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Evi Sachenbacher-Stehle: DSV verwundert über lange Dopingsperre

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Fall Sachenbacher-Stehle  

DSV verwundert über lange Sperre

17.07.2014, 14:07 Uhr | t-online.de, dpa

Evi Sachenbacher-Stehle: DSV verwundert über lange Dopingsperre. Evi Sachenbacher-Stehle blickt einer ungewissen Zukunft entgegen. (Quelle: dpa)

Evi Sachenbacher-Stehle blickt einer ungewissen Zukunft entgegen. (Quelle: dpa)

Der Deutsche Skiverband (DSV) hat mit Verwunderung auf die vom Biathlon-Weltverband verhängte Zweijahres-Sperre für Evi Sachenbacher-Stehle reagiert. "Dass Evi Sachenbacher nach ihrem Dopingvergehen von Sotschi eine Sperre erhält, war relativ klar. Allerdings hat uns die Dauer von zwei Jahren schon überrascht, weil die Regelsperre üblicherweise für bewusstes Dopen verhängt wird", erklärte DSV-Präsident Franz Steinle in einer Stellungnahme.

Beim DSV will man der Athletin indes weiterhin keine Absicht unterstellen. "Wir gehen hingegen davon aus, dass Evi Sachenbacher fahrlässig gehandelt hat", wurde der Funktionär weiter zitiert.

Die Biathletin war nach ihrem positiven Dopingbefund bei den Olympischen Winterspielen in Sotschi rückwirkend für zwei Jahre gesperrt worden. Vom DSV hat sie indes wohl keine weiteren Sanktionen zu erwarten.

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Sachenbacher-Stehle: "Überhaupt nicht nachvollziehbar"

Bei der 33-Jährigen war die Substanz Methylhexanamin nachgewiesen worden, die im Wettkampf verboten ist. Die zweimalige Langlauf-Olympiasiegerin hatte bei ihrer Anhörung bewusstes Doping bestritten. Sie sprach nach der Verkündung von einem "heftigen" Urteil: "Es ist für mich überhaupt nicht nachvollziehbar, dass mein Fall der unbewussten Einnahme durch ein nachweislich kontaminiertes Nahrungsergänzungsmittel von der Sanktion her nun auf die gleiche Stufe wie ein vorsätzlicher EPO-Dopingsünder gestellt wird."

"Das hat meiner Meinung nach mit sachgerechten Erwägungen nichts mehr zu tun, sondern ist ausschließlich verbandspolitisch motiviert", erklärte Sachenbacher-Stehle in einer Stellungnahme. Man werde die Urteilsbegründung analysieren und sich dann in den kommenden Tagen ausführlich zu den Hintergründen äußern, kündigte sie an.

Die nun verhängte Maximalstrafe dürfte das Karriereende bedeuten. "Ich habe mich darauf eingestellt, dass die Evi aufhört", sagte Bundestrainer Gerald Hönig. "Auch in der Mannschaft haben sich alle darauf eingestellt, dass Evi nicht mehr dabei ist."

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