aus deutscher Sicht sonst so miesen WM im Mai beeindruckte der Youngster mit seiner Abgeklärtheit und seinen Fähigkeiten die Fachwelt. "Eine Schwäche gibt es nicht", lobte NHL-Chefscout Dan Marr das in Kanada bereits als "German Gretzky" gepriesene Supertalent: "Er hat sicherlich das Potenzial zur Nummer eins."

105 Scorerpunkte in 64 Spielen sammelte Draisaitl vergangene Saison für die Prince Albert Raiders in der kanadischen Juniorenliga WHL. Gegen gestandene Profis stand Draisaitl erstmals bei der WM in Minsk unter Druck. Bundestrainer Pat Cortina schwärmte schon vor dem Turnier. "Vielleicht wird er auch besser als Gretzky", vermutete der Coach damals: "Er ist gut genug, sich als Leon Draisaitl einen Namen in der Eishockey-Welt zu machen." Draisaitl hielt dem Stand. Der Stürmer blieb zwar nicht fehlerlos, überzeugte aber mit seiner Übersicht und drehte im letzten Spiel gegen die USA mit seinem ersten Länderspieltreffer und zwei Vorlagen noch einmal auf.

Getrimmt für den Weg zum Superstar, so kommt Draisaitl rüber. "Ich möchte ein Typ werden, der jüngere dazu bringt, Eishockey zu spielen. Ich bin stolz, Deutscher zu sein, und will das Land stolz machen", sagte der nationale Hoffnungsträger. Zu hohe Erwartungen? Damit müsse er umgehen können, wenn er wirklich etwas werden will. "Jeder Superstar hat Druck und muss jedes Spiel seine beste Leistung abliefern, ansonsten wird er schnell niedergezogen von den Medien, von den Fans", erklärte Draisaitl.

Der beim Draft am frühesten gezogene Deutsche überhaupt wird der gebürtige Kölner sicher. Bislang ist dies Ex-Torhüter Olaf Kölzig, der 1989 von den Washington Capitals an 19. Position gezogen wurde und danach 764 Spiele in der NHL absolvierte. Eine ähnliche Karriere winkt Draisaitl nun auch. "Um ehrlich zu sein, ob ich nun an 1 oder an 10 gezogen werde, ist relativ egal", behauptet Draisaitl.

Sein einziges Ziel ist es, bereits in der kommenden Saison in der NHL zu spielen und nicht noch in einem Farmteam Erfahrung zu sammeln. Die Chancen dafür stehen gut. Die ersten Zugriffsrechte haben traditionell die schwächsten Teams der Liga. Erstaunlich abgeklärt beantwortete der potenzielle Superstar die immer gleichen Fragen, ob er sich einen bestimmten Club wünsche. Oder ob er lieber in Kanada oder den USA landen würde. Das sei ihm alles egal, betonte der Youngster. Einfluss hat er darauf ohnehin nicht.

Gezaudert hat er nur einmal in seinem bislang kurzen Sportlerleben. Und das ist schon länger her. Als Kind verspürte er auf einmal keine Lust mehr auf den schnellen und harten Sport auf dem Eis. "Mich hat es genervt, mich immer so lange anzuziehen, mir war das ein bisschen zu anstrengend", erinnerte sich Draisaitl, "und da habe ich halt mal Fußball ausprobiert. Aber das war dann doch nichts für mich." Wie alt er damals war, weiß er schon nicht mehr. Schnell wechselte Draisaitl zurück zum Eishockey - zum Glück! Denn nun macht sich er daran, einer der größten Stars seiner Sportart zu werden, die Deutschland je hervorgebracht hat.

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