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Biathletin Eva Sachenbacher-Stehle für zwei Jahre gesperrt

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Nach Doping bei Olympia  

Biathletin Sachenbacher-Stehle für zwei Jahre gesperrt

17.07.2014, 06:45 Uhr | dpa, sid

Biathletin Eva Sachenbacher-Stehle für zwei Jahre gesperrt. Evi Sachenbacher-Stehle ist für zwei Jahre gesperrt worden. (Quelle: dpa)

Evi Sachenbacher-Stehle ist für zwei Jahre gesperrt worden. (Quelle: dpa)

Das war's dann wohl für Evi Sachenbacher-Stehle. Die Biathletin ist nach ihrem positiven Dopingtest bei den Olympischen Winterspielen in Sotschi für zwei Jahre gesperrt worden. Das teilte der Biathlon-Weltverband IBU mit. Bei der 33-Jährigen war in der A- und B-Probe, die nach ihrem vierten Platz im Massenstart am 17. Februar genommen worden war, die nur im Wettkampf verbotene Substanz Methylhexanamin nachgewiesen worden.

Die zweimalige Langlauf-Olympiasiegerin hatte bei ihrer Anhörung bewusstes Doping bestritten. Die nun verhängte Maximalstrafe dürfte das Karriereende bedeuten. "Ich habe mich darauf eingestellt, dass die Evi aufhört", sagte Bundestrainer Gerald Hönig. "Auch in der Mannschaft haben sich alle darauf eingestellt, dass Evi nicht mehr dabei ist."

Sachenbacher-Stehle: "Überhaupt nicht nachvollziehbar"

Sachenbacher-Stehle hat das Urteil als "heftig" bezeichnet und Unverständnis über das Strafmaß von zwei Jahren geäußert. Es sei für sie "überhaupt nicht nachvollziehbar, dass mein Fall der unbewussten Einnahme durch ein nachweislich kontaminiertes Nahrungsergänzungsmittel von der Sanktion her nun auf die gleiche Stufe wie ein vorsätzlicher EPO Dopingsünder gestellt wird", erklärte sie.

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"Das hat meiner Meinung nach mit sachgerechten Erwägungen nichts mehr zu tun, sondern ist ausschließlich verbandspolitisch motiviert", sagte Sachenbacher-Stehle in einer Stellungnahme. Man werde die Urteilsbegründung analysieren und sich dann in den kommenden Tagen ausführlich zu den Hintergründen äußern, kündigte sie an.

Aufnahme über ein Nahrungsergänzungsmittel

Sachenbacher-Stehle hatte bei den Anhörungen vor der IOC-Disziplinarkommission und dem unabhängigen IBU-Anti-Doping-Panel sowie ihrer Zeugenaussage bei der Staatsanwaltschaft München zu Protokoll gegeben, dass sie die Substanz unbewusst über ein Nahrungsergänzungsmittel aufgenommen habe. Dieses habe sie von einem privaten Ernährungsberater erhalten. Unabhängig nachbestellte Vergleichsproben hatten die Aussage Sachenbacher-Stehles bestätigt.

Platzierungen bei Olympia gestrichen

Nach dem positiven Test in Sotschi war Sachenbacher-Stehle aus dem deutschen Olympia-Team ausgeschlossen und nach Hause geschickt worden. Zudem wurden Platzierungen bei Olympia gestrichen. Die durch den Weltverband IBU verhängte Sperre gilt rückwirkend vom 17. Februar an. Deutschlands einstiger Wintersport-Liebling hat nun 21 Tage Zeit, um beim Internationalen Sportgerichtshof CAS Revision gegen das Urteil einzulegen.

Schon vor dem Urteilsspruch hatte der Deutsche Skiverband (DSV) angekündigt, nun durch die zuständige Anti-Doping-Kommission in Kooperation mit der Nationalen Anti-Doping-Agentur (NADA) zu prüfen, "ob gegebenenfalls zusätzliche verbandsinterne Konsequenzen angezeigt sind. In diesem Zusammenhang werden auch die Ergebnisse der parallel laufenden staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen zu berücksichtigen sein", hatte DSV-Sprecher Stefan Schwarzbach mitgeteilt.

Alles passiert aus irgendeinem bestimmten Grund

"Ich denke, alles passiert aus irgendeinem bestimmten Grund. Und für irgendwas ist alles gut. Auch wenn ich im Moment noch nicht weiß, für was das gut ist. Ich hoffe, dass ich es irgendwann erfahre. Und dann alles wieder gut ist", hatte Evi Sachenbacher-Stehle nach ihrer Anhörung im März in Salzburg gesagt.

Zuletzt hatte der im März 2012 zum Biathlon gewechselte Langlaufstar kritisiert, dass die IBU so lange benötigte, um eine Entscheidung zu treffen. Nach dem Urteil, kündigte sie an, wolle sie offensiv werden: "Ich hoffe, dass ich im Nachgang die Chance bekomme, meinen Fans zu erklären, wie es dazu kommen konnte", sagte sie vor einiger Zeit der "Allgäuer Zeitung".

"Ich bin froh, wenn ich dann dieses Thema für mich abschließen kann", bemerkte die zweimalige Langlauf-Olympiasiegerin, die bereits bei Olympia 2006 wegen eines erhöhten Hämoglobinwerts im Blut mit einer Schutzsperre belegt worden war.



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