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Ferrari wird Opfer des Regens, aber es gibt auch Gewinner

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Wenn das Glück entscheidet  

Ferrari erlebt Debakel in irrem Qualifying

05.07.2014, 18:40 Uhr | sid, dpa, t-online.de

Ferrari wird Opfer des Regens, aber es gibt auch Gewinner. Fernando Alonso geht nach 20 Minuten bereits zu Fuß durch die Boxengasse. (Quelle: dpa)

Fernando Alonso geht nach 20 Minuten bereits zu Fuß durch die Boxengasse. (Quelle: dpa)

Englisches Regenwetter hat beim Qualifying zum Großen Preis von Großbritannien für einige große Überraschungen gesorgt. Besonders schlimm erwischte es Ferrari. Fernando Alonso fuhr nur die 19. schnellste Zeit, Kimi Räikkönen war sogar noch einen Platz schlechter. Damit absolvierte die Scuderia ihr schlechtestes Qualifying seit dem Grand Prix in Malaysia 2010.

Dem Williams-Team, das vor zwei Wochen in Österreich noch die erste Startreihe gebildet hatte, erging es ähnlich. Für Valtteri Bottas (17.) und Felipe Massa (18.) war ebenfalls bereits in Q1 Schluss. Es gab aber auch Profiteure des Regenchaos'.

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Alonso: "Haben nicht gepokert"

"Russisches Roulette" (Jenson Button), "Lotterie" (Sebastian Vettel), "Unberechenbar" (Nico Hülkenberg) - selbst die hochtechnisierte Formel 1 hatte für den ständig stärker und schwächer werdenden Regen kein Rezept. Glück war ein entscheidender Faktor.

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Die Traditionsteams Ferrari und Williams hatten sich im Reifenpoker auf der abtrocknenden Strecke schlicht verspekuliert. "Wir waren am falschen Ort zur falschen Zeit und mit den falschen Reifen", sagte Alonso. Den Vorwurf, ein zu hohes Risiko eingegangen zu sein, wies der Spanier zurück. "Wir haben nicht gepokert, wir haben einfach nur auf die Bedingungen auf der Strecke reagiert", sagte er zu "Sky Sports F1".

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Alonso: "Schmaler Grat zwischen Held und großem Fehler"

Im ersten Durchgang gab es ein kurzes Zeitfenster, in dem die Strecke trocken genug war, um mit Slicks schnell zu sein. Doch Ferrari und Williams waren einfach zu spät dran. "Wir haben uns angesehen, was die anderen machen und als wir gesehen haben, dass die Sauber mit den Medium-Reifen im ersten Sektor gleich schnell waren, haben wir die auch schnell aufgezogen", erklärte Alonso. "Offenbar waren wir aber nicht schnell genug, die Strecke war wieder nass und wir konnten die Runde nicht abschließen. Es ist ein schmaler Grat, ob man ein Held ist oder einen großen Fehler macht. Und heute haben wir einen Fehler gemacht."

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Für Räikkönen hatte Ferrari schlicht Pech. Auf Nachfrage eines Journalisten, warum man so viel riskiert habe, reagierte er gereizt. "Ich verstehe deinen Punkt nicht. Wir haben nichts riskiert", zitiert "motorasport-total.com" den Iceman. "Wir haben versucht, die richtigen Reifen für den richtigen Zeitpunkt zu wählen. Und es hat angefangen zu regnen, als wir auf Slicks draußen waren."

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Hamilton bricht ab und verliert die Pole

Williams reagierte ebenfalls zu spät und hatte ebenso wie die Roten bereits nach Q1 Feierabend. "Es war eine Frage von Sekunden. Wir und Ferrari haben es nicht richtig hinbekommen. Das ist sehr enttäuschend, da haben wir morgen eine Menge zu tun", sagte Technikchef Pat Symonds zu "Sky Sports F1". "Wir haben den Regen nicht kommen sehen. Das war auf dem Radar ehrlich gesagt nicht zu erkennen."

Wie dicht Erfolg und Misserfolg bei diesem Qualifying zusammen lagen, zeigten die Silberpfeile. Im dritten Durchgang lag Lewis Hamilton auf Platz eins, bevor die Fahrer noch einmal einen Versuch wagten. Nachdem die ersten Zwischenzeiten enttäuschend waren, brach der Brite die Runde ab. Ein fataler Fehler, denn Nico Rosberg fuhr weiter und schnappte Hamilton die Pole Position noch im letzten Streckenabschnitt weg. "Ich habe es am Ende noch einmal versucht, aber nicht wirklich daran geglaubt, mich noch zu verbessern. In den letzten drei Kurven habe ich mega viel Zeit gutgemacht", sagte Rosberg. Es waren knapp 3,5 Sekunden.

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Hülkenberg und Vettel profitieren

Andere fuhren ihre Runde ohne große Hoffnungen zu Ende und waren dann ziemlich überrascht. "Ich hab schon gedacht: Es ist vorbei, schöne Scheiße", erzählte Hülkenberg. "Aber dann ging es doch gut, die Strecke trocknet sehr schnell. Ich habe alles gegeben, gekämpft wie ein Löwe, zum Glück hat es noch geklappt für ein gutes Resultat." Der Force-India-Pilot startet von Platz vier ins Rennen. Hamilton war am Ende nur noch Sechster.

Auch Vettel hätte es in Q1 beinahe erwischt. Als 16. rutschte der Red-Bull-Star gerade so eine Runde weiter. Im letzten Durchgang hatte er zunächst als einziger Fahrer gar keine Runde gefahren. Es hätte durchaus mit Platz zehn enden können. Weil aber die Verhältnisse in den letzten Kurven sich derart verbessert hatten, steht der Weltmeister nun in Startreihe eins.

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Die Williams- und die Ferrari-Piloten rücken aufgrund von Strafversetzungen (Max Chilton + fünf Plätze, Esteban Gutierrez + zehn Plätze, Pastor Maldonado - ans Ende des Feldes) noch ein wenig weiter nach vorne. Bottas startet von Platz 14, Massa von 15, Alonso von 16 und Räikkönen vom 18. Trösten dürfte sie das aber dennoch kaum.

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