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Formel 1: Adrian Sutil und Sauber stecken in der Krise

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Zehn "Nuller" in Serie  

Sutil und Sauber stecken in der Krise

25.07.2014, 10:30 Uhr | sid

Formel 1: Adrian Sutil und Sauber stecken in der Krise. Auch nach zehn Rennen in Folge kein Zähler: Für Adrian Sutil läuft es nicht. (Quelle: imago)

Auch nach zehn Rennen in Folge kein Zähler: Für Adrian Sutil läuft es nicht. (Quelle: imago)

Adrian Sutil ist frustriert. Keinen einzigen Punkt hat der 31-Jährige in dieser Formel-1-Saison bislang eingefahren, im Duell mit der Konkurrenz ist er im schwachen Sauber weiter hoffnungslos unterlegen. Bei den Schweizern läuft kaum etwas zusammen: Erstmals in seiner Geschichte wartet der Traditionsrennstall nun schon seit zehn Rennen auf WM-Zähler.

"Es wird mit jedem Rennen ein bisschen besser. Ich denke, dass wir in Budapest etwas weiter vorne sein können", erklärte Sutil trotzdem und versucht ein wenig Hoffnung zu verbreiten: "Wir versuchen, dass das Fahren einfacher wird. Aber es ist unheimlich schwer, alle Probleme in den Griff zu bekommen. Damit haben wir richtig zu kämpfen." Nachdem sein Team "einige Fehler identifiziert hat", sei man nun auf dem richtigen Weg.

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"Wir müssen im Moment leider damit leben"

Teamchefin Monisha Kaltenborn nannte die bisherigen Leistungen trotzdem "völlig inakzeptabel". Sutil, der seinen Boliden wegen vieler Zickereien bereits "kleine Diva" genannt hat, betonte nach seinem Ausscheiden in Hockenheim zuletzt: "Es ist sicher deprimierend, aber wir müssen im Moment leider damit leben."

Geht es nach den Schweizer Medien, rechnet kaum jemand ernsthaft damit, dass Sauber die vielen Probleme bis zum Großen Preis von Ungarn (Sonntag ab 13.45 Uhr im t-online.de Live-Ticker) auch nur annähernd lösen kann. "Eine peinliche Vorstellung jagt bei Sauber die andere. Wunder wird es auch in Budapest kaum geben", schrieb die Tageszeitung "Blick".

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Strategische Fehler und technische Defekte

Sutil hat die Hoffnung jedoch noch nicht aufgegeben. "Unsere Chancen sind schwierig einzuschätzen. Ich hoffe auf ein tolles Rennen und ein gutes Resultat", sagte er, nachdem er gerade selbst einen weiteren Negativrekord aufstellte. Er blieb vor den heimischen Fans auch im 119. Rennen seiner Karriere in der Königsklasse ohne Podestplatz. Bislang hatte der Italiener Pierluigi Martini in dieser unrühmlichen Liste mit 118 Einsätzen ohne Top-3-Platzierung vorne gelegen.

Sauber habe in den letzten Monaten "nicht das beste Auto der Geschichte" gebaut, gab Kaltenborn bereits zu, außerdem seien auch strategische Fehler für die bisherige Nullnummer verantwortlich. Technische Defekte wie bei Sutils Heim-Grand-Prix am vergangenen Sonntag, als er in Hockenheim mit Motorenproblemen einfach liegen geblieben war, hätten zudem ihren Teil zur desolaten Saison beigetragen.

Vorjahresbilanz schon jetzt fast unerreichbar

Sutil und sein mexikanischer Teamkollege Esteban Gutierrez haben zusammen neunmal erst gar nicht die Zielflagge gesehen. Im Vorjahr holte der Rennstall, damals noch mit dem mittlerweile zu Force India abgewanderten Nico Hülkenberg, insgesamt 57 WM-Zähler. Das scheint nun fast unmöglich, denn gemeinsam mit Caterham wartet Sauber immer noch auf den ersten Punkt.

Die letzten Monate haben an Sutil genagt, schließlich kam er im Winter von Force-India zu Sauber, um in seiner siebten Saison in der Königsklasse einen Schritt nach vorne zu machen. Stattdessen tritt er auf der Stelle und muss ständige Rückschläge verkraften. Fünf Ausfälle, dazu Rang elf als bestes Ergebnis - der Bayer hatte sich deutlich mehr erhofft. Besserung scheint frühestens nach der Sommerpause im August in Sicht.

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