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Streit um Polizeieinsätze: Verbände gegen Bremer Plan

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Fußball  

Streit um Polizeieinsätze: Verbände gegen Bremer Plan

06.07.2014, 15:54 Uhr | dpa

Streit um Polizeieinsätze: Verbände gegen Bremer Plan. Die Bremer Polizei ist besonders bei Gastspielen des HSV gefordert.

Die Bremer Polizei ist besonders bei Gastspielen des HSV gefordert. Foto: Carmen Jaspersen. (Quelle: dpa)

Bremen (dpa) - Der Streit um Polizei-Einsätze bei Fußballspielen verschärft sich. Bremen möchte als erstes Bundesland zukünftig das Geld für teure Bundesliga-Einsätze teilweise von der Deutschen Fußball Liga (DFL) zurückfordern.

Eine entsprechende Änderung im Bremischen Gebühren- und Beitragsgesetz soll der Senat nach Informationen von Radio Bremen am kommenden Dienstag beschließen. Die DFL, der Deutsche Fußball-Bund (DFB) und der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) wehren sich nach Informationen der "Neuen Osnabrücker Zeitung" gegen den Plan des Bremer Innensenators Ulrich Mäurer (SPD). "An öffentliche Sicherheit darf kein Preisschild gehängt werden", heißt es in einem Schreiben von DFB-Präsident Wolfgang Niersbach, DOSB-Chef Alfons Hörmann und Ligapräsident Reinhard Rauball an die Innenminister von Bund und Ländern.

Die Sportvertreter meldeten verfassungsrechtliche Bedenken gegen den Mäurer-Plan an. Zudem sei die Bezahlung allgemeiner Polizei-Einsätze mit "unserem Staatsverständnis, wonach für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung der Staat mit seinem Gewaltmonopol zuständig ist, nicht zu vereinbaren."

Die Bremer Senatsvorlage sieht vor, dass generell Veranstalter von großen Events mit massivem Polizeieinsatz zur Kasse gebeten werden können. Laut der NOZ handelt es sich um "gewinnorientierte Großveranstaltungen mit mehr als 3000 Zuschauern." Im Mittelpunkt dürften aber die attraktiven Bundesligaspiele von Werder Bremen wie etwa das Nordderby gegen den Hamburger SV stehen. Das Match gilt als Risikospiel.

Auch andere Bundesländer sehen den Bremer Vorstoß kritisch. "Ich halte nichts davon, einzelne Veranstalter heranzuziehen", sagte Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius (SPD) der Zeitung. Niedersachsen bleibe dabei, solche Pläne nicht zu verfolgen: "Das staatliche Gewaltmonopol ist nicht teilbar."

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