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Formel 1: Heimsieg von Nico Rosberg am Hockenheimring stand auf Kippe

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Wegen Sutil  

Rosbergs Heimsieg stand auf der Kippe

21.07.2014, 08:27 Uhr | t-online.de

Formel 1: Heimsieg von Nico Rosberg am Hockenheimring stand auf Kippe. Adrian Sutil hätte mit seinem Dreher Nico Rosberg beinahe den Heimsieg in Hockenheim vermasselt. (Quelle: xpb / AP)

Adrian Sutil hätte mit seinem Dreher Nico Rosberg beinahe den Heimsieg in Hockenheim vermasselt. (Quelle: xpb / AP)

Aus Hockenheim berichtet Patrick Rutishauser

Nach seinem Sieg beim Großen Preis von Deutschland nahm Nico Rosberg im Mercedes-Motorhome Platz. Er war zufrieden. In souveräner Manier hatte er gerade seinen ersten Heimtriumph herausgefahren. Sein Sieg war niemals gefährdet.

Doch als Adrian Sutil seinen Sauber in der 50. Runde auf der Start- und Ziel-Geraden des Hockenheimrings querstellte und liegen blieb, hätte die Situation kippen können. "Ich wusste, das ist nichts Gutes“, sagte Rosberg.

Hamilton hätte womöglich profitiert

Denn Sutils Motor war "plötzlich abgestorben", wie er erklärte. Der 31-Jährige musste das Rennen aufgeben und verließ seinen Boliden. Da nun ein verlassenes Formel-1-Auto auf der Strecke stand, war allen klar, dass das Rennen aus Sicherheitsgründen unterbrochen würde. "Ich dachte, 'Oh nee, jetzt kommt auf jeden Fall das Safety-Car'", verriet Rosberg seine Gedanken, als er am verwaisten Sauber vorbeifuhr.

Doch es geschah zunächst nichts. Erst drei Runden später rannten Marshalls auf die Strecke und schoben das Auto weg. Das Rennen lief unterdessen ganz normal weiter, bis auf Gelbe Flaggen in diesem Bereich. Doch wenn das Safety Car herausgekommen wäre, hätte wahrscheinlich Lewis Hamilton in Hockenheim gejubelt.

Bottas und Rosberg im Reifennachteil

Denn durch das Safety Car wäre das Feld wieder zusammengerückt. Einzig Hamilton hatte sich frische Supersoft-Reifen geholt. Rosberg war auf alten Pneus der härteren Mischung unterwegs, mit denen er sich bis ins Ziel schleppen musste. Der Brite wäre überlegen gewesen.

Zunächst hätte sich Hamilton den ebenfalls mit alten reifen fahrenden Valtteri Bottas, der Zweiter geworden ist, geschnappt. Und dann wäre es zum "Krieg der Sterne" gekommen.

Ein neuer Spirit

Rosberg hatte sowieso schon Probleme, die Reifen am Leben zu halten. "Zum Schluss waren sie total am Ende“, berichtete er. Die Bremsen waren auch immer "ein bisschen schwierig." Getriebeaussetzer habe es noch dazu gegeben. Rosberg hätte vermutlich keine Chance gegen Hamilton gehabt.

Aber das Safety Car kam nicht. Eine überraschende und zugleich besonnene Entscheidung von Renndirektor Charlie Whiting. In der jüngeren Vergangenheit wurde das Rennen immer unterbrochen, bevor Menschen auf die Strecke liefen. "Wenn es nach dem alten Spirit der FIA-Auslegung gegangen wäre, dann wäre ein Safety Car gekommen“, sagte Mercedes-Teamchef Toto Wolff. Hamilton verstand die Entscheidung überhaupt nicht: "Wie auf der Welt kann ein Auto für mehrere Runden mitten auf der Strecke stehen und nichts passiert?, fragte er. "Es hätte ein Safety Car geben müssen."

Wolff: "Es war die richtige Entscheidung"

Vielleicht ist es eine Reaktion auf die anhaltende Kritik, die Formel 1 sei überreguliert. "Charlie hat bewusst diese Entscheidung getroffen und das Klassement nicht durch ein Safety Car 15 Runden vor Schluss auf den Kopf gestellt. Das war die richtige Entscheidung“, erklärte Wolff.

"Erschrocken“ sei Wolff dennoch gewesen, als die Marshalls über die Straße gelaufen sind. "Das Auto stand schon ziemlich blöd da“, betonte auch Sutil. Allerdings sei das mit etwas Umsicht durchaus in Ordnung. "Wenn kein Auto im Motodrom ist, kannst Du auch über die Strecke gehen“, sagte Wolff.

"Die Formel 1 ist gefährlich"

Auch Sutil meinte, dass man "nicht immer das Safety Car rausholen muss. Die Fahrer können auch ein bisschen aufpassen und vorbei fahren". Er findet es gut, wenn das Rennen nicht von außen "beeinflusst" wird. Auf die Frage, ob das nicht gefährlich sei, antworten sowohl Wolff als auch Sutil unabhängig voneinander: "Die Formel 1 ist gefährlich."

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