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Sehnsuchtsort Hawaii: Frodeno will "Eisenmann" werden

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Triathlon  

Sehnsuchtsort Hawaii: Frodeno will "Eisenmann" werden

04.07.2014, 13:39 Uhr | dpa

Sehnsuchtsort Hawaii: Frodeno will "Eisenmann" werden. Jan Frodeno will im fortgeschrittenen Karriere-Alter nochmal angreifen.

Jan Frodeno will im fortgeschrittenen Karriere-Alter nochmal angreifen. Foto: Markus Scholz. (Quelle: dpa)

Frankfurt/Main (dpa) - Den Respekt der Eisenmänner hat sich Triathlon-Olympiasieger Jan Frodeno schnell erworben. Schon vor seinem Debüt über die Ironman-Strecke bei der EM am Sonntag in Frankfurt am Main wird der 32-Jährige von der Konkurrenz ernst genommen.

"Ich dachte, ich wäre gut drauf, bis ich Jan gesehen habe. Größer, schlanker, und dann zerquetscht er einem beim Gruß noch die Hand", flachste der zweimalige 70.3-Weltmeister Sebastian Kienle über seinen Kumpel.

Vor einem Jahr war Frodeno von den Kurz- auf die Langstrecken umgestiegen. Ein Wagnis im fortgeschrittenen Karriere-Alter. "Am Anfang war es schon eine gewisse Skepsis. Zunächst war das ein Beschnuppern: Meint der das ernst oder will er uns nur abziehen?", berichtete der Saarbrücker in einem Interview der Nachrichtenagentur dpa über die ersten Reaktionen seiner neuen Kollegen. "Inzwischen ist es echt gut."

Dazu beigetragen haben vor allem seine drei Siege in diesem Jahr gegen starke Gegner in Rennen über die Mittelstrecke. Doch nun steht er vor der womöglich größten Herausforderung seiner Laufbahn: 3,8 Kilometer Schwimmen, 180 Kilometer Radfahren und zum Abschluss ein Marathonlauf - eine solche Tortur über acht Stunden hat der gebürtige Kölner noch nie erlebt.

"Ich gehe mit einer positiven Nervosität und sehr viel Respekt in dieses Rennen. Ich weiß nicht, was mich erwartet", gesteht der Modellathlet. "Ich weiß, dass ich vom Training her nicht mehr hätte machen können, dass ich auf jeden Fall optimal aufgestellt bin." Jedoch gibt es viele Unbekannte. "Da kommen aber noch Fragen wie Ernährung, Ruhe bewahren und Renngestaltung dazu."

Frankfurt und die EM hat er sich bewusst als Ort für den Einstand gewünscht. Dass dabei das Starterfeld in der Bankenmetropole mit Ironman-Weltmeister Frederik van Lierde aus Belgien, Kienle, Andreas Raelert und dem Vorjahres-EM-Zweiten Jan Raphael so hochkarätig ist wie noch nie, freut ihn.

"Den Anspruch habe ich als Profisportler, mich mit den Besten der Welt zu messen", sagte Frodeno. "Natürlich ist dies zu Anfang gleich ein dicker Brocken. Andererseits ist es natürlich auch etwas wert, wenn du gleich ein gutes Resultat ablieferst." Da sei der Erfolg "auch ein bisschen was wert". An den Titel denkt er aber nicht: "Ich will mich ein wenig vom Resultat lossagen und auf die einzelnen Schritte konzentrieren."

Durch seine drei Mittelstrecken-Siege hat Frodeno beste Chancen, sich im sogenannten Kona-Ranking für den Ironman-Klassiker im Oktober an seinem Sehnsuchtsort Hawaii zu qualifizieren. Um Zweifel zu beseitigen, müsse er in Frankfurt ins Ziel kommen, glaubt er.

Begleitet wird er bei seiner im vergangenen Jahr gestarteten Reise ins Ironman-Abenteuer von Dan Lorang. Der DTU-Bundestrainer betreut ihn zumeist aus der Ferne, schreibt ihm die Trainingspläne, kommuniziert über Telefon und E-Mail.

Zum Team zählt zudem ein Physiotherapeut, den Frodeno ständig bei sich hat. Eine Investition, die sich lohnt. "Was sich wirklich getan hat, ist, dass ich ohne Verletzung bin, dass ich nicht morgens nach dem Aufstehen die ersten Meter zur Kaffeemaschine humpeln muss", meinte er. "Ich kann mich voll und ganz den Schmerzen des Trainings widmen und nicht meiner Achillessehne oder meiner Hüfte oder sonst irgendwas."

Ebenfalls ständig dabei: die australische Olympiasiegerin Emma Snowsill, seit Oktober Frau Frodeno. Die Umstellung von ledig auf verheiratet sei ihm leicht gefallen, versichert Frodeno: "Grundlegend ändert sich ja nicht soviel. Aber es ist ja schon cool, im Hotel als Herr und Frau Frodeno einzuchecken. Die Langstrecke habe ich ja noch nicht hinter mir. Aber ich habe das Gefühl, das wird deutlich härter."

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