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CHIO: Reiterin Katrin Eckermann stürzt schwer

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Schlüsselbein gebrochen  

Schwerer Sturz von Katrin Eckermann

20.07.2014, 18:26 Uhr | dpa, sid

CHIO: Reiterin Katrin Eckermann stürzt schwer. Katrin Eckermann stürzte am Wassergraben.   (Quelle: dpa)

Katrin Eckermann stürzte am Wassergraben. (Quelle: dpa)

40.000 Zuschauern stockte beim CHIO der Atem, sie erlebten die erschreckende Wiederholung eines furchtbaren Sturzes. Die Springreiterin Katrin Eckermann fiel - wie fast genau drei Tage zuvor - beim Großen Preis von Aachen an einem Wassergraben. Zunächst stand sie nicht wieder auf. Die 24-Jährige konnte zunächst nicht atmen und wurde ins Krankenhaus gebracht. Dort wurde ein Schlüsselbeinbruch diagnostiziert.

"Von einer Sekunde auf die andere war alles ruhig", beschrieb Ludger Beerbaum die Momente des Bangens. Co-Trainer Heinrich Hermann Engemann, der die junge Reiterin aus Münster seit mehreren Monaten im Perspektiv-Team betreut, berichtete: "Es sah im ersten Moment sehr schlimm aus."

Atemlose Stille im Stadion

Nebensache war, dass Christian Ahlmann das wichtigste Springen beim größten Reitturnier der Welt gewann. Wie im Nationenpreis kamen Eckermann und ihr Pferd Firth of Lorne nicht passend ans Wasser. Reiterin und Pferd kamen ins Straucheln, überschlugen sich. Eckermann lag am Boden, atemlose Stille herrschte im größten Reitstadion der Welt. Die Menschen zitterten mit der jungen Frau, die schließlich mit einem Krankenwagen abtransportiert wurde.

Pferd zieht sich Verstauchungen im linken Vorderlauf zu

Nach einer knappen halben Stunde gab es die erste gute Nachricht. "Sie ist ansprechbar", sagte Engemann. "Das Problem war, dass sie erst keine Luft bekam", erklärte der ehemalige Profi. "Das Schlüsselbein ist gebrochen. Alles andere ist heil geblieben", sagte Engemann. Auch Stadionsprecher Graf von Plettenberg war erleichtert: "Es sind keine lebensgefährlichen Verletzungen aufgetreten, sie ist auch ansprechbar und kann Ihren Applaus hören."

Eckermanns Pferd, Firth Of Lorne, zog sich nur geringe Verletzungen zu. "Dem Pferd geht es gut", erklärte Engemann und sagte zu der Diagnose der Tierärzte: "Es ist ein stumpfes Trauma, eine starke Verstauchung am linken Vorderlauf. Aber kein Bruch."

"Mental doch tiefer als gedacht"

Dem Trainer war der erneute Unfall ein Rätsel, denn die Reiterin hatte einen Tag nach dem ersten Sturz den Preis von Nordrhein-Westfalen gewonnen - allerdings mit einem anderen Pferd. "Vielleicht war das noch eine Unsicherheit vom Donnerstagabend, vielleicht ist das mental doch tiefer, als wir gedacht haben", vermutete der Co-Bundestrainer: "Nach dem Nordrhein-Westfalen-Preis hat das keiner gedacht."

"Wir haben nicht damit gerechnet, dass es noch einmal passiert", erklärte auch Bundestrainer Otto Becker. Vermutlich hat nicht die Reiterin einen psychologische Knacks bekommen, sondern der zehnjährige Hengst Firth Of Lorne. "Ich kann es mir nicht erklären, warum das Pferd wieder am Wasser gestürzt ist", sagte Becker. "Der Wassergraben hat heute überhaupt keine Probleme bereitet. Das Pferd ist wieder nicht mit beiden Läufen gelandet."

Ahlmann: "Ihr geht es einigermaßen gut, das ist das Wichtigste"

Nach einer Unterbrechung wurde der mit einer Million Euro dotierte Wettbewerb fortgesetzt, und Ahlmann gewann. Er freute sich aber vor allem auch für Eckermann. "Ihr geht es einigermaßen gut, das ist das Wichtigste", sagte der Reiter aus Marl. "Das war ein Schock, als ich das gesehen habe", kommentierte er den Unfall der 24 Jahre alten Reiterin. "Der Sport ist gefährlich, Gott sei Dank sehen wir solche Dinge sehr selten", meinte der Sieger.

Der 39 Jahre alte Ahlmann ritt im Sattel von Codex one am Ende zum Sieg. Bei der mit einer Million Euro dotierten Prüfung setzte er sich nach zwei Umläufen mit dem einzigen fehlerfreien Ritt des Stechens durch und sicherte sich etwa ein Drittel der Prämie. Auf den Plätzen zwei und drei folgten Kent Farrington (USA) mit Voyeur (4/43,91) und Marcus Ehning mit Plot Blue (4/46,01).

"Ich war sehr, sehr zufrieden", kommentierte Ahlmann. Sein Pferd habe sich "am ersten Tag schon gut präsentiert", sagte er. "Er hatte ein bisschen Pause, da hatte ich schon Angst, dass der Rhythmus fehlt. Aber er hat sich vom ersten Sprung an gut angefühlt." Mit dem Auftritt von Aachen dürfte Ahlmann seine WM-Chancen deutlich erhöht haben.


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