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Pferdesport: Glänzender Totilas führt deutsche Equipe zum Sieg

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Erster Platz im Nationenpreis  

Glänzender Totilas führt deutsche Equipe zum Sieg

17.07.2014, 17:33 Uhr | sid, dpa

Pferdesport: Glänzender Totilas führt deutsche Equipe zum Sieg . Dressur-Reiter Matthias Rath und sein Millionenpferd Totilas. (Quelle: dpa)

Dressur-Reiter Matthias Rath und sein Millionenpferd Totilas. (Quelle: dpa)

Matthias Rath und sein Wunder-Hengst Totilas haben beim CHIO in Aachen ein glänzendes Comeback gefeiert und die deutsche Dressur-Equipe zum Sieg im Nationenpreis geführt. Der 29-Jährige und das Millionenpferd gewannen den Grand Prix mit starken 82,300 Punkten und ließen die Weltspitze hinter sich. Team-Kollegin Helen Langehanenberg (81,220) wurde mit Damon Hill Zweite, die britische Olympiasiegerin Charlotte Dujardin (76,900) stürzte sogar auf Rang sechs ab.

"Ich bin glücklich, obwohl noch nicht alles perfekt war. Wir haben noch viel Arbeit vor uns", sagte Rath, der vor 6300 begeisterten Zuschauern riesigen Druck verspürte. "Aachen ist ähnlich wie eine WM oder EM. Die Erwartungen waren gewaltig", so Rath weiter, der zudem die Einzelwertung gewann.

Rath: "Das war noch nicht 100 Prozent"

Nach einer zweijährigen Aus- und Leidenszeit absolvierte Rath in Aachen erst seinen siebten Ritt mit dem teuersten Dressurpferd der Welt. Dass er nach dreijähriger CHIO-Pause im Team und im Einzel gewann, war nicht zu erwarten. "Das war noch nicht 100 Prozent, aber immer 100 Prozent geht nicht", sagte der Reiter, der das letzte Risiko noch scheute und trotzdem einen Doppel-Sieg feierte. "Das ist schließlich das erste Mal gegen die ganz große Konkurrenz", befand Rath.

Totilas-Besitzer Schockemöhle begeistert

"Es war richtig, dass er nicht alles riskiert hat", kommentierte Paul Schockemöhle, der Totilas im Herbst 2010 für geschätzte zehn Millionen Euro gekauft und Rath als Reiter ausgesucht hatte. "Er ist immer besser und stärker geworden", sagte der Pferdehändler zum siebten Ritt nach der langen Pause: "Für mich ist er heute relativ fehlerfrei geritten."

Deutsche Mannschaft bei WM Favorit

Insgesamt brachte es das deutsche Team auf 243,140 Punkte. Zweiter wurden die Niederlande (223,380), Platz drei ging an Spanien (220,600). In der Einzelwertung belegte die fünfmalige Olympiasiegerin Isabell Werth (79,580) Rang vier. Kristina Sprehe (73,960) kam mit Desperados auf Rang elf.

Mit dem vierten Aachen-Erfolg in Folge gehört die deutsche Mannschaft zu den Favoriten bei den Weltmeisterschaften Ende August in der Normandie. Der CHIO ist Bundestrainerin Monica Theodorescu die letzte Sichtung, im Anschluss werden die vier Tickets für die WM in Frankreich vergeben.

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